Donnerstag, Juni 4, 2026
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Michelin Guide: Die besten Hotels der Welt in architektonischer Hinsicht

„Die folgenden Hotels ähneln nur wenigen anderen Gebäuden weltweit, da es den Designern dieser Räume nicht nur um das visuelle Spektakel ging, sondern um ein ganzheitliches Erlebnis“, berichtet der Michelin Guide.

In einem dieser Hotels ermöglicht das clevere Design den Gästen, in den Gewässern über den Korallenriffen, die sie zu erforschen gekommen sind, gleichsam zu verschwinden. In einem anderen schafft die innovative Bauweise eine Vielzahl von Außenbereichen, hoch und kühl über dem Wüstenboden. In einem dritten sind die Hotelgebäude nicht von dem Museum auf der Insel zu unterscheiden – die Gäste schlafen in einer lebendigen Galerie.

Die Inspektoren des Guide MICHELIN haben die folgenden fünf Hotels als Kandidaten für den ersten Guide MICHELIN Architecture & Design Award ausgewählt. Am 8. Oktober wird der Guide die Leistungen eines dieser Hotels würdigen und gleichzeitig die 2025 MICHELIN Keys, die Auszeichnung für die besten Hotels der Welt, bekannt geben.


Atlantis The Royal, Dubai

Die bahnbrechende Silhouette des Atlantis The Royal besteht aus sechs miteinander verbundenen Türmen. Jeder von ihnen setzt sich aus gestaffelten, vorspringenden Blöcken mit eigenen Bereichen und Annehmlichkeiten zusammen. Das durchgehend ineinandergreifende Design wirkt spektakulär und futuristisch. Es schafft zudem eine Vielzahl natürlich belüfteter, schattiger Außenbereiche für die Gäste des Hotels. So entsteht ein Bauwerk, das weniger wie ein Hotel und mehr wie ein Innen-Außen-Stadtviertel voller Gärten wirkt. Die Zimmer heißen passend „Skyscapes“ und „Seascapes“. Im Inneren drehen sich die eleganten Interieurs um das Element Wasser – eine Anspielung auf die Geschichte der Region, in der die Suche nach Wasser oft den Alltag bestimmte. In den zahlreichen Gebäuden des Hotels finden sich 795 Zimmer und Suiten, 15 Restaurants und eine eindrucksvolle Brücke, die die oberen Ebenen des Bauwerks verbindet.

Shebara Resort, Saudi-Arabien

Als Teil des Red Sea Project – einer ehrgeizigen Entwicklungsinitiative an der Westküste Saudi-Arabiens – ist das Shebara Resort die Antwort des Landes auf die Overwater-Villen der Malediven. Die 73 Villen, die wie schimmernde Perlen gestaltet sind, wurden außerhalb des Standorts vorgefertigt und fast vollständig hierher transportiert, um Eingriffe in die Natur zu minimieren. Sie sind vollkommen autark und in Abständen angeordnet, die maximale Privatsphäre gewährleisten. Die fortschrittliche Technik des Resorts – darunter ein riesiger eigener Solarpark, eine Entsalzungs- und Umkehrosmoseanlage sowie ausschließlich elektrische Transportmittel – sicherte ihm die LEED-Platinum-Zertifizierung.

Rosewood São Paulo, Brasilien

Aus dem Komplex Cidade Matarazzo – einst ein Gebäudekomplex aus dem 20. Jahrhundert, heute ein lebendiges Mehrzweckzentrum – erhebt sich ein kühner, 93 Meter hoher, 22-stöckiger vertikaler Garten. Umhüllt von einem hölzernen Gitterwerk und bepflanzt mit über 10.000 Bäumen aus dem atlantischen Regenwald Mata Atlântica, begegnet das innovative Design des Rosewood-Turms den urbanen Umweltproblemen, indem es die einheimische Flora zurück ins Stadtbild bringt. Die Zimmer und Gemeinschaftsbereiche folgen der charakteristischen „Sense of Place“-Philosophie der Marke, die sowohl das reiche Erbe als auch die nachhaltige Zukunft Brasiliens würdigt. Sie wurden vollständig aus lokalen Materialien geschaffen: Holz, Marmor, maßgefertigte Möbel und eine Sammlung von 450 Originalkunstwerken von 57 brasilianischen Künstlern.

Benesse House, Japan

Das revolutionäre Designkonzept des Benesse House wurde 1992 von Tadao Ando entwickelt, Träger des Pritzker-Preises und einer der berühmtesten lebenden Architekten Japans. Die minimalistische Betonform des „Museums“ ist teilweise in die Küstenlandschaft eingebettet. Das „Oval“ verfügt über einen Außenpool, der das Licht reflektiert und von einer sonnendurchfluteten Arkade umgeben ist. Das „Park“ – eines der seltenen Gebäude Andos, die Holz integrