{"id":432656,"date":"2025-11-03T09:16:37","date_gmt":"2025-11-03T07:16:37","guid":{"rendered":"https:\/\/money-tourism.gr\/?p=432656"},"modified":"2025-11-03T09:17:30","modified_gmt":"2025-11-03T07:17:30","slug":"europaeischer-gerichtshof-volle-rueckerstattung-fuer-reisen-bei-denen-die-versprochenen-leistungen-nicht-erbracht-wurden-urteil-zu-katastrophenreise-nach-albanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/money-tourism.gr\/de\/europaeischer-gerichtshof-volle-rueckerstattung-fuer-reisen-bei-denen-die-versprochenen-leistungen-nicht-erbracht-wurden-urteil-zu-katastrophenreise-nach-albanien\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4ischer Gerichtshof: Volle R\u00fcckerstattung f\u00fcr Reisen, bei denen die versprochenen Leistungen nicht erbracht wurden | Urteil zu \u201eKatastrophenreise\u201c nach Albanien!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pauschalreisen: Bei nicht ordnungsgem\u00e4\u00dfer Vertragserf\u00fcllung kann dem Reisenden der gesamte von ihm gezahlte Reisepreis erstattet werden, selbst wenn ihm teilweise Leistungen erbracht wurden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die mangelhafte Erbringung der Reisedienstleistungen so gravierend ist, dass das Reiseangebot als nichtig anzusehen ist und die Reise objektiv keinen Interesse mehr f\u00fcr den Reisenden darstellt. Dies geht aus einem Urteil des <a href=\"https:\/\/money-tourism.gr\/?s=%CE%94%CE%B9%CE%BA%CE%B1%CF%83%CF%84%CE%AE%CF%81%CE%B9%CE%BF+%CE%95%CF%85%CF%81%CF%89%CF%80%CE%B1%CF%8A%CE%BA%CE%AE%CF%82+%CE%88%CE%BD%CF%89%CF%83%CE%B7%CF%82\">Europ\u00e4ischen Gerichtshofs<\/a> hervor, das von besonderer Bedeutung f\u00fcr die Reisebranche ist.<\/strong><\/p><div class=\"money-content_2\" id=\"money-3020196303\"><ul id=\"money-grid-35365\"><li><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.365jobs.gr\/global-mobility?localization=en&#038;utm_source=MoneyTourismDE&#038;utm_medium=Banner&#038;utm_campaign=GlobalMobility\" rel=\"noopener\" class=\"adv-link\" aria-label=\"336x280_DE\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/336x280_DE.jpg\" alt=\"\"  width=\"336\" height=\"280\"  style=\"opacity: 1 !important;\" \/><\/a><\/li><li class=\"last\"><div style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;text-align: center;\" id=\"money-3243676389\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.365jobs.gr\/global-mobility?localization=en&#038;utm_source=MoneyTourismEN&#038;utm_medium=Banner&#038;utm_campaign=GlobalMobility\" rel=\"noopener\" class=\"adv-link\" aria-label=\"336x280_EN\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/336x280_EN.jpg\" alt=\"\"  width=\"336\" height=\"280\"  style=\"display: inline-block;opacity: 1 !important;\" \/><\/a><\/div><\/li><\/ul><style>#money-grid-35365{list-style:none;margin:0;padding:0;overflow:hidden;}#money-grid-35365>li{float:left;width:49%;min-width:250px;list-style:none;margin:0 1% 1% 0;;padding:0;overflow:hidden;}#money-grid-35365>li.last{margin-right:0;}#money-grid-35365>li.last+li{clear:both;}@media only screen and (max-width:768px) {#money-grid-35365>li{width:100%;}}<\/style><\/div>\n<p data-start=\"32\" data-end=\"872\">Zwei polnische Reisende traten eine \u201eAll-Inclusive\u201c-Unterkunft in einem F\u00fcnf-Sterne-Hotel in Albanien an. Bereits am Tag nach ihrer Ankunft wurden sie durch den L\u00e4rm von Abrissarbeiten geweckt, die von den albanischen Beh\u00f6rden bez\u00fcglich der Hotelpools angeordnet worden waren. Diese Arbeiten dauerten vier Tage, jeweils von 7:30 bis 19:30 Uhr, und wurden erst abgeschlossen, nachdem die Pools, die Strandpromenade und der gepflasterte Zugang zum Meer vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt waren. Die G\u00e4ste mussten zudem lange Warteschlangen f\u00fcr das Mittagessen in Kauf nehmen und sich bereits zu Beginn der Essenszeiten einfinden, da die verf\u00fcgbaren Portionen begrenzt waren. Auch die Bereitstellung des Nachmittagsimbisses wurde eingestellt. In den letzten drei Tagen ihres Aufenthalts begannen zus\u00e4tzliche Bauarbeiten f\u00fcr einen f\u00fcnften Stock des Hotels.<\/p><div class=\"money-content\" style=\"float: left;\" id=\"money-3405684676\"><div style=\"margin-left: -15px;float: left;clear: both;\" class=\"keno2\" id=\"money-1065435933\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/youtu.be\/gW9fha7nygg?si=T5QNj6JmBtQagVnQ\" rel=\"noopener\" class=\"adv-link\"><div class=\"ad-desktop\">\r\n\t<ins class='dcmads' style='display:inline-block;width:970px;height:250px'\r\n    data-dcm-placement='N7033.2404308MONEY-TOURISM\/B34828307.445601741'\r\n    data-dcm-rendering-mode='iframe'\r\n    data-dcm-https-only\r\n    data-dcm-api-frameworks='[APIFRAMEWORKS]'\r\n    data-dcm-omid-partner='[OMIDPARTNER]'\r\n    data-dcm-gdpr-applies='gdpr=${GDPR}'\r\n    data-dcm-gdpr-consent='gdpr_consent=${GDPR_CONSENT_755}'\r\n    data-dcm-addtl-consent='addtl_consent=${ADDTL_CONSENT}'\r\n    data-dcm-ltd='false'\r\n    data-dcm-resettable-device-id=''\r\n    data-dcm-app-id=''>\r\n  <script src='https:\/\/www.googletagservices.com\/dcm\/dcmads.js'><\/script>\r\n<\/ins>\r\n<\/div><div class=\"ad-mobile\">\r\n\t<ins class='dcmads' style='display:inline-block;width:300px;height:250px'\r\n    data-dcm-placement='N7033.2404308MONEY-TOURISM\/B34828307.445732604'\r\n    data-dcm-rendering-mode='iframe'\r\n    data-dcm-https-only\r\n    data-dcm-api-frameworks='[APIFRAMEWORKS]'\r\n    data-dcm-omid-partner='[OMIDPARTNER]'\r\n    data-dcm-gdpr-applies='gdpr=${GDPR}'\r\n    data-dcm-gdpr-consent='gdpr_consent=${GDPR_CONSENT_755}'\r\n    data-dcm-addtl-consent='addtl_consent=${ADDTL_CONSENT}'\r\n    data-dcm-ltd='false'\r\n    data-dcm-resettable-device-id=''\r\n    data-dcm-app-id=''>\r\n  <script src='https:\/\/www.googletagservices.com\/dcm\/dcmads.js'><\/script>\r\n<\/ins>\r\n<\/div><\/a><\/div><br style=\"clear: both; display: block; float: none;\"\/><\/div>\n<p data-start=\"32\" data-end=\"872\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-432375\" src=\"https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/dikastirio-europe-2025-lanneau_3et1_le_parvis-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1718\" srcset=\"https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/dikastirio-europe-2025-lanneau_3et1_le_parvis-scaled.jpg 2560w, https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/dikastirio-europe-2025-lanneau_3et1_le_parvis-1536x1031.jpg 1536w, https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/dikastirio-europe-2025-lanneau_3et1_le_parvis-2048x1375.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p data-start=\"874\" data-end=\"1643\">Die Reisenden wandten sich an die polnische Justiz mit der Forderung nach R\u00fcckerstattung des vollen Reisepreises und Schadensersatz. Um die Rechte der Reisenden gem\u00e4\u00df der Pauschalreiserichtlinie zu kl\u00e4ren, bat das polnische Gericht den Europ\u00e4ischen Gerichtshof um Vorabentscheidung. Das Gericht entschied, dass ein Reisender Anspruch auf R\u00fcckerstattung des vollen Reisepreises hat, nicht nur, wenn alle Reiseleistungen nicht oder mangelhaft erbracht wurden, sondern auch dann, wenn die mangelhafte Erbringung so schwerwiegend ist, dass das Paket seinen Zweck verliert und die Reise objektiv kein Interesse mehr f\u00fcr den Reisenden hat. Es liegt im Ermessen des nationalen Gerichts, unter Ber\u00fccksichtigung aller Umst\u00e4nde zu pr\u00fcfen, ob dies im vorliegenden Fall zutrifft.<\/p>\n<p data-start=\"1645\" data-end=\"1943\">Das Gericht weist au\u00dferdem darauf hin, dass die Richtlinie ausschlie\u00dflich dazu dient, das vertragliche Gleichgewicht zwischen Reisenden und Reiseveranstaltern wiederherzustellen. Sie erm\u00f6glicht hingegen keine Sanktionen gegen den Veranstalter, insbesondere keine punitive Schadensersatzzahlungen.<\/p>\n<p data-start=\"1945\" data-end=\"2238\">Zudem erinnert das Gericht daran, dass der Reisende keinen Anspruch auf Schadensersatz hat, wenn der Veranstalter nachweist, dass die Nichterf\u00fcllung oder mangelhafte Erf\u00fcllung der Reiseleistungen auf einen Dritten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist und dieser unvorhersehbar oder unvermeidbar gehandelt hat.<\/p>\n<p data-start=\"2240\" data-end=\"2519\">Nach der Richtlinie h\u00e4ngt die Entlastung von der Haftung gegen\u00fcber dem Reisenden nicht von einer m\u00f6glichen Verschuldenshaftung des Dritten ab. Die Richtlinie widerspricht somit dem polnischen Recht, nach dem der Veranstalter die Verschuldenshaftung des Dritten nachweisen muss.<\/p>\n<p data-start=\"2521\" data-end=\"3373\">Hinsichtlich der Frage, ob die Abrissarbeiten als \u201eunvermeidbare und au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c anzusehen sind, die den Veranstalter von der Entsch\u00e4digungspflicht befreien, stellt das Gericht fest, dass diese Arbeiten auf einer Ma\u00dfnahme einer \u00f6ffentlichen Beh\u00f6rde beruhen. Solche Ma\u00dfnahmen werden jedoch transparent und nach vorheriger Bekanntmachung getroffen. Es obliegt daher dem nationalen Gericht zu pr\u00fcfen, ob der Reiseveranstalter oder der Betreiber der touristischen Einrichtung \u00fcber das Verfahren, das zur Abrissentscheidung f\u00fchrte, informiert war, ggf. daran teilgenommen hat oder den Inhalt der Entscheidung vor der Ausf\u00fchrung kannte. Wenn eine solche Beteiligung oder Information erfolgte, gelten die Abrisse nicht als unvorhersehbar, und der Veranstalter kann sich nicht von seiner Entsch\u00e4digungspflicht gegen\u00fcber den Reisenden befreien.<\/p>\n<p data-start=\"3375\" data-end=\"3910\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">HINWEIS: Mit einem Vorabentscheidungsverfahren k\u00f6nnen die Gerichte der Mitgliedstaaten dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof Fragen zur Auslegung des Unionsrechts oder zur G\u00fcltigkeit von Rechtsakten der Union vorlegen, die im Rahmen des anh\u00e4ngigen Rechtsstreits relevant sind. Das Gericht entscheidet nicht \u00fcber den anh\u00e4ngigen Streitfall selbst. Es obliegt dem nationalen Gericht, den Streit unter Ber\u00fccksichtigung des Urteils des EuGH zu entscheiden. Dieses Urteil bindet jedes andere nationale Gericht, vor dem ein \u00e4hnliches Problem auftritt.<\/p>\n<p data-start=\"0\" data-end=\"10\"><strong>Das Urteil<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"12\" data-end=\"67\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Der vollst\u00e4ndige Wortlaut des <a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/upload\/docs\/application\/pdf\/2025-10\/cp250134de.pdf\">Urteils<\/a> lautet wie folgt:<\/p>\n<p class=\"C19Centre\" style=\"text-align: center;\">URTEIL DES GERICHTSHOFS (Zehnte Kammer)<\/p>\n<p class=\"C19Centre\" style=\"text-align: center;\">23.