Dienstag, Juni 9, 2026
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Bank von Griechenland: Anstieg der Touristenankünfte um 38,3 % und der Einnahmen um 64,3 % im ersten Quartal

Das erste Quartal des Jahres verzeichnete eine mehr als Verdopplung des Überschusses der Reisebilanz, da im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 die Ankünfte nicht ansässiger Reisender um 38,3 % und die entsprechenden Einnahmen um 64,3 % auf 1,676 Mrd. Euro stiegen. Allerdings wurde der Überschuss der Dienstleistungsbilanz durch den Rückgang des Überschusses der Transportbilanz sowie durch die Ausweisung eines Defizits in der Bilanz sonstiger Dienstleistungen ausgeglichen.

Nach Angaben der Bank von Griechenland weitete sich das Defizit der Leistungsbilanz um 2 Mrd. Euro gegenüber dem ersten Quartal 2025 aus und belief sich auf 7 Mrd. Euro. Konkret verringerte sich das Defizit im März um 855,2 Mio. Euro gegenüber März 2025 und lag bei 2,3 Mrd. Euro.

Konkret:

Leistungsbilanz

Im März 2026 verringerte sich das Defizit der Leistungsbilanz um 855,2 Mio. Euro gegenüber März 2025 und lag bei 2,3 Mrd. Euro.

Das Defizit der Warenbilanz verringerte sich, da die Exporte stärker stiegen als die Importe. Zu laufenden Preisen stiegen die Exporte um 26,7 % (12,3 % in konstanten Preisen) und die Importe um 7,5 % (2,2 % in konstanten Preisen). Allerdings stiegen die Exporte von Waren ohne Energie zu laufenden Preisen um 11,1 % (8,2 % in konstanten Preisen), während die Importe von Waren ohne Energie um 13,3 % zunahmen (12,6 % in konstanten Preisen).


Der Überschuss der Dienstleistungsbilanz verzeichnete einen deutlichen Anstieg, da sich der Überschuss der Reisebilanz mehr als verdoppelte und der Überschuss der Transportbilanz leicht zunahm, während die Bilanz sonstiger Dienstleistungen im März 2026 ein Defizit gegenüber einem Überschuss im März 2025 aufwies. Im Vergleich zu März 2025 stiegen die Ankünfte nicht ansässiger Reisender um 38,1 % und die entsprechenden Einnahmen um 55,6 %.

Das Defizit der Primäreinkommensbilanz halbierte sich nahezu im Vergleich zum entsprechenden Monat 2025, was den Rückgang der Nettozahlungen für Zinsen, Dividenden und Gewinne widerspiegelt, der weitgehend durch den Rückgang der Nettoeinnahmen aus sonstigen Primäreinkommen ausgeglichen wurde. Das Defizit der Sekundäreinkommensbilanz weitete sich im März 2026 aus, infolge höherer Nettozahlungen der öffentlichen Verwaltung, teilweise ausgeglichen durch geringere Nettozahlungen in den übrigen, nicht staatlichen Sektoren der Wirtschaft.

Im ersten Quartal 2026 weitete sich das Defizit der Leistungsbilanz um 2,0 Mrd. Euro gegenüber dem ersten Quartal 2025 aus und erreichte 7,0 Mrd. Euro. Das Defizit der Warenbilanz verringerte sich, da der Anstieg der Exporte den der Importe übertraf. Zu laufenden Preisen stiegen die Exporte um 4,3 % (1,6 % in konstanten Preisen), während die Importe um 0,8 % leicht zunahmen (in konstanten Preisen unverändert). Auch die Exporte von Waren ohne Energie stiegen um 3,4 %, während die entsprechenden Importe um 6,2 % zunahmen (1,0 % bzw. 5,6 % in konstanten Preisen).

Der Überschuss der Dienstleistungsbilanz weitete sich aus, aufgrund der mehr als Verdopplung des Reiseüberschusses, der jedoch fast zur Hälfte durch den Rückgang des Transportüberschusses und durch das Auftreten eines Defizits in der sonstigen Dienstleistungsbilanz kompensiert wurde. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stiegen die Ankünfte nicht ansässiger Reisender um 38,3 % und die entsprechenden Einnahmen um 64,3 %.

Das Defizit der Primäreinkommensbilanz stieg gegenüber dem ersten Quartal 2025, aufgrund geringerer Nettoeinnahmen aus sonstigen Primäreinkommen, teilweise ausgeglichen durch niedrigere Nettozahlungen für Zinsen, Dividenden und Gewinne. Der Überschuss der Sekundäreinkommensbilanz verringerte sich im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum, hauptsächlich aufgrund geringerer Nettoeinnahmen in den übrigen, nicht staatlichen Sektoren.

Kapitalbilanz

Im März 2026 stieg der Überschuss der Kapitalbilanz gegenüber März 2025 auf 132,9 Mio. Euro, was auf Nettozuflüsse statt Nettoabflüsse in den übrigen, nicht staatlichen Sektoren zurückzuführen ist, die nahezu vollständig durch nahezu neutrale Nettoabflüsse statt Nettozuflüsse im öffentlichen Sektor ausgeglichen wurden.

