– Die Verantwortung für die operative Tätigkeit der Bereiche Markets + Airline und Holiday Experiences wird künftig auf Vorstandsebene in der neuen Position des Chief Operating Officer gebündelt
– Marco Ciomperlik übernimmt die neue Position des Chief Operating Officer und wird als Mitglied des Vorstands künftig die Gesamtverantwortung für den Reiseveranstalter, die Fluggesellschaft, die gruppeneigenen Hotels und die Aktivitäten tragen
– Die Konzernstrategie, die Cruise-Joint-Ventures und die Hotel-Joint-Ventures werden künftig direkt dem CEO Sebastian Ebel unterstellt
– David Schelp, CEO Markets + Airline, und Peter Krueger, CEO Holiday Experiences, scheiden zum 30. April 2026 aus dem Konzern aus
In einer der prägendsten Entscheidungen der letzten Jahre für den europäischen Tourismus leitet die TUI Group eine tiefgreifende Neustrukturierung ihrer Führungsorganisation ein, mit dem Ziel, die Vertikalisierung ihres Geschäftsmodells zu stärken und das profitable Wachstum in einem zunehmend anspruchsvollen internationalen Umfeld zu beschleunigen. Die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Schaffung der Position eines Chief Operating Officer (COO) unter Sebastian Ebel, in der die gesamte operative Tätigkeit des Konzerns gebündelt wird, stellt keine bloße organisatorische Anpassung dar, sondern markiert den Eintritt der TUI in eine neue Phase, in der Synergien, Entscheidungsgeschwindigkeit und der Einsatz von Technologie den Wettbewerb bestimmen werden. Gleichzeitig werden zwei langjährige Führungskräfte des Konzerns aufgewertet – einer davon sogar in die Position des Stellvertreters –, während zwei sehr prominente Namen das Unternehmen verlassen, die zudem als mögliche Nachfolger des aktuellen CEO galten.

Die TUI ist wie kaum ein anderes Unternehmen als Entwickler, Investor und Betreiber in sämtlichen Segmenten der Tourismusindustrie tätig – von Hotels, Kreuzfahrten und Aktivitäten in den Destinationen bis hin zum Reiseveranstaltergeschäft und der TUI Airline. Diese einzigartige Vertikalisierung des Geschäftsmodells wird künftig auch in der Struktur des Vorstands des Konzerns abgebildet.
Die neue Struktur stärkt die Synergien zwischen den Geschäftsbereichen weiter und ermöglicht eine noch stärkere Fokussierung auf differenzierte eigene Produkte. Die führende Position des Konzerns in Hotels, Kreuzfahrten, Erlebnissen und Aktivitäten in den Destinationen sowie im Reisevertrieb und bei Ferienflügen wird weiter ausgebaut – durch Kostenoptimierung auf Basis globaler Plattformen. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz noch intensiver genutzt.
Eine hochrangige Quelle des Konzerns erklärte gegenüber www.money-tourism.gr, dass „nach der Klärung aller pandemiebedingten Themen, der Rückführung der Fremdmittel sowie der Stabilisierung und dem Wachstum der finanziellen Kennzahlen des Konzerns nun schnell und entschlossen die zweite Phase beginnt, nämlich der vollständige Umbau der Organisationsstruktur der TUI, der zu schnellerem Wachstum führen wird. Ab dem 1. Mai 2026 werden wir alle operativen Aktivitäten in einer einheitlichen Rolle im Vorstand bündeln und Märkte mit direktem Kundenzugang sowie unsere eigenen differenzierten Produkte unter einem Dach vereinen. Dies markiert den Beginn der nächsten Phase unserer erfolgreichen Transformation. Wir werden schneller und effizienter. Die vertikale Integration wird damit vollständig umgesetzt.“
Er ergänzte: „Das Ziel ist für alle gleich: profitables Wachstum für die gesamte TUI – nachhaltig und verlässlich. Deshalb ist diese Zusammenführung ein logischer nächster Schritt auf dem Weg zu weniger Hindernissen und geringerer Komplexität, zu einfacheren Strukturen und klaren Verantwortlichkeiten sowie zu höherer Effizienz und Profitabilität.“
Ein „Superministerium“ für den operativen Bereich: Die gesamte touristische Wertschöpfungskette in einem Zentrum
Im Kern der neuen Strategie steht die Übertragung der Gesamtverantwortung an Marco Ciomperlik für:
- Tour Operating und Märkte
- Airline-Geschäft
- Eigene Hotels (TUI Blue, Robinson, TUI Magic Life)
- Aktivitäten und Erlebnisse
Mit anderen Worten bündelt die TUI Group die gesamte Kernfunktion ihres operativen Modells in einer Person – vom Vertrieb bis zur Kundenerfahrung in der Destination.