\u00a0Oktober 2025(<a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf;jsessionid=C527D39514E06A150B8369D8C168D705?text=&amp;docid=305425&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=9503793#Footnote*\" name=\"Footref*\">*<\/a>)<\/p>\n<p class=\"C71Indicateur\">\u201e Vorlage zur Vorabentscheidung \u2013 Richtlinie (EU) 2015\/2302 \u2013 Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen \u2013 Erbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen \u2013 Vertragswidrigkeit \u2013 Art.\u00a014 Abs.\u00a01 \u2013 Anspruch auf eine angemessene Preisminderung \u2013 Art.\u00a014 Abs.\u00a02 \u2013 Anspruch auf angemessenen Ersatz des Schadens \u2013 Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b \u2013 Umst\u00e4nde, die den Anspruch des Reisenden auf Schadensersatz ausschlie\u00dfen \u2013 Vertragswidrigkeit, die einem Dritten zuzurechnen ist, der an der Erbringung der in dem Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die weder vorhersehbar noch vermeidbar war \u2013 Nachweis von Verschulden \u2013 Art.\u00a04 \u2013 Grad der Harmonisierung \u2013 Volle Erstattung trotz teilweiser Erbringung der Leistungen \u2013 Art.\u00a01 \u2013 Hohes Verbraucherschutzniveau \u2013 Art.\u00a025 \u2013 Sanktionen \u2013 Art.\u00a03 Nr.\u00a012 \u2013 Begriff \u201aunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u2018 \u2013 Akt der \u00f6ffentlichen Gewalt \u201c<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">In der Rechtssache C\u2011469\/24 [Tuleka](<a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf;jsessionid=C527D39514E06A150B8369D8C168D705?text=&amp;docid=305425&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=9503793#Footnotei\" name=\"Footrefi\">i<\/a>)<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Art.\u00a0267 AEUV, eingereicht vom S\u0105d Rejonowy w Rzeszowie (Rayongericht Rzesz\u00f3w, Polen) mit Entscheidung vom 27.\u00a0M\u00e4rz 2024, beim Gerichtshof eingegangen am 3.\u00a0Juli 2024, in dem Verfahren<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\"><b>B.\u00a0F. (1),<\/b><\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\"><b>B.\u00a0F. (2)<\/b><\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">gegen<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\"><b>Z. sp. z o.o.<\/b><\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">erl\u00e4sst<\/p>\n<p class=\"C19Centre\">DER GERICHTSHOF (Zehnte Kammer)<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">unter Mitwirkung des Richters E.\u00a0Regan in Wahrnehmung der Aufgaben des Kammerpr\u00e4sidenten sowie der Richter D.\u00a0Gratsias und B.\u00a0Smulders (Berichterstatter),<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">Generalanw\u00e4ltin: L.\u00a0Medina,<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">Kanzler: A.\u00a0Calot Escobar,<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">aufgrund des schriftlichen Verfahrens,<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">unter Ber\u00fccksichtigung der Erkl\u00e4rungen<\/p>\n<p class=\"C03Tiretlong\">\u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0der polnischen Regierung, vertreten durch B.\u00a0Majczyna und D.\u00a0Lutosta\u0144ska als Bevollm\u00e4chtigte,<\/p>\n<p class=\"C03Tiretlong\">\u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0der tschechischen Regierung, vertreten durch M.\u00a0Smolek, S.\u00a0\u0160indelkov\u00e1 und J.\u00a0Vl\u00e1\u010dil als Bevollm\u00e4chtigte,<\/p>\n<p class=\"C03Tiretlong\">\u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0der griechischen Regierung, vertreten durch Z.\u00a0Chatzipavlou und C.\u00a0Kokkosi als Bevollm\u00e4chtigte,<\/p>\n<p class=\"C03Tiretlong\">\u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0der Europ\u00e4ischen Kommission, vertreten durch I.\u00a0Rubene und A.\u00a0Szmytkowska als Bevollm\u00e4chtigte,<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">aufgrund der nach Anh\u00f6rung der Generalanw\u00e4ltin ergangenen Entscheidung, ohne Schlussantr\u00e4ge \u00fcber die Rechtssache zu entscheiden,<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">folgendes<\/p>\n<p class=\"C75Debutdesmotifs\"><b>Urteil<\/b><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point1\"><\/a>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Das Vorabentscheidungsersuchen betrifft die Auslegung von Art.\u00a01, Art.\u00a03 Nr.\u00a012, Art.\u00a04 und Art.\u00a014 Abs.\u00a01 bis 3 der Richtlinie (EU) 2015\/2302 des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 25.\u00a0November 2015 \u00fcber Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen, zur \u00c4nderung der Verordnung (EG) Nr.\u00a02006\/2004 und der Richtlinie 2011\/83\/EU des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 90\/314\/EWG des Rates (ABl.\u00a02015, L\u00a0326, S.\u00a01).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point2\"><\/a>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Es ergeht im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen den zwei Reisenden B.\u00a0F. (1) und B.\u00a0F. (2) und einem Reiseveranstalter, Z. sp. z o.o., \u00fcber die von diesen Reisenden geforderte Erstattung und Schadensersatzzahlung im Anschluss an eine nicht wie vereinbart verlaufene Pauschalreise.<\/p>\n<p class=\"C04Titre1\">\u00a0<b>Rechtlicher Rahmen<\/b><\/p>\n<p class=\"C05Titre2\">\u00a0<i><b>Unionsrecht<\/b><\/i><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point3\"><\/a>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0In den Erw\u00e4gungsgr\u00fcnden 3 und 31 der Richtlinie 2015\/2302 hei\u00dft es:<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">\u201e(3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Artikel 169 Absatz 1 und Artikel 169 Absatz 2 Buchstabe a [AEUV] bestimmen, dass die Union durch die Ma\u00dfnahmen, die sie nach Artikel\u00a0114 AEUV erl\u00e4sst, einen Beitrag zur Erreichung eines hohen Verbraucherschutzniveaus leistet.<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">\u2026<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">(31)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Reisende sollten jederzeit vor Beginn der Pauschalreise gegen Zahlung einer angemessenen und vertretbaren R\u00fccktrittsgeb\u00fchr\u00a0\u2013 unter Ber\u00fccksichtigung der erwarteten ersparten Aufwendungen sowie der Einnahmen aus einer anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen\u00a0\u2013 von dem Pauschalreisevertrag zur\u00fccktreten k\u00f6nnen. Zudem sollten sie ohne Zahlung einer R\u00fccktrittsgeb\u00fchr vom Pauschalreisevertrag zur\u00fccktreten k\u00f6nnen, wenn die Durchf\u00fchrung der Reise durch unvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde erheblich beeintr\u00e4chtigt wird. Dies kann zum Beispiel Kriegshandlungen, andere schwerwiegende Beeintr\u00e4chtigungen der Sicherheit wie Terrorismus, erhebliche Risiken f\u00fcr die menschliche Gesundheit wie einen Ausbruch einer schweren Krankheit am Reiseziel oder Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Erdbeben oder Witterungsverh\u00e4ltnisse, die eine sichere Reise an das im Pauschalreisevertrag vereinbarte Reiseziel unm\u00f6glich machen, umfassen.\u201c<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point4\"><\/a>4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a01 (\u201eGegenstand\u201c) der Richtlinie 2015\/2302 lautet:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201eDer Zweck dieser Richtlinie ist die Angleichung bestimmter Aspekte der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten f\u00fcr Vertr\u00e4ge \u00fcber Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen zwischen Reisenden und Unternehmern, um so zum ordnungsgem\u00e4\u00dfen Funktionieren des Binnenmarkts und zu einem hohen und m\u00f6glichst einheitlichen Verbraucherschutzniveau beizutragen.\u201c<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point5\"><\/a>5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a03 (\u201eBegriffsbestimmungen\u201c) dieser Richtlinie bestimmt:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201eF\u00fcr die Zwecke dieser Richtlinie bezeichnet der Ausdruck<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u2026<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">12.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u201aunvermeidbare und au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u2018 eine Situation au\u00dferhalb der Kontrolle der Partei, die eine solche Situation geltend macht, deren Folgen sich auch dann nicht h\u00e4tten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden w\u00e4ren;<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">13.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u201aVertragswidrigkeit\u2018 die Nichterbringung oder mangelhafte Erbringung der in einer Pauschalreise zusammengefassten Reiseleistungen;<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">\u2026\u201c<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point6\"><\/a>6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a04 (\u201eGrad der Harmonisierung\u201c) der Richtlinie sieht vor:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201eSofern diese Richtlinie nichts anderes bestimmt, erhalten die Mitgliedstaaten weder von den Bestimmungen dieser Richtlinie abweichende nationale Rechtsvorschriften aufrecht noch f\u00fchren sie solche ein; dies gilt auch f\u00fcr strengere oder weniger strenge Rechtsvorschriften zur Gew\u00e4hrleistung eines anderen Schutzniveaus f\u00fcr den Reisenden.\u201c<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point7\"><\/a>7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0In Art.\u00a013 (\u201eHaftung f\u00fcr die Erbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen\u201c) der Richtlinie 2015\/2302 hei\u00dft es:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201e(1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass der Reiseveranstalter f\u00fcr die Erbringung der in dem Pauschalreisevertrag enthaltenen Reiseleistungen haftet, unabh\u00e4ngig davon, ob diese Leistungen vom Reiseveranstalter oder anderen Erbringern von Reiseleistungen zu erbringen sind.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">Die Mitgliedstaaten k\u00f6nnen in ihren nationalen Rechtsvorschriften Bestimmungen beibehalten oder einf\u00fchren, wonach auch der Reisevermittler f\u00fcr die Erbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen haftet. In diesem Falle gelten alle Bestimmungen des Artikels 7 und des Kapitels III, des vorliegenden Kapitels und des Kapitels V, die f\u00fcr den Reiseveranstalter gelten, auch f\u00fcr den Reisevermittler entsprechend.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u2026<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">(3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bei Vertragswidrigkeit einer Reiseleistung hilft der Reiseveranstalter dem Mangel ab, es sei denn, dies ist<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0unm\u00f6glich oder<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0unter Ber\u00fccksichtigung des Ausma\u00dfes des Mangels und des Werts der betroffenen Reiseleistung mit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Kosten verbunden.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">Hilft der Reiseveranstalter dem Mangel gem\u00e4\u00df Unterabsatz 1 Buchstaben a und b des vorliegenden Absatzes nicht ab, so gilt Artikel 14.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u2026<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">(5)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Kann ein erheblicher Teil der Reiseleistungen nicht dem Pauschalreisevertrag gem\u00e4\u00df erbracht werden, so bietet der Reiseveranstalter ohne Mehrkosten f\u00fcr den Reisenden angemessene andere Vorkehrungen zur Fortsetzung der Pauschalreise an, die nach M\u00f6glichkeit den vertraglich vereinbarten Leistungen qualitativ gleichwertig oder h\u00f6herwertig sind; dies gilt auch dann, wenn der Reisende nicht wie vereinbart an den Ort der Abreise zur\u00fcckbef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">Haben die vorgeschlagenen anderen Vorkehrungen eine Pauschalreise von geringerer Qualit\u00e4t als die in dem Pauschalreisevertrag vereinbarte Leistung zur Folge, so gew\u00e4hrt der Reiseveranstalter dem Reisenden eine angemessene Preisminderung.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">Der Reisende kann die vorgeschlagenen anderen Vorkehrungen nur dann ablehnen, wenn diese nicht mit den in dem Pauschalreisevertrag vereinbarten Leistungen vergleichbar sind oder die gew\u00e4hrte Preisminderung nicht angemessen ist.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u2026\u201c<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point8\"><\/a>8\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a014 (\u201ePreisminderung und Schadenersatz\u201c) dieser Richtlinie bestimmt:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201e(1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass der Reisende Anspruch auf eine angemessene Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum hat, in dem eine Vertragswidrigkeit vorlag, es sei denn, der Reiseveranstalter belegt, dass die Vertragswidrigkeit dem Reisenden zuzurechnen ist.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">(2)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Der Reisende hat gegen den Reiseveranstalter Anspruch auf angemessenen Ersatz des Schadens, den er infolge der Vertragswidrigkeit erlitten hat. Der Schadenersatz ist unverz\u00fcglich zu leisten.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">(3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Der Reisende hat keinen Anspruch auf Schadenersatz, wenn der Reiseveranstalter nachweist, dass die Vertragswidrigkeit<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0dem Reisenden zuzurechnen ist,<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0einem Dritten zuzurechnen ist, der an der Erbringung der in dem Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar war oder<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">c)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0durch unvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde bedingt war.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u2026\u201c<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point9\"><\/a>9\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a025 (\u201eSanktionen\u201c) der Richtlinie 2015\/2302 lautet:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201eDie Mitgliedstaaten legen Sanktionen f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen die aufgrund dieser Richtlinie erlassenen innerstaatlichen Vorschriften fest und treffen die erforderlichen Ma\u00dfnahmen, um die Anwendung dieser Sanktionen sicherzustellen. Die Sanktionen m\u00fcssen wirksam, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und abschreckend sein.\u201c<\/p>\n<p class=\"C05Titre2\">\u00a0<i><b>Polnisches Recht<\/b><\/i><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point10\"><\/a>10\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a04 der Ustawa o imprezach turystycznych i powi\u0105zanych us\u0142ugach turystycznych (Gesetz \u00fcber Pauschalreisen und verbundene touristische Dienstleistungen) vom 24.\u00a0November 2017 (Dz.\u00a0U. 2017, Pos.\u00a02361) in der auf den Ausgangsrechtsstreit anwendbaren Fassung (im Folgenden: Reisegesetz) sieht vor:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201e\u2026<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">15.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Unvermeidbare und au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde \u2013 darunter ist eine Situation zu verstehen, die au\u00dferhalb der Kontrolle der Partei ist, die eine solche Situation geltend macht, deren Folgen sich auch dann nicht h\u00e4tten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden w\u00e4ren;<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">16.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Vertragswidrigkeit \u2013 darunter ist die Nichterbringung oder mangelhafte Erbringung der in einer Pauschalreise zusammengefassten Reiseleistungen zu verstehen;<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u2026\u201c<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point11\"><\/a>11\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a050 dieses Gesetzes bestimmt:<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">\u201e(1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Der Reisende hat Anspruch auf eine Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum, in dem die Vertragswidrigkeit festgestellt wurde, es sei denn, die Vertragswidrigkeit wurde durch ein alleiniges Handeln oder Unterlassen des Reisenden verursacht.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">(2)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Der Reisende hat Anspruch auf Ersatz des materiellen und immateriellen Schadens, den er infolge der Vertragswidrigkeit erlitten hat. Der Reiseveranstalter muss unverz\u00fcglich Schadensersatz leisten.<\/p>\n<p class=\"C02AlineaAltA\">(3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Der Reisende hat keinen Anspruch auf Schadensersatz infolge der Vertragswidrigkeit, wenn der Reiseveranstalter nachweist, dass:<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die Vertragswidrigkeit vom Reisenden verschuldet wurde;<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die Vertragswidrigkeit auf das Verschulden eines Dritten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, der an der Erbringung der im Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar war;<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0die Vertragswidrigkeit durch unvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde bedingt war.<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">\u2026\u201c<\/p>\n<p class=\"C04Titre1\">\u00a0<b>Ausgangsrechtsstreit und Vorlagefragen<\/b><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point12\"><\/a>12\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Am 27.\u00a0Juli 2022 schlossen die Kl\u00e4ger des Ausgangsverfahrens mit der Beklagten des Ausgangsverfahrens einen Vertrag \u00fcber eine Reise nach Albanien und einen All-inclusive-Aufenthalt in einem F\u00fcnfsternehotel vom 1.\u00a0September bis zum 8.\u00a0September 2023 zu einem Preis von 8\u00a0696\u00a0Zloty (PLN) (etwa 2\u00a0048\u00a0Euro).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point13\"><\/a>13\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Am ersten Tag des Aufenthalts wurden die Kl\u00e4ger des Ausgangsverfahrens durch den beim Abriss der zwei Schwimmbecken des Hotels entstehenden L\u00e4rm geweckt. Diese Arbeiten dauerten vom ersten bis zum vierten Tag ihres Aufenthalts, jeweils von 7.30\u00a0Uhr bis 19.30\u00a0Uhr. Sie waren von den albanischen Beh\u00f6rden angeordnet worden und wurden im Beisein verschiedener Medien und der Polizei durchgef\u00fchrt. Die Arbeiten f\u00fchrten zum Abriss der Schwimmbecken, der Strandpromenade, der gepflasterten Uferpromenade mit Abstieg zum Meer und der Infrastruktur am Ufer.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point14\"><\/a>14\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0W\u00e4hrend des Aufenthalts mussten die Kl\u00e4ger in langen Schlangen anstehen, um ihre Mahlzeiten zu erhalten, und mussten zu Beginn des angegebenen Zeitfensters zu den Mahlzeiten kommen, da nur eine geringe Zahl von Mahlzeiten serviert wurde. Das f\u00fcr 17.00 Uhr vorgesehene Snackangebot entfiel.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point15\"><\/a>15\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Im \u00dcbrigen wurde in den letzten drei Tagen des Aufenthalts mit den Bauarbeiten f\u00fcr die Aufstockung des Hotels um ein f\u00fcnftes Stockwerk begonnen. Die f\u00fcr diese Arbeiten erforderlichen Baumaterialien wurden mit den Aufz\u00fcgen transportiert, die auch von den G\u00e4sten des Hotels genutzt wurden.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point16\"><\/a>16\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Im Anschluss an diesen Aufenthalt forderten die Kl\u00e4ger des Ausgangsverfahrens von der Beklagten des Ausgangsverfahrens eine Schadensersatzzahlung in H\u00f6he von 22\u00a0696\u00a0PLN (etwa 5\u00a0346\u00a0Euro)\u00a0\u2013 8\u00a0696\u00a0PLN (etwa 2\u00a0048\u00a0Euro) als Ersatz des ihnen durch die schuldhafte Nichterf\u00fcllung des in Rede stehenden Pauschalreisevertrags durch die Beklagte des Ausgangsverfahrens entstandenen materiellen Schadens und 14\u00a0000\u00a0PLN (etwa 3\u00a0298\u00a0Euro) f\u00fcr den immateriellen Schaden.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point17\"><\/a>17\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Die Beklagte des Ausgangsverfahrens lehnte die Zahlung ab. Sie f\u00fchrte aus, dass die betreffenden Abrissarbeiten auf eine f\u00fcr sie verbindliche Entscheidung der albanischen Beh\u00f6rden zur\u00fcckzuf\u00fchren seien, so dass unvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde vorgelegen h\u00e4tten, die sie von ihrer Schadensersatzpflicht gegen\u00fcber den Kl\u00e4gern des Ausgangsverfahrens befreiten. Au\u00dferdem habe sie den Kl\u00e4gern einen Urlaubsgutschein im Wert von 750\u00a0PLN (etwa 165\u00a0Euro) als Entsch\u00e4digung f\u00fcr die mit den Abrissarbeiten verbundenen Vertragswidrigkeiten angeboten.