Im ersten Quartal 2026 wies die Kapitalbilanz ein Defizit gegenüber einem Überschuss im ersten Quartal 2025 auf und belief sich auf 130,1 Mio. Euro, hauptsächlich aufgrund nahezu neutraler Nettoabflüsse statt Nettozuflüssen im öffentlichen Sektor.

Gesamte Leistungs- und Kapitalbilanz

Im März 2026 verringerte sich das Defizit der gesamten Leistungs- und Kapitalbilanz (das den Finanzierungsbedarf der Wirtschaft gegenüber dem Ausland widerspiegelt) gegenüber März 2025 auf 2,2 Mrd. Euro.

Im ersten Quartal 2026 stieg das Defizit der gesamten Leistungs- und Kapitalbilanz gegenüber dem ersten Quartal 2025 auf 7,1 Mrd. Euro.

Finanzielle Transaktionen

Im März 2026 verzeichneten die Forderungen der Inländer gegenüber dem Ausland in der Kategorie der Direktinvestitionen Nettozuflüsse in Höhe von 219,6 Mio. Euro, während die Verbindlichkeiten der Inländer gegenüber dem Ausland Nettozuflüsse in Höhe von 600,9 Mio. Euro auswiesen.

Bei den Portfolioinvestitionen spiegelt der Anstieg der Forderungen der Inländer gegenüber dem Ausland eine Zunahme ihrer Anlagen in ausländische Anleihen und Schatzwechsel um 2,1 Mrd. Euro wider. Der Rückgang ihrer Verbindlichkeiten ist auf eine Verringerung der Investitionen nicht ansässiger Investoren in griechische Anleihen und Schatzwechsel um 1,7 Mrd. Euro zurückzuführen.

In der Kategorie der sonstigen Investitionen wurde ein Rückgang der Forderungen der Inländer gegenüber dem Ausland verzeichnet, aufgrund der Verringerung der Anlagen in Einlagen und Repos im Ausland um 4,9 Mrd. Euro, die teilweise durch die Zunahme der Kreditvergabe inländischer Finanzinstitute an Nichtansässige um 339,3 Mio. Euro sowie durch die statistische Anpassung im Zusammenhang mit der Ausgabe von Banknoten (um 247,0 Mio. Euro) ausgeglichen wurde. Der Anstieg der Verbindlichkeiten spiegelt vor allem die Zunahme der Einlagen und Repos nicht ansässiger Investoren in Griechenland um 905,0 Mio. Euro (einschließlich des TARGET-Kontos) wider und in geringerem Maße die statistische Anpassung im Zusammenhang mit der Ausgabe von Banknoten (um 247,0 Mio. Euro).

Im ersten Quartal 2026 verzeichneten die Forderungen der Inländer gegenüber dem Ausland in der Kategorie der Direktinvestitionen Zuflüsse in Höhe von 1,3 Mrd. Euro, während die Verbindlichkeiten der Inländer gegenüber dem Ausland, die Direktinvestitionen nicht ansässiger Investoren in Griechenland entsprechen, Zuflüsse in Höhe von 3,6 Mrd. Euro auswiesen.

Bei den Portfolioinvestitionen ist die Ausweitung der Forderungen der Inländer gegenüber dem Ausland hauptsächlich auf den Anstieg der Anlagen in ausländische Anleihen und Schatzwechsel um 2,2 Mrd. Euro sowie in geringerem Maße auf die Zunahme der Anlagen in Aktien nicht ansässiger Unternehmen um 686,2 Mio. Euro zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten spiegelt die Zunahme der Investitionen nicht ansässiger Investoren in griechische Anleihen und Schatzwechsel um 3,9 Mrd. Euro wider, die teilweise durch einen Rückgang der Investitionen in Aktien inländischer Unternehmen um 1,3 Mrd. Euro ausgeglichen wurde.

Bei den sonstigen Investitionen ist die Ausweitung der Forderungen der Inländer gegenüber dem Ausland in erster Linie auf den Anstieg der Kreditvergabe inländischer Finanzinstitute an Nichtansässige um 1,5 Mrd. Euro und in zweiter Linie auf die statistische Anpassung im Zusammenhang mit der Ausgabe von Banknoten (um 1,1 Mrd. Euro) zurückzuführen, die teilweise durch den Rückgang der Anlagen in Einlagen und Repos im Ausland um 1,7 Mrd. Euro ausgeglichen wurden. Der Anstieg der Verbindlichkeiten steht hauptsächlich im Zusammenhang mit der Zunahme der Einlagen und Repos nicht ansässiger Investoren in Griechenland um 5,7 Mrd. Euro (einschließlich des TARGET-Kontos) sowie in geringerem Maße mit der statistischen Anpassung im Zusammenhang mit der Ausgabe von Banknoten (um 1,1 Mrd. Euro), die teilweise durch den Rückgang der Kreditverbindlichkeiten gegenüber Nichtansässigen um 2,1 Mrd. Euro kompensiert wurde.

Zum Ende März 2026 beliefen sich die Währungsreserven des Landes auf 21,4 Mrd. Euro gegenüber 15,7 Mrd. Euro zum Ende März 2025.

 

BWH

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