Es handelt sich um einen Schritt mit hohem Risiko, aber auch hohem Renditepotenzial, der eher an eine Tech-Plattform als an einen klassischen Reiseveranstalter erinnert.
Strategische Machtkonzentration beim CEO
Parallel übernimmt CEO Sebastian Ebel direkt:
- die Konzernstrategie
- die Joint Ventures im Hotel- und Kreuzfahrtbereich
Die Botschaft ist eindeutig: Die TUI bewegt sich hin zu einem strafferen, stärker zentralisierten Führungsmodell mit klarer Hierarchie und schnellerer Umsetzung der Strategie.
Wer steigt auf – Das neue Machtgefüge bei TUI
Die Umstrukturierung ist nicht nur eine Veränderung der Struktur, sondern auch eine Neuordnung von Personen und Einfluss.
Marco Ciomperlik, der „neue starke Mann“, ist nicht nur COO, sondern wird faktisch:
– die Person, die die gesamte tägliche operative Tätigkeit der TUI steuert
– das Bindeglied zwischen Märkten, Airlines, Hotels und Destinationen
– die Schlüsselfigur für die Bewertung der Leistungsfähigkeit des gesamten Geschäftsmodells
Marco Ciomperlik, seit 2016 bei der TUI Group und bislang Mitglied des Group Executive Committee sowie Chief Transformation Officer und CEO Airline, wird Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der TUI. Die neue Position bündelt die gesamte operative Tätigkeit der Reiseveranstalter und Märkte, der Airline, der eigenen Hotels des Konzerns mit starken Marken wie TUI Blue, Robinson oder TUI Magic Life sowie des Bereichs Aktivitäten und Erlebnisse.
In seiner bisherigen Rolle hatte Marco Ciomperlik bereits die Transformation der Reiseveranstalter und Märkte maßgeblich vorangetrieben und das Airline-Geschäft des Konzerns neu strukturiert. Aus weitgehend regional organisierten Reiseveranstaltern entstand eine leistungsfähige globale Plattform mit internationalem Managementteam. Marco Ciomperlik verfügt über umfangreiche strategische, operative und kommerzielle Erfahrung und kennt den Tourismus sowohl aus Sicht des Reiseveranstalters als auch der Airline sowie die entsprechenden Herausforderungen aus verschiedenen Führungspositionen.
Mircea Tudose – das neue aufstrebende Gesicht, tritt in das Group Executive Committee ein und übernimmt die geografischen Regionen des Konzerns.
Im Verantwortungsbereich von Marco Ciomperlik übernimmt Mircea Tudose als neues Mitglied des Group Executive Committee die Verantwortung für die Regionen der TUI Group. Tudose ist seit 2013 bei TUI tätig und war zuletzt als Managing Director für den schnell wachsenden Bereich Expansion Businesses verantwortlich, den er sehr erfolgreich ausgebaut hat. Dazu gehören auch die Wachstumsmärkte Polen, Tschechien und Rumänien. Zuvor war er unter anderem für die Konzernstrategie verantwortlich.
Mathias Kiep – gestärkte Rolle.
Der CFO bleibt nicht nur ein „Zahlenhüter“, sondern übernimmt zusätzlich die Verantwortung für:
– Fusionen und Übernahmen
– den TUI Hotel Fund, ein gemeinsames Investmentvehikel mit HANSAINVEST zur Entwicklung der Hotels des Konzerns (TUI BLUE, ROBINSON, MAGIC LIFE), vor allem außerhalb Europas. Dieses Vehikel zieht Investoren an, darunter auch Pensionsfonds, um in Hotels zu investieren, die von der TUI betrieben werden. Damit liegen künftig auch Investitionen und Expansionsstrategie in seinem Verantwortungsbereich.
Sebastian Ebel – vollständige strategische Bündelung
Der CEO behält die Strategie sowie die Hotel- und Kreuzfahrt-Joint-Ventures, also die wertintensivsten Assets des Konzerns.