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point18\"><\/a>18\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Das mit diesem Rechtsstreit befasste vorlegende Gericht m\u00f6chte erstens wissen, ob Art.\u00a050 Abs.\u00a03 Nr.\u00a02 des Reisegesetzes mit der Richtlinie 2015\/2302 vereinbar ist, soweit diese Bestimmung vorsieht, dass der Reisende bei Vertragswidrigkeit keinen Anspruch auf Schadensersatz hat, wenn der Reiseveranstalter nachweist, dass die Vertragswidrigkeit auf das Verschulden eines Dritten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, der an der Erbringung der im Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar war.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point19\"><\/a>19\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Nach Ansicht dieses Gerichts schlie\u00dft Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 2015\/2302 Schadensersatz an einen Reisenden durch den betreffenden Reiseveranstalter aus, wenn dieser nachweise, dass die Vertragswidrigkeit einem Dritten zuzurechnen sei, der an der Erbringung der in dem betreffenden Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt sei, und die Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar gewesen sei, ohne dass der Reiseveranstalter ein Verschulden dieses Dritten nachweisen m\u00fcsse. Die in Art.\u00a050 Abs.\u00a03 Nr.\u00a02 des Reisegesetzes vorgesehene Verpflichtung des Reiseveranstalters, das Verschulden eines Dritten nachzuweisen, versto\u00dfe gegen die durch die Richtlinie 2015\/2302 vorgenommene vollst\u00e4ndige Harmonisierung, wie sie in ihrem Art.\u00a04 vorgesehen sei. Dies werde durch eine historische Auslegung best\u00e4tigt, die sich aus Art.\u00a08 der Richtlinie 90\/314\/EWG des Rates vom 13.\u00a0Juni 1990 \u00fcber Pauschalreisen (ABl.\u00a01990, L\u00a0158, S.\u00a059), aufgehoben durch die Richtlinie 2015\/2302, ergebe. Die Voraussetzung des Verschuldens verlange sowohl eine objektive Pr\u00fcfung, n\u00e4mlich die Beurteilung der Rechtswidrigkeit des Verhaltens, als auch eine subjektive Pr\u00fcfung, n\u00e4mlich die Beurteilung des Verhaltens des T\u00e4ters; dies sei in der Richtlinie 2015\/2302 nicht vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point20\"><\/a>20\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Zweitens m\u00f6chte das vorlegende Gericht in Anbetracht dessen, dass die Beklagte des Ausgangsverfahrens den Kl\u00e4gern des Ausgangsverfahrens die im in Rede stehenden Pauschalreisevertrag vorgesehenen Leistungen nur zu einem geringen Teil erbracht hat, wissen, ob nach Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 dem Antrag der Kl\u00e4ger auf Erstattung des gesamten Preises, den sie der Beklagten des Ausgangsverfahrens f\u00fcr ihre Pauschalreise gezahlt haben, stattgegeben werden kann.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point21\"><\/a>21\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Das vorlegende Gericht f\u00fchrt hierzu aus, dass der Begriff \u201eangemessene Preisminderung\u201c aus lexikalischer Sicht eine maximale Preisminderung erfasse und daher die Erstattung des gesamten von Reisenden entrichteten Preises erm\u00f6gliche. Eine solche maximale Preisminderung sei gerechtfertigt, wenn die vom betreffenden Reiseveranstalter erbrachte Leistung als wertlos betrachtet werde.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point22\"><\/a>22\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Diese maximale Preisminderung k\u00f6nne au\u00dferdem gerechtfertigt sein, wenn es die Reisenden mit einer groben Vertragswidrigkeit zu tun h\u00e4tten. Der dritte Erw\u00e4gungsgrund der Richtlinie 2015\/2302, nach dem deren Ziel darin bestehe, einen Beitrag zur Erreichung eines hohen Verbraucherschutzniveaus zu leisten, st\u00fctze diesen Ansatz. Vor dem Hintergrund dieses Ziels m\u00fcsse eine Vertragswidrigkeit, deren Ausma\u00df zur Wertlosigkeit der vom betreffenden Reiseveranstalter erbrachten Leistung f\u00fchre, eine grobe Vertragswidrigkeit darstellen.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point23\"><\/a>23\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Das vorlegende Gericht fragt sich jedoch, ob einem Antrag von Reisenden auf Erstattung des gesamten von ihnen entrichteten Preises unter Ber\u00fccksichtigung der vom Unionsgesetzgeber verfolgten Ziele auch dann stattgegeben werden kann, wenn die Reisenden trotz einer groben Vertragswidrigkeit ein Minimum an Leistungen in Anspruch genommen haben. Es geht davon aus, dass dies der Fall sein m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point24\"><\/a>24\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Drittens k\u00f6nne die Beklagte des Ausgangsverfahrens angesichts des sich zuspitzenden, in den Medien pr\u00e4senten Konflikts zwischen den albanischen Beh\u00f6rden und dem Eigent\u00fcmer des im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Hotels als Unternehmerin daf\u00fcr haftbar gemacht werden, diesen Konflikt nicht vorhergesehen zu haben.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point25\"><\/a>25\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0In diesem Zusammenhang fragt sich das vorlegende Gericht, ob der Anspruch auf eine angemessene Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum der Vertragswidrigkeit und der Anspruch auf angemessenen Ersatz des infolge der Vertragswidrigkeit erlittenen Schadens gem\u00e4\u00df Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302 nur darauf abzielten, im Fall der Vertragswidrigkeit das vertragliche Gleichgewicht zwischen den betroffenen Parteien wiederherzustellen, oder ob diese Anspr\u00fcche auch ein Sanktions- und Abschreckungselement enthielten, um ein hohes Verbraucherschutzniveau zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point26\"><\/a>26\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Gehe man davon aus, dass der Unionsgesetzgeber mit dem Erlass der Richtlinie 2015\/2302 Pauschalreiseveranstalter auch von der Duldung einer Vertragswidrigkeit habe abhalten wollen, stehe der Umstand, dass Verbraucher bestimmte Leistungen in Anspruch genommen h\u00e4tten, der Erstattung des von ihnen entrichteten Gesamtbetrags nicht entgegen. Von Reiseveranstaltern k\u00f6nne n\u00e4mlich verlangt werden, eine Analyse des Reisemarkts durchzuf\u00fchren, indem sie pr\u00fcften, ob konkrete Risiken f\u00fcr Vertragswidrigkeiten vorl\u00e4gen. Somit f\u00fchre ein Anspruch auf eine angemessene Preisminderung zu einem umfassenden Schutz der Verbraucher, da f\u00fcr den Fall, dass diese Analyse nicht ordnungsgem\u00e4\u00df durchgef\u00fchrt werde, Sanktionen vorgesehen seien.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point27\"><\/a>27\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Viertens und letztens m\u00f6chte das vorlegende Gericht wissen, ob ein Akt der \u00f6ffentlichen Gewalt unter den Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c im Sinne von Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302 fallen kann. Ein solcher Akt liege au\u00dferhalb der Kontrolle seines Adressaten, da zwischen diesem und der betreffenden Beh\u00f6rde ein Unterordnungsverh\u00e4ltnis bestehe. Das Verwaltungsverfahren, das zur Annahme eines solchen Akts f\u00fchre, beruhe jedoch auf Rechtsvorschriften, nehme eine gewisse Zeit in Anspruch, und der Adressat des Akts k\u00f6nne daran teilnehmen. Au\u00dferdem k\u00f6nne der Adressat den Akt anfechten. Des Weiteren habe der Unionsgesetzgeber im 31.\u00a0Erw\u00e4gungsgrund der Richtlinie 2015\/2302 den Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c pr\u00e4zisiert. Darunter fielen z.\u00a0B. Kriegshandlungen, Terrorismus, der Ausbruch einer schweren Krankheit am Reiseziel oder Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Erdbeben oder Witterungsverh\u00e4ltnisse, die eine sichere Reise an das im Pauschalreisevertrag vereinbarte Reiseziel unm\u00f6glich machten. Aus dieser Aufz\u00e4hlung lasse sich nicht schlie\u00dfen, dass ein Akt der \u00f6ffentlichen Gewalt wie eine Entscheidung, mit der der Abriss eines Teils einer touristischen Infrastruktur angeordnet werde, einen unvermeidbaren, au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umstand darstelle.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point28\"><\/a>28\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Vor diesem Hintergrund hat der S\u0105d Rejonowy w Rzeszowie (Rayongericht Rzesz\u00f3w, Polen) beschlossen, das Verfahren auszusetzen und dem Gerichtshof folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen:<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Ist Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b in Verbindung mit Art.\u00a04 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen, dass er der Anwendung einer nationalen Rechtsvorschrift wie Art.\u00a050 Abs.\u00a03 Nr.\u00a02 des Reisegesetzes entgegensteht, soweit diese Vorschrift den Reiseveranstalter verpflichtet, das Verschulden eines Dritten, der an der Erbringung der in dem Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt ist, zu beweisen, wenn die Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar ist?<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Ist Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen, dass er einer Auslegung der nationalen Rechtsvorschriften nicht entgegensteht, wonach eine angemessene Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum der Vertragswidrigkeit zu einer Erstattung des gesamten von den Reisenden gezahlten Preises wegen des Vorliegens einer groben Vertragswidrigkeit f\u00fchren kann, obwohl die Reisenden einen Teil der vom Reiseveranstalter erbrachten Leistungen in Anspruch genommen haben?<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Ist Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen, dass der Anspruch auf Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum der Vertragswidrigkeit und der Anspruch auf Ersatz s\u00e4mtlicher durch die Vertragswidrigkeit entstandenen Sch\u00e4den nur dazu dienen, das vertragliche Gleichgewicht zwischen den Parteien wiederherzustellen, oder dahin, dass diese Anspr\u00fcche auch sanktionierenden Charakter haben, um den Reiseveranstalter davon abzuhalten, die Vertragswidrigkeit zuzulassen?