Kurzzeitvermietungen in Europa erreichten im vergangenen Monat mit 4,15 Millionen verfügbaren Einträgen einen neuen historischen Höchststand (+2,8 % auf Jahresbasis). Die Nachfrage stieg tatsächlich um 7,7 % auf 61,3 Millionen Übernachtungen, während die Auslastung um 3 % zunahm.
Die Position Griechenlands
Laut der europaweiten Erhebung von AirDNA stach der griechische Markt für Kurzzeitvermietungen hervor: Das Angebot an Unterkünften stieg auf Jahresbasis um 5 %, die Nachfrage stieg um 7,5 % und die Auslastung nahm um 2 % zu.
Im Gegensatz dazu verzeichneten Länder wie Italien (-1,5 %), Spanien (-1,2 %) und Frankreich (-1,1 %) einen Rückgang des Angebots – mit Ausnahme einzelner Regionen, die leichte Zuwächse verzeichneten.
Luxusimmobilien
Laut AirDNA stieg die Nachfrage vor allem in den Kategorien „Luxus” (+14 %) und „Upscale” (+9 %) Unterkünfte, wobei Europa mit neuen Märkten wie Norwegen und der Schweiz aufwartet.
„Griechenland mit seiner starken Präsenz im Bereich Villen und Luxusimmobilien profitiert von diesem internationalen Trend, da es Reisende mit hohem Einkommen anzieht, die nach gehobenen Erlebnissen suchen“, heißt es dazu.
Die Aussichten
Die Vorausbuchungen in Europa zeigen auch für die kommenden Monate eine starke Dynamik. Konkret sind die Buchungen für September um 10 % und für Oktober um 13 % gestiegen. Im Gegensatz dazu zeigt der November mit nur +2 % eine Verlangsamung, was möglicherweise auf eine Zurückhaltung der Nachfrage angesichts des bevorstehenden Winters hindeutet.
Neue „Reiseziele”
Laut einer weiteren Studie von AirDNA verzeichnen die weniger bekannten Reiseziele in Ost- und Nordeuropa einen rasanten Anstieg. Dies deutet auf eine Verlagerung der Reisenden hin zu alternativen, weniger überlaufenen und günstigeren Regionen hin.
Länder wie Polen, Tschechien und Kroatien verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Nachfrage. Insbesondere in Kroatien sank das Angebot um 0,8 %, während die Nachfrage um 11,7 % stieg. Dies führte zu einer Steigerung der Auslastung um 10,6 %. In Polen und Tschechien stieg die Nachfrage um mehr als 15 %.
Bemerkenswert sind auch die Fälle Norwegens mit einem Anstieg der Nachfrage um 27 % sowie Litauens und Estlands mit Zuwächsen zwischen 20 und 30 % bei den Buchungen für August.
Rahmenbedingungen des Marktes
Wie bereits erwähnt, hat das beeindruckende Wachstum der Kurzzeitvermietung in ganz Europa – und insbesondere in Griechenland – eine Debatte über die Regulierung und die Rahmenbedingungen des Marktes unweigerlich ausgelöst.
In vielen Ländern haben die lokalen Behörden Vorschriften zur Mietdauer, zur Besteuerung oder zur Registrierung von Immobilien eingeführt, um die Bedürfnisse der Einwohner, der Hoteliers und der Eigentümer auszugleichen.
In Griechenland wird intensiv diskutiert, da Kurzzeitvermietungen zu einem wesentlichen Bestandteil des Tourismusangebots geworden sind. Dabei werden auch Fragen aufgeworfen, die den Wohnungsdruck in den großen städtischen Zentren oder die gleichen Wettbewerbsbedingungen mit Hotels betreffen.


