Stellungnahmen
Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Aufsichtsrats der TUI Group: „Die TUI tritt in die nächste Phase ihrer Weiterentwicklung ein. Dass dieser wichtige Schritt jetzt möglich ist, verdanken wir der erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahre und insbesondere auch der erfolgreichen Arbeit von David Schelp und Peter Krueger. In den vergangenen Jahren haben sie die operativen Geschäftsfelder mit großer Intensität weiterentwickelt. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich ihnen für ihren enormen Beitrag und die ausgezeichnete Zusammenarbeit und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute. Ich freue mich, dass wir mit Marco Ciomperlik ein neues Vorstandsmitglied aus den eigenen Reihen berufen, das über umfassende operative Erfahrung verfügt. Mit der Personalvorständin Sybille Reiß, dem Finanzvorstand Mathias Kiep, dem künftigen Chief Operating Officer Marco Ciomperlik sowie den Mitgliedern des Group Executive Committee ist die Konzernführung unter CEO Sebastian Ebel hervorragend aufgestellt, um die TUI zu neuen Erfolgen zu führen.“
Sebastian Ebel, CEO der TUI Group: „Wir haben die erste Phase der Transformation erfolgreich abgeschlossen. Seit dem Ende der COVID-Pandemie haben wir ein kontinuierlich profitables Wachstum erreicht. Nun starten wir in die nächste Phase. Die Vertikalisierung ist das Erfolgsmodell der TUI. Deshalb verzahnen wir unsere Geschäftsfelder noch enger. Künftig wird die gesamte operative Tätigkeit über alle Segmente hinweg in einem einheitlichen Portfolio auf Vorstandsebene gesteuert. Die neue Struktur ist ideal – wir verfügen über starke Produkte, exklusive Marken der TUI und sind führend in unseren Märkten. Ich freue mich, dass Marco Ciomperlik mit seiner umfangreichen operativen Erfahrung in seiner neuen Rolle in diesem Rahmen weiterwirken wird. Das Ziel ist klar: TUI steht für Innovation, Qualität, Verlässlichkeit – und profitables Wachstum. Wir wollen und werden in diesen Bereichen weiterhin Maßstäbe setzen. Ich danke David Schelp und Peter Krueger herzlich für die sehr erfolgreiche und persönlich vertrauensvolle Zusammenarbeit. David Schelp hat die Märkte der TUI erfolgreich integriert und eine globale Tourismusplattform geschaffen, die die Grundlage für unser zukünftiges Wachstum bildet. Peter Krueger hat die besonders profitable Entwicklung unserer differenzierten Produkte erfolgreich vorangetrieben und insbesondere die globale Expansion unserer Hotels beschleunigt, wodurch die Position des Konzerns vor allem in Asien gestärkt wurde. Auf diese Weise haben beide die Grundlage dafür geschaffen, dass wir nun den nächsten Schritt der Transformation gehen können. Ich würde mich freuen, wenn sie der TUI-Familie verbunden bleiben, auch wenn sie künftig neue Aufgaben außerhalb des Konzerns übernehmen.“
Und wer geht – und warum es wichtig ist
David Schelp und Peter Krueger waren keine zufälligen Führungskräfte.
- Der eine hatte die Märkte „aufgebaut“
- Der andere hatte die Produkte „aufgebaut“
David Schelp, CEO Markets + Airline, und Peter Krueger, CEO Holiday Experiences und Chief Strategy Officer, werden die TUI Group zum 30. April verlassen. Vor dem Hintergrund der erfolgreich umgesetzten Transformationsmaßnahmen, die sie verantwortet haben, und der rasanten Fortschritte im Konzernumbau scheiden sie wenige Monate vor Ablauf ihrer Verträge aus ihren Funktionen aus. Beide hatten eine äußerst erfolgreiche Laufbahn bei TUI und unterstützen die nächste Phase der Transformation. David Schelp wird in die unternehmerische Tätigkeit zurückkehren. Für seine Rolle bei TUI hatte er seine Aktivitäten bei Turbopass, an der er als Mitgesellschafter beteiligt ist, ausgesetzt. Peter Krueger entwickelte den Hotel- und Kreuzfahrtbereich der TUI sehr erfolgreich weiter und stärkte die Markenpräsenz erheblich.