<\/p>\n<p class=\"C09Marge0avecretrait\">4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Ist Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen, dass Akte der \u00f6ffentlichen Gewalt, einschlie\u00dflich der Entscheidung eines Regierungsvertreters \u00fcber den Abriss eines Hotels, nicht unter den Begriff der unvermeidbaren und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nde fallen?<\/p>\n<p class=\"C04Titre1\">\u00a0<b>Zu den Vorlagefragen<\/b><\/p>\n<p class=\"C05Titre2\">\u00a0<i><b>Zur ersten Frage<\/b><\/i><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point29\"><\/a>29\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Mit seiner ersten Frage m\u00f6chte das vorlegende Gericht im Wesentlichen wissen, ob Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b in Verbindung mit Art.\u00a04 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass er einer Bestimmung des nationalen Rechts entgegensteht, die vorsieht, dass in F\u00e4llen, in denen die Vertragswidrigkeit von Pauschalreiseleistungen einem an der Erbringung dieser Leistungen nicht beteiligten Dritten zuzurechnen und weder vorhersehbar noch vermeidbar ist, der Reiseveranstalter nachweisen muss, dass die Vertragswidrigkeit auf einem Verschulden des Dritten beruht, um sich von seiner Haftung gegen\u00fcber dem Reisenden befreien zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point30\"><\/a>30\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Nach Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 2015\/2302 hat der Reisende keinen Anspruch auf Schadensersatz, wenn der Reiseveranstalter nachweist, dass die Vertragswidrigkeit einem Dritten zuzurechnen ist, der an der Erbringung der in dem Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar war.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point31\"><\/a>31\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Da in der Richtlinie 2015\/2302 der in dieser Vorschrift verwendete Begriff \u201ezuzurechnen\u201c nicht definiert ist und zur Bestimmung seiner Bedeutung auch nicht ausdr\u00fccklich auf das Recht der Mitgliedstaaten verwiesen wird, ist der Begriff autonom auszulegen, und zwar unter Ber\u00fccksichtigung seines \u00fcblichen Sinns nach dem allgemeinen Sprachgebrauch, des Zusammenhangs, in dem er verwendet wird, und des mit dieser Richtlinie verfolgten Ziels (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 8.\u00a0Juni 2023, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62021CJ0407\">UFC\u00a0\u2013 Que choisir und CLCV<\/a>, C\u2011407\/21, EU:C:2023:449, Rn.\u00a024 und die dort angef\u00fchrte Rechtsprechung, und vom 30.\u00a0April 2025, Galte, C\u201163\/24, EU:C:2025:292, Rn.\u00a028 und 29 sowie die dort angef\u00fchrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point32\"><\/a>32\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0In seinem \u00fcblichen Sinn nach dem allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet der Begriff \u201ezuzurechnen\u201c in Bezug auf eine Person, dass eine Tatsache das Ergebnis des Verhaltens dieser Person ist, ohne dass mit diesem Verhalten notwendigerweise ein vors\u00e4tzlicher oder fahrl\u00e4ssiger Versto\u00df dieser Person gegen ihre Verpflichtungen aus dem anwendbaren nationalen Recht oder gegen eine vertragliche Verpflichtung verbunden ist. Der Ausdruck \u201eeinem Dritten zuzurechnen\u201c in Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 2015\/2302 umfasst somit zwar den Fall, dass die Vertragswidrigkeit der Reiseleistungen auf ein \u201eVerschulden\u201c des Dritten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Seine Bedeutung ist jedoch weiter und erfasst auch den Fall, dass die Vertragswidrigkeit auf ein Verhalten des Dritten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, das nicht als \u201eVerschulden\u201c zu werten ist.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point33\"><\/a>33\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0In Anbetracht der \u00fcblichen Bedeutung des Begriffs \u201ezuzurechnen\u201c in Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 2015\/2302 ist daher davon auszugehen, dass diese Bestimmung es einem Reiseveranstalter erm\u00f6glicht, sich im Fall einer Vertragswidrigkeit gegen\u00fcber einem Reisenden von seiner Verpflichtung zum Schadensersatz zu befreien, wenn er nachweist, dass diese Vertragswidrigkeit einem Dritten zuzurechnen ist, ohne dass nachgewiesen zu werden braucht, dass der Vertragswidrigkeit ein Verschulden zugrunde liegt.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point34\"><\/a>34\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Diese Auslegung wird durch den Kontext best\u00e4tigt, in dem diese Begriffe verwendet werden. Die Art.\u00a013 und 14 der Richtlinie 2015\/2302, die zu Kapitel\u00a0IV (\u201eErbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen\u201c) der Richtlinie geh\u00f6ren, schaffen n\u00e4mlich eine harmonisierte Regelung der vertraglichen Haftung von Pauschalreiseveranstaltern, die durch eine verschuldensunabh\u00e4ngige Haftung dieser Reiseveranstalter und durch eine abschlie\u00dfende Bestimmung der F\u00e4lle, in denen diese sich von dieser Haftung befreien k\u00f6nnen, gekennzeichnet ist (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 12.\u00a0Januar 2023, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62021CJ0396\">FTI Touristik [Pauschalreise auf die Kanarischen Inseln]<\/a>, C\u2011396\/21, EU:C:2023:10, Rn.\u00a025).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point35\"><\/a>35\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Insbesondere sieht Art.\u00a013 (\u201eHaftung f\u00fcr die Erbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen\u201c) Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 vor, dass die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass der Reiseveranstalter f\u00fcr die Erbringung der in dem Pauschalreisevertrag enthaltenen Reiseleistungen haftet, unabh\u00e4ngig davon, ob diese Leistungen vom Reiseveranstalter oder von anderen Erbringern von Reiseleistungen zu erbringen sind. Nach Abs.\u00a03 dieses Artikels hat der Reiseveranstalter bei Vertragswidrigkeit einer Reiseleistung dem Mangel grunds\u00e4tzlich abzuhelfen; tut er dies nicht, hat der betroffene Reisende gem\u00e4\u00df Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie Anspruch auf Preisminderung und Schadensersatz. Der Reiseveranstalter haftet also grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Nichterbringung von Pauschalreiseleistungen, und zwar unabh\u00e4ngig davon, ob er oder seine Leistungserbringer bei der Erbringung dieser Leistungen m\u00f6glicherweise schuldhaft gehandelt haben.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point36\"><\/a>36\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Zwar legt Art.\u00a014 Abs.\u00a02 der Richtlinie 2015\/2302 den Grundsatz einer verschuldensunabh\u00e4ngigen Haftung des Reiseveranstalters f\u00fcr den vom Reisenden infolge der Vertragswidrigkeit erlittenen Schaden fest, jedoch kann sich der Reiseveranstalter nach Abs.\u00a03 dieser Bestimmung von dieser Haftung befreien, wenn er nachweist, dass die Vertragswidrigkeit unter einen der drei in Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0a bis c abschlie\u00dfend aufgez\u00e4hlten F\u00e4lle f\u00e4llt. Diesen drei F\u00e4llen ist gemein, dass die Vertragswidrigkeit nicht dem Reiseveranstalter zuzurechnen, sondern auf eine andere Ursache zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, n\u00e4mlich auf den Reisenden selbst, auf einen an der Erbringung der Reiseleistungen nicht beteiligten Dritten oder auf au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde. Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b und c enth\u00e4lt die zus\u00e4tzliche Voraussetzung, dass die einem Dritten zuzurechnende oder auf au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde zur\u00fcckzuf\u00fchrende Vertragswidrigkeit unvermeidbar sein muss. Ein \u201eVerschulden\u201c spielt hingegen in keinem dieser drei F\u00e4lle eine Rolle.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point37\"><\/a>37\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Was schlie\u00dflich das mit der Richtlinie 2015\/2302 verfolgte Ziel betrifft, geht aus Art.\u00a01 der Richtlinie hervor, dass dieses Ziel u.\u00a0a. darin besteht, zu einem hohen Verbraucherschutzniveau beizutragen. Die in Rn.\u00a033 des vorliegenden Urteils wiedergegebene Auslegung von Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie erm\u00f6glicht es, ein solches Verbraucherschutzniveau zu gew\u00e4hrleisten, da der Reiseveranstalter, der sich in Anwendung dieser Bestimmung von seiner Haftung wegen der Vertragswidrigkeit der Reiseleistungen befreien m\u00f6chte, nicht nur nachweisen muss, dass die Vertragswidrigkeit einem Dritten zuzurechnen ist, der an der Erbringung der Reiseleistungen nicht beteiligt ist, sondern auch, dass sie weder vorhersehbar noch vermeidbar war. Das mit der Richtlinie 2015\/2302 verfolgte Ziel, ein solches Verbraucherschutzniveau zu gew\u00e4hrleisten, kann daher f\u00fcr sich genommen nicht rechtfertigen, dass ein Reiseveranstalter verpflichtet ist, das Verschulden eines Dritten nachzuweisen, um sich im Fall einer Vertragswidrigkeit von seiner Haftung gegen\u00fcber dem betreffenden Verbraucher befreien zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point38\"><\/a>38\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Da Art.\u00a04 der Richtlinie 2015\/2302 vorsieht, dass die Mitgliedstaaten, sofern nichts anderes bestimmt ist, keine strengeren oder weniger strengen nationalen Rechtsvorschriften zur Gew\u00e4hrleistung eines anderen Schutzniveaus f\u00fcr Reisende als die in der Richtlinie festgelegten aufrechterhalten oder einf\u00fchren d\u00fcrfen, und da die Richtlinie keine Bestimmung enth\u00e4lt, die es den Mitgliedstaaten erlaubt, Vorschriften einzuf\u00fchren oder aufrechtzuerhalten, die darauf abzielen, ein anderes Schutzniveau f\u00fcr Reisende als das in Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b vorgesehene zu gew\u00e4hrleisten, d\u00fcrfen die Mitgliedstaaten im \u00dcbrigen keine nationale Rechtsvorschrift aufrechterhalten oder einf\u00fchren, nach der Reiseveranstalter im Fall einer Vertragswidrigkeit von Pauschalreiseleistungen, die einem an der Erbringung der Leistungen nicht beteiligten Dritten zuzurechnen ist, nur dann von ihrer Schadensersatzpflicht befreit sind, wenn sie nachweisen, dass die Vertragswidrigkeit von dem Dritten verschuldet wurde und weder vorhersehbar noch vermeidbar war.