Mit ihrem Ausscheiden endet das Modell der „zwei Säulen“ und wird durch ein einheitliches System ersetzt, wie eine hochrangige Quelle des Konzerns gegenüber money-tourism betonte. Im Kern schließt die TUI damit einen Transformationszyklus ab und eröffnet einen neuen.
Es wird darauf hingewiesen, dass David Schelp zu Turbopass zurückkehrt, an dem er zu 50 % beteiligt ist.
Die große Wette: Vertikalisierung + KI + globale Plattformen
Die TUI setzt klar auf drei Achsen:
- Vertikale Integration Von Kunden bis zum Hotel und zur gesamten Reiseerfahrung
- Globale Plattformen Zur Kostensenkung und einheitlichen Steuerung
- Künstliche Intelligenz Zur Optimierung von Produkt und operativen Prozessen
Dieses Modell transformiert die TUI von einem „klassischen Reiseveranstalter“ zu einer touristischen Technologieplattform mit eigenen Assets.
Was das für Griechenland und den Mittelmeerraum bedeutet
Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auch auf Märkte wie Griechenland:
- höherer Druck auf Effizienz in Partnerschaften
- stärkere Fokussierung auf eigene Produkte der TUI gegenüber Drittanbietern
- mögliche Umlenkung von Nachfrage hin zu margenstärkeren Destinationen
- eine noch stärker „gesteuerte“ touristische Wertschöpfungskette
Mit anderen Worten: Die TUI wird noch geschlossener und strategischer agieren.
Der nächste Tag
CEO Sebastian Ebel bringt es auf den Punkt: „Die Vertikalisierung ist das Erfolgsmodell der TUI Group, und wir stärken sie jetzt noch weiter.“
Die neue Struktur:
- beschleunigt Entscheidungen
- senkt Kosten
- erhöht die Kontrolle über das gesamte touristische Produkt
Abschließend ist hervorzuheben, dass diese Entwicklungen keine bloße Restrukturierung darstellen. Sie sind eine Botschaft an die gesamte Branche: Der Tourismus tritt in eine Phase der Konsolidierung, Technologisierung und vollständigen Kontrolle der Wertschöpfungskette ein.
Und die TUI zeigt, dass sie die Spielregeln bestimmen will.
Die TUI Group
Die TUI Group ist ein führender globaler Touristikkonzern mit Sitz in Deutschland. Die Aktie ist im MDAX der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im regulierten Markt der Börse Hannover notiert. Der Konzern bietet mehr als 34,7 Millionen Kunden integrierte Dienstleistungen aus einer Hand und deckt die gesamte touristische Wertschöpfungskette unter einem Dach ab.
Der Konzern verfügt über mehr als 460 Hotels und Resorts mit Premium-Marken wie RIU, TUI Blue und Robinson sowie über 18 Kreuzfahrtschiffe, die von der Luxusklasse MS Europa und MS Europa 2 über Expeditionsschiffe der HANSEATIC-Klasse bis hin zur Flotte von Mein Schiff (TUI Cruises) und den Kreuzfahrtschiffen von Marella Cruises im Vereinigten Königreich reichen.
Zum Konzern gehören außerdem führende europäische Reiseveranstaltermarken und Online-Marketingplattformen, beispielsweise für reine Hotel- oder Flugangebote, fünf Fluggesellschaften mit 125 modernen Mittel- und Langstreckenflugzeugen sowie rund 1.200 Reisebüros.
Neben dem Ausbau des Kerngeschäfts in Hotels und Kreuzfahrten durch erfolgreiche Joint Ventures und Aktivitäten in den Urlaubsdestinationen konzentriert sich die TUI zunehmend auf die Entwicklung digitaler Plattformen. Der Konzern transformiert sich zu einem globalen Anbieter von Tourismusplattformen.
Die globale Verantwortung für nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln steht im Zentrum der Unternehmenskultur. Die von der TUI gegründete TUI Care Foundation fokussiert sich auf die positiven Auswirkungen des Tourismus, auf Bildung und Qualifizierung sowie auf die Förderung ökologischer und sozialer Standards mit Projekten in 30 Ländern. Auf diese Weise unterstützt sie die Entwicklung von Urlaubsdestinationen weltweit und schafft neue Perspektiven für die nächste Generation.



