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point39\"><\/a>39\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Folglich steht Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 2015\/2302 einer nationalen Rechtsvorschrift wie der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden entgegen, die vorsieht, dass ein Reisender im Fall der Vertragswidrigkeit von Pauschalreiseleistungen, die einem der an der Erbringung dieser Leistungen nicht beteiligten Dritten zuzurechnen ist, gegen\u00fcber dem betreffenden Reiseveranstalter nur dann keinen Anspruch auf Schadensersatz hat, wenn der Reiseveranstalter nachweist, dass die Vertragswidrigkeit auf das Verschulden des Dritten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist und weder vorhersehbar noch vermeidbar war.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point40\"><\/a>40\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Allerdings haben die nationalen Gerichte bei der Anwendung des innerstaatlichen Rechts dieses so weit wie m\u00f6glich anhand des Wortlauts und des Zwecks der fraglichen Richtlinie auszulegen, um das in der Richtlinie festgelegte Ziel zu erreichen und damit Art.\u00a0288 Abs.\u00a03 AEUV nachzukommen (Urteil vom 11.\u00a0Juli 2024, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62023CJ0196\">Plamaro<\/a>, C\u2011196\/23, EU:C:2024:596, Rn.\u00a041 und die dort angef\u00fchrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point41\"><\/a>41\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Wie die Kommission in ihren schriftlichen Erkl\u00e4rungen geltend gemacht hat, w\u00e4re eine solche unionsrechtskonforme Auslegung m\u00f6glich, wenn der in Art.\u00a050 Abs.\u00a03 des Reisegesetzes verwendete polnische Begriff \u201eVerschulden\u201c als \u201ezuzurechnen\u201c in dem in Rn.\u00a033 des vorliegenden Urteils dargelegten Sinne verstanden wird, was das vorlegende Gericht zu beurteilen hat.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point42\"><\/a>42\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Daher ist auf die erste Frage zu antworten, dass Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b in Verbindung mit Art.\u00a04 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass er einer Bestimmung des nationalen Rechts entgegensteht, die vorsieht, dass in F\u00e4llen, in denen die Vertragswidrigkeit von Pauschalreiseleistungen einem an der Erbringung dieser Leistungen nicht beteiligten Dritten zuzurechnen und weder vorhersehbar noch vermeidbar ist, der Reiseveranstalter nachweisen muss, dass die Vertragswidrigkeit auf einem Verschulden des Dritten beruht, um sich von seiner Haftung gegen\u00fcber dem Reisenden befreien zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"C05Titre2\">\u00a0<i><b>Zur <\/b><b>zweiten Frage<\/b><\/i><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point43\"><\/a>43\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Mit seiner zweiten Frage m\u00f6chte das vorlegende Gericht im Wesentlichen wissen, ob Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass, selbst wenn ein Reisender einen Teil der von einem Reiseveranstalter erbrachten Leistungen in Anspruch genommen hat, die angemessene Preisminderung, auf die er im Fall der Vertragswidrigkeit der Leistungen Anspruch hat, einer vollen Erstattung des Preises der betreffenden Pauschalreise entsprechen kann, wenn es sich um eine grobe Vertragswidrigkeit handelt.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point44\"><\/a>44\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Nach Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 hat ein Reisender \u201eAnspruch auf eine angemessene Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum\u00a0\u2026, in dem eine Vertragswidrigkeit vorlag, es sei denn, der Reiseveranstalter belegt, dass die Vertragswidrigkeit dem Reisenden zuzurechnen ist\u201c.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point45\"><\/a>45\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Die in dieser Bestimmung vorgesehene Preisminderung muss also in angemessenem Verh\u00e4ltnis zum gesamten Zeitraum des Andauerns der Vertragswidrigkeit stehen. Au\u00dferdem ist die Beurteilung der Angemessenheit der Preisminderung ebenso wie die Feststellung einer Vertragswidrigkeit objektiv unter Ber\u00fccksichtigung der Verpflichtungen des betreffenden Reiseveranstalters aus dem Pauschalreisevertrag vorzunehmen (Urteil vom 12.\u00a0Januar 2023, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62021CJ0396\">FTI Touristik [Pauschalreise auf die Kanarischen Inseln<\/a>], C\u2011396\/21, EU:C:2023:10, Rn.\u00a039).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point46\"><\/a>46\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Aus Art.\u00a014 Abs.\u00a01 in Verbindung mit Art.\u00a03 Nr.\u00a013 der Richtlinie 2015\/2302 geht n\u00e4mlich hervor, dass die Verpflichtung des Reiseveranstalters, eine solche Preisminderung zu gew\u00e4hren, nur im Hinblick auf die im Pauschalreisevertrag zusammengefassten Reiseleistungen zu beurteilen ist, die nicht oder mangelhaft erbracht wurden, wobei die sich aus einem solchen Vertrag ergebenden Verpflichtungen des betreffenden Reiseveranstalters nicht eng ausgelegt werden d\u00fcrfen und daher nicht nur die Verpflichtungen umfassen, die ausdr\u00fccklich im Pauschalreisevertrag vereinbart sind, sondern auch diejenigen, die damit zusammenh\u00e4ngen und sich aus dem Ziel dieses Vertrags ergeben (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 12.\u00a0Januar 2023, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62021CJ0396\">FTI Touristik [Pauschalreise auf die Kanarischen Inseln]<\/a>, C\u2011396\/21, EU:C:2023:10, Rn.\u00a037 und 38).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point47\"><\/a>47\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Die Beurteilung der Angemessenheit der in Rede stehenden Preisminderung muss daher auf einer Sch\u00e4tzung des Wertes der in der betreffenden Pauschalreise zusammengefassten Reiseleistungen beruhen, die nicht oder mangelhaft erbracht wurden, wobei die Dauer der Nichterbringung oder mangelhaften Erbringung und der Wert der Pauschalreise zu ber\u00fccksichtigen sind. Die Minderung des Preises der Pauschalreise hat dem Wert der vertragswidrigen Reiseleistungen zu entsprechen (Urteil vom 12.\u00a0Januar 2023, FTI Touristik [Pauschalreise auf die Kanarischen Inseln], C\u2011396\/21, EU:C:2023:10, Rn.\u00a039). Je schwerwiegender die Nichterbringung oder mangelhafte Erbringung ist, desto h\u00f6her muss die Preisminderung sein, um als angemessen betrachtet werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point48\"><\/a>48\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Wenn also s\u00e4mtliche einem Reisenden erbrachten Reiseleistungen vertragswidrig sind und der Reiseveranstalter nicht belegt, dass die Vertragswidrigkeit dem Reisenden zuzurechnen ist, hat dieser gem\u00e4\u00df Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 Anspruch auf volle Erstattung des Preises der Pauschalreise durch den Reiseveranstalter.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point49\"><\/a>49\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0In Anbetracht des in Art.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 dargelegten Ziels, zu einem hohen Verbraucherschutzniveau beizutragen, muss ein Reisender gem\u00e4\u00df Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie im \u00dcbrigen auch dann Anspruch auf eine volle Erstattung des Preises der betreffenden Pauschalreise haben, wenn die Vertragswidrigkeit trotz der Erbringung bestimmter Leistungen so schwerwiegend ist, dass die Pauschalreise zwecklos wird, und sie daher f\u00fcr den Reisenden objektiv nicht mehr von Interesse ist. Ist die Vertragswidrigkeit n\u00e4mlich so umfassend, dass die erbrachten Leistungen im Hinblick auf den Zweck der Pauschalreise bedeutungslos und wertlos werden, kommt sie faktisch einer Nichterbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen gleich, was gem\u00e4\u00df der letztgenannten Bestimmung einen Anspruch auf volle Erstattung des Preises begr\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point50\"><\/a>50\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Im vorliegenden Fall ist es daher Sache des vorlegenden Gerichts, unter Ber\u00fccksichtigung aller Umst\u00e4nde zu beurteilen, ob die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Abrissarbeiten, Bauarbeiten und M\u00e4ngel beim Verpflegungsangebot dazu gef\u00fchrt haben, dass die Pauschalreise der Kl\u00e4ger des Ausgangsverfahrens zwecklos geworden ist und daher f\u00fcr diese objektiv nicht mehr von Interesse war. Sollte das vorlegende Gericht zu diesem Ergebnis gelangen, m\u00fcssen die Kl\u00e4ger des Ausgangsverfahrens nach der nationalen Regelung zur Umsetzung von Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 in polnisches Recht einen Anspruch auf volle Erstattung des Preises dieser Pauschalreise durch die Beklagte des Ausgangsverfahrens in ihrer Eigenschaft als Reiseveranstalterin haben.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point51\"><\/a>51\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Somit ist auf die zweite Frage zu antworten, dass Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass, selbst wenn ein Reisender einen Teil der von einem Reiseveranstalter erbrachten Leistungen in Anspruch genommen hat, die angemessene Preisminderung, auf die er im Fall der Vertragswidrigkeit der Leistungen Anspruch hat, einer vollen Erstattung des Preises der betreffenden Pauschalreise entsprechen kann, wenn die Vertragswidrigkeit so schwerwiegend ist, dass die Pauschalreise in Anbetracht ihres Zwecks f\u00fcr den Reisenden objektiv nicht mehr von Interesse ist.<\/p>\n<p class=\"C05Titre2\">\u00a0<i><b>Zur <\/b><b>dritten Frage<\/b><\/i><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point52\"><\/a>52\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Mit seiner dritten Frage m\u00f6chte das vorlegende Gericht im Wesentlichen wissen, ob Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass die in dieser Bestimmung vorgesehenen Anspr\u00fcche auf eine angemessene Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum der Vertragswidrigkeit bzw. auf Ersatz des infolge einer Vertragswidrigkeit erlittenen Schadens nur darauf abzielen, das vertragliche Gleichgewicht zwischen Reiseveranstaltern und Reisenden unter Ber\u00fccksichtigung der von den Reiseveranstaltern tats\u00e4chlich erbrachten Leistungen und des von den Reisenden gezahlten Preises wiederherzustellen, oder ob diese Anspr\u00fcche auch der Sanktionierung der Reiseveranstalter dienen sollen, um sie von der Duldung einer Vertragswidrigkeit abzuschrecken.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point53\"><\/a>53\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Die polnische Regierung zieht die Zul\u00e4ssigkeit dieser Frage mit der Begr\u00fcndung in Zweifel, dass sich die Gr\u00fcnde, aus denen das vorlegende Gericht nach dem Zweck dieser Anspr\u00fcche frage, aus der Vorlageentscheidung nicht hinreichend erg\u00e4ben.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point54\"><\/a>54\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Insoweit ist daran zu erinnern, dass im Rahmen der durch Art.\u00a0267 AEUV geschaffenen Zusammenarbeit zwischen dem Gerichtshof und den nationalen Gerichten allein das mit dem Rechtsstreit befasste nationale Gericht, in dessen Verantwortungsbereich die zu erlassende gerichtliche Entscheidung f\u00e4llt, im Hinblick auf die Besonderheiten der Rechtssache sowohl die Erforderlichkeit einer Vorabentscheidung f\u00fcr den Erlass seines Urteils als auch die Erheblichkeit der dem Gerichtshof von ihm vorgelegten Fragen zu beurteilen hat. Daher ist der Gerichtshof grunds\u00e4tzlich gehalten, \u00fcber ihm vorgelegte Fragen zu befinden, wenn sie die Auslegung des Unionsrechts betreffen (Urteil vom 27.\u00a0Juni\u00a02024, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62023CJ0148\">Gestore dei Servizi Energetici<\/a>, C\u2011148\/23, EU:C:2024:555, Rn.\u00a029 und die dort angef\u00fchrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point55\"><\/a>55\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Folglich gilt f\u00fcr Fragen, die das Unionsrecht betreffen, eine Vermutung der Entscheidungserheblichkeit. Der Gerichtshof kann es nur dann ablehnen, \u00fcber eine Vorlagefrage eines nationalen Gerichts zu befinden, wenn die erbetene Auslegung des Unionsrechts offensichtlich in keinem Zusammenhang mit den Gegebenheiten oder dem Gegenstand des Ausgangsrechtsstreits steht, das Problem hypothetischer Natur ist oder er nicht \u00fcber die tats\u00e4chlichen und rechtlichen Angaben verf\u00fcgt, die f\u00fcr eine zweckdienliche Beantwortung der ihm vorgelegten Fragen erforderlich sind (Urteil vom 27.\u00a0Juni 2024, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62023CJ0148\">Gestore dei Servizi Energetici<\/a>, C\u2011148\/23, EU:C:2024:555, Rn.\u00a030 und die dort angef\u00fchrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point56\"><\/a>56\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Aus dem Vorabentscheidungsersuchen geht jedoch hinreichend hervor, dass das vorlegende Gericht deshalb wissen m\u00f6chte, ob die in Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302 vorgesehenen Anspr\u00fcche der Reisenden auf angemessene Preisminderung und angemessenen Schadensersatz auch darauf abzielen, Reiseveranstalter zu sanktionieren und abzuschrecken, um diese Zielsetzung bei der Festlegung der H\u00f6he der Minderung und des Schadensersatzes gegebenenfalls zu ber\u00fccksichtigen. Somit ist die dritte Frage zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point57\"><\/a>57\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Zur Beantwortung dieser Frage ist darauf hinzuweisen, dass sich aus dem Wortlaut von Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302 ergibt, dass die Mitgliedstaaten\u00a0\u2013 vorbehaltlich der in diesen Bestimmungen vorgesehenen Ausnahmen\u00a0\u2013 sicherstellen m\u00fcssen, dass die Reisenden f\u00fcr jeden Zeitraum der Vertragswidrigkeit und f\u00fcr den Schaden, den sie infolge der Vertragswidrigkeit erlitten haben, Anspruch auf eine angemessene Preisminderung bzw. angemessenen Ersatz des Schadens durch die Reiseveranstalter haben. Indem diese Bestimmung Reisenden diese Anspr\u00fcche einr\u00e4umt, erm\u00f6glicht sie es, das vertragliche Gleichgewicht, das beim Abschluss von Pauschalreisevertr\u00e4gen besteht, wiederherzustellen, da so zum einen von den Reiseveranstaltern verlangt werden kann, einen neuen Preis festzulegen, der den tats\u00e4chlich erbrachten Leistungen entspricht, und zum anderen von den Reiseveranstaltern Ersatz f\u00fcr den Schaden erlangt werden kann, der den betreffenden Reisenden durch die Vertragswidrigkeit entstanden ist.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point58\"><\/a>58\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Dagegen l\u00e4sst sich weder dem Wortlaut von Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302 noch dem Kontext, in den sich diese Bestimmung einf\u00fcgt, entnehmen, dass die Gew\u00e4hrung der in dieser Bestimmung vorgesehenen Anspr\u00fcche an Reisende auch dazu dienen soll, Reiseveranstalter im Fall von Vertragswidrigkeiten zu sanktionieren. Weder gem\u00e4\u00df dieser Bestimmung noch gem\u00e4\u00df Art.\u00a013 dieser Richtlinie, der eine harmonisierte Regelung der vertraglichen Haftung dieser Veranstalter vorsieht, kann diesen Veranstaltern Strafschadensersatz auferlegt werden. Art.\u00a025 der Richtlinie 2015\/2302, nach dem die Mitgliedstaaten Sanktionen f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen die aufgrund der Richtlinie erlassenen innerstaatlichen Vorschriften festlegen, best\u00e4tigt, dass die Einr\u00e4umung dieser Anspr\u00fcche an Reisende nicht der Sanktionierung der Reiseveranstalter dient.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point59\"><\/a>59\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Au\u00dferdem kann das Ziel der Richtlinie 2015\/2302, zu einem hohen Verbraucherschutzniveau beizutragen, f\u00fcr sich genommen nicht eine Auslegung von Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 dieser Richtlinie rechtfertigen, wonach diese Bestimmung auch dazu diene, Reiseveranstalter zu sanktionieren. Ein solches Schutzniveau wird n\u00e4mlich bereits durch die Richtlinie erreicht, indem den Reisenden die genannten Anspr\u00fcche gew\u00e4hrt werden, um im Anschluss an Vertragswidrigkeiten das vertragliche Gleichgewicht zwischen den Reisenden und den Veranstaltern wiederherzustellen.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point60\"><\/a>60\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Daher ist auf die dritte Frage zu antworten, dass Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass die in dieser Bestimmung vorgesehenen Anspr\u00fcche auf eine angemessene Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum der Vertragswidrigkeit bzw. auf Ersatz des infolge einer Vertragswidrigkeit erlittenen Schadens der Wiederherstellung des vertraglichen Gleichgewichts zwischen Reiseveranstaltern und Reisenden dienen und nicht der Sanktionierung der Reiseveranstalter.<\/p>\n<p class=\"C05Titre2\">\u00a0<i><b>Zur <\/b><b>vierten Frage<\/b><\/i><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point61\"><\/a>61\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Mit seiner vierten Frage m\u00f6chte das vorlegende Gericht im Wesentlichen wissen, ob Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass Situationen, die sich aus Akten der \u00f6ffentlichen Gewalt ergeben, wie der Abriss touristischer Infrastruktur im Rahmen der Umsetzung einer beh\u00f6rdlichen Entscheidung, nicht unter den Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c im Sinne dieser Bestimmung fallen.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point62\"><\/a>62\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302 definiert den Begriff \u201eunvermeidbare und au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c als \u201eeine Situation au\u00dferhalb der Kontrolle der Partei, die eine solche Situation geltend macht, deren Folgen sich auch dann nicht h\u00e4tten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden w\u00e4ren\u201c.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point63\"><\/a>63\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Im 31.\u00a0Erw\u00e4gungsgrund der Richtlinie wird dieser Begriff dahin erl\u00e4utert, dass er \u201ezum Beispiel Kriegshandlungen, andere schwerwiegende Beeintr\u00e4chtigungen der Sicherheit wie Terrorismus, erhebliche Risiken f\u00fcr die menschliche Gesundheit wie einen Ausbruch einer schweren Krankheit am Reiseziel oder Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Erdbeben oder Witterungsverh\u00e4ltnisse, die eine sichere Reise an das im Pauschalreisevertrag vereinbarte Reiseziel unm\u00f6glich machen, umfassen\u201c kann.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point64\"><\/a>64\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Au\u00dferdem hat der Gerichtshof bereits entschieden, dass der Begriff der unvermeidbaren, au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nde dem Begriff der h\u00f6heren Gewalt im Sinne von vom Willen desjenigen, der sich auf h\u00f6here Gewalt beruft, unabh\u00e4ngigen, ungew\u00f6hnlichen und unvorhersehbaren Umst\u00e4nden, deren Folgen trotz aller aufgewandten Sorgfalt nicht h\u00e4tten vermieden werden k\u00f6nnen, gleicht. Der Begriff der unvermeidbaren, au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nde stellt mithin eine Auspr\u00e4gung und eine umfassende Durchf\u00fchrung des Begriffs der h\u00f6heren Gewalt im Rahmen der Richtlinie 2015\/2302 dar, auch wenn dieser Ausdruck in der Richtlinie nicht vorkommt (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 8.\u00a0Juni 2023, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:62021CJ0407\">UFC\u00a0\u2013 Que choisir und CLCV<\/a>, C\u2011407\/21, EU:C:2023:449, Rn.\u00a054 und 56 sowie die dort angef\u00fchrte Rechtsprechung).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point65\"><\/a>65\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Im \u00dcbrigen hat der Gerichtshof entschieden, dass sich der in Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302 verwendete Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c nur auf Situationen bezieht, die unvorhersehbar waren (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 29.\u00a0Februar 2024, Tez Tour, C\u2011299\/22, EU:C:2024:181, Rn.\u00a074).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point66\"><\/a>66\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Daraus folgt, dass Situationen, die sich aus Akten der \u00f6ffentlichen Gewalt ergeben, nur dann unter den Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c im Sinne von Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302 fallen k\u00f6nnen, wenn es sich um Situationen au\u00dferhalb der Kontrolle der Partei handelt, die diese Situation geltend macht, und sie Folgen haben, die sich auch dann nicht h\u00e4tten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Ma\u00dfnahmen getroffen worden w\u00e4ren, was bedeutet, dass diese Umst\u00e4nde vom Willen desjenigen, der sich darauf beruft, unabh\u00e4ngig und unvorhersehbar sind.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point67\"><\/a>67\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Der Erlass von Akten der \u00f6ffentlichen Gewalt unterliegt im Allgemeinen verfahrensrechtlichen und materiell-rechtlichen Vorschriften, die insbesondere gew\u00e4hrleisten, dass diese Rechtsakte nach einer Abw\u00e4gung verschiedener Interessen in transparenter Weise erlassen werden. Au\u00dferdem wird die Umsetzung dieser Akte im Allgemeinen in irgendeiner Form angek\u00fcndigt. Die sich aus dem Erlass solcher Akte ergebenden Situationen sind daher grunds\u00e4tzlich nicht unvorhersehbar.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point68\"><\/a>68\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Im vorliegenden Fall vertritt die Beklagte des Ausgangsverfahrens die Ansicht, dass es sich bei den in Rede stehenden Abrissarbeiten um die Folgen eines Akts der \u00f6ffentlichen Gewalt handele, dem sie sich habe f\u00fcgen m\u00fcssen, so dass die auf diesen Akt zur\u00fcckzuf\u00fchrende Vertragswidrigkeit ein unvermeidbarer, au\u00dfergew\u00f6hnlicher Umstand sei, der sie von ihrer Schadensersatzpflicht gegen\u00fcber den Kl\u00e4gern des Ausgangsverfahrens befreie.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point69\"><\/a>69\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Insoweit ist darauf hinzuweisen, dass der Reisende nach Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0c der Richtlinie 2015\/2302 keinen Anspruch auf Schadensersatz hat, wenn der Reiseveranstalter nachweist, dass die Vertragswidrigkeit durch unvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde bedingt war.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point70\"><\/a>70\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Das vorlegende Gericht hat daher zu beurteilen, ob im vorliegenden Fall der im Ausgangsverfahren in Rede stehende Abriss der Infrastruktur infolge der Umsetzung einer Entscheidung der albanischen Beh\u00f6rden eine Situation au\u00dferhalb der Kontrolle des betreffenden Reiseveranstalters geschaffen hat und Folgen hatte, die sich auch dann nicht h\u00e4tten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Ma\u00dfnahmen getroffen worden w\u00e4ren. Insoweit hat das vorlegende Gericht festzustellen, ob der Veranstalter oder der Betreiber der in Rede stehenden touristischen Infrastruktur vor dem Erlass der Entscheidung \u00fcber das Verfahren informiert wurde, das zum Erlass dieser Entscheidung gef\u00fchrt hat, oder sie gar daran teilgenommen haben oder ob sie \u00fcber den Inhalt der Entscheidung informiert wurden, bevor diese umgesetzt wurde. Die Kenntnis oder Verfahrensteilnahme des Betreibers gen\u00fcgt, da der Reiseveranstalter nach Art.\u00a013 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302 f\u00fcr von seinen Erbringern von Reiseleistungen verursachte Vertragswidrigkeiten haftet (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 18.\u00a0M\u00e4rz 2021, Kuoni Travel, C\u2011578\/19, EU:C:2021:213, Rn.\u00a035).<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point71\"><\/a>71\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0War der Veranstalter oder der Betreiber informiert oder haben sie am Verfahren teilgenommen, so kann der Abriss der in Rede stehenden Infrastruktur nicht als unvorhersehbar angesehen werden. Die Vertragswidrigkeit aufgrund eines solchen Abrisses kann nicht als eine Situation au\u00dferhalb der Kontrolle des betreffenden Reiseveranstalters betrachtet werden, deren Folgen sich auch dann nicht h\u00e4tten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Ma\u00dfnahmen getroffen worden w\u00e4ren. Sind der Reiseveranstalter oder sein Leistungserbringer \u00fcber eine solche Entscheidung informiert und verf\u00fcgt der Reiseveranstalter \u00fcber ausreichend Zeit, um dem betreffenden Reisenden mit der gebotenen Sorgfalt gem\u00e4\u00df Art.\u00a013 Abs.\u00a05 der Richtlinie 2015\/2302 andere angemessene Vorkehrungen anbieten zu k\u00f6nnen, bevor die Entscheidung umgesetzt wird, waren die sich aus dieser Entscheidung ergebenden Folgen f\u00fcr den Reiseveranstalter n\u00e4mlich nicht unvermeidlich. Unter solchen Umst\u00e4nden k\u00f6nnte der Abriss nicht unter den Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c im Sinne von Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0c der Richtlinie 2015\/2302 subsumiert werden.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point72\"><\/a>72\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Gegebenenfalls w\u00fcrde die Vorhersehbarkeit des Abrisses der in Rede stehenden Infrastruktur im Rahmen der Umsetzung einer Entscheidung der albanischen Beh\u00f6rden auch ausschlie\u00dfen, dass sich der betreffende Reiseveranstalter von seiner Schadensersatzpflicht gegen\u00fcber den Kl\u00e4gern des Ausgangsverfahrens unter Berufung auf Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 2015\/2302 befreien kann, wonach der Reisende keinen Anspruch auf Schadensersatz hat, wenn der Reiseveranstalter nachweist, dass die Vertragswidrigkeit einem Dritten zuzurechnen ist, der an der Erbringung der im Pauschalreisevertrag inbegriffenen Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar war.<\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point73\"><\/a>73\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Somit ist auf die vierte Frage zu antworten, dass Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302 dahin auszulegen ist, dass Situationen, die sich aus dem Erlass von Akten der \u00f6ffentlichen Gewalt ergeben, wie der Abriss touristischer Infrastruktur im Rahmen der Umsetzung einer beh\u00f6rdlichen Entscheidung, nicht unter den Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c im Sinne dieser Bestimmung fallen, wenn diese Akte im Anschluss an ein Verfahren erlassen wurden, das es den Beteiligten, etwa dem betreffenden Reiseveranstalter oder seinen etwaigen Reiseleistungserbringern, erm\u00f6glicht hat, rechtzeitig vor der Umsetzung dieser Entscheidung davon Kenntnis zu erlangen.<\/p>\n<p class=\"C04Titre1\">\u00a0<b>Zu den Kosten<\/b><\/p>\n<p class=\"C01PointnumeroteAltN\"><a name=\"point74\"><\/a>74\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0F\u00fcr die Beteiligten des Ausgangsverfahrens ist das Verfahren Teil des beim vorlegenden Gericht anh\u00e4ngigen Verfahrens; die Kostenentscheidung ist daher Sache dieses Gerichts. Die Auslagen anderer Beteiligter f\u00fcr die Abgabe von Erkl\u00e4rungen vor dem Gerichtshof sind nicht erstattungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p class=\"C41DispositifIntroduction\">Aus diesen Gr\u00fcnden hat der Gerichtshof (Zehnte Kammer) f\u00fcr Recht erkannt:<\/p>\n<p class=\"C08Dispositif\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<b>Art.\u00a014 Abs.\u00a03 Buchst.\u00a0b der Richtlinie (EU) 2015\/2302 des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 25.\u00a0November 2015 \u00fcber Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen, zur \u00c4nderung der Verordnung (EG) Nr.\u00a02006\/2004 und der Richtlinie 2011\/83\/EU des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 90\/314\/EWG des Rates in Verbindung mit Art.\u00a04 dieser Richtlinie<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>ist dahin auszulegen, dass<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>er einer Bestimmung des nationalen Rechts entgegensteht, die vorsieht, dass in F\u00e4llen, in denen die Vertragswidrigkeit von Pauschalreiseleistungen einem an der Erbringung dieser Leistungen nicht beteiligten Dritten zuzurechnen und weder vorhersehbar noch vermeidbar ist, der Reiseveranstalter nachweisen muss, dass die Vertragswidrigkeit auf einem Verschulden des Dritten beruht, um sich von seiner Haftung gegen\u00fcber dem Reisenden befreien zu k\u00f6nnen.<\/b><\/p>\n<p class=\"C08Dispositif\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<b>Art.\u00a014 Abs.\u00a01 der Richtlinie 2015\/2302<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>ist dahin auszulegen, dass,<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>selbst wenn ein Reisender einen Teil der von einem Reiseveranstalter erbrachten Leistungen in Anspruch genommen hat, die angemessene Preisminderung, auf die er im Fall der Vertragswidrigkeit der Leistungen Anspruch hat, einer vollen Erstattung des Preises der betreffenden Pauschalreise entsprechen kann, wenn die Vertragswidrigkeit so schwerwiegend ist, dass die Pauschalreise in Anbetracht ihres Zwecks f\u00fcr den Reisenden objektiv nicht mehr von Interesse ist.<\/b><\/p>\n<p class=\"C08Dispositif\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<b>Art.\u00a014 Abs.\u00a01 und 2 der Richtlinie 2015\/2302<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>ist dahin auszulegen, dass<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>die in dieser Bestimmung vorgesehenen Anspr\u00fcche auf eine angemessene Preisminderung f\u00fcr jeden Zeitraum der Vertragswidrigkeit bzw. auf Ersatz des infolge einer Vertragswidrigkeit erlittenen Schadens der Wiederherstellung des vertraglichen Gleichgewichts zwischen Reiseveranstaltern und Reisenden dienen und nicht der Sanktionierung der Reiseveranstalter.<\/b><\/p>\n<p class=\"C08Dispositif\">4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<b>Art.\u00a03 Nr.\u00a012 der Richtlinie 2015\/2302<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>ist dahin auszulegen, dass<\/b><\/p>\n<p class=\"C32Dispositifmarge1\"><b>Situationen, die sich aus dem Erlass von Akten der \u00f6ffentlichen Gewalt ergeben, wie der Abriss touristischer Infrastruktur im Rahmen der Umsetzung einer beh\u00f6rdlichen Entscheidung, nicht unter den Begriff \u201eunvermeidbare, au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde\u201c im Sinne dieser Bestimmung fallen, wenn diese Akte im Anschluss an ein Verfahren erlassen wurden, das es den Beteiligten, etwa dem betreffenden Reiseveranstalter oder seinen etwaigen Reiseleistungserbringern, erm\u00f6glicht hat, rechtzeitig vor der Umsetzung dieser Entscheidung davon Kenntnis zu erlangen.<\/b><\/p>\n<p data-start=\"3375\" data-end=\"3910\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-273173\" src=\"https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/KSD-Newsl_Slippers_A4.jpg\" alt=\"BWH\" width=\"1240\" height=\"1754\" srcset=\"https:\/\/money-tourism.gr\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/KSD-Newsl_Slippers_A4.jpg 1240w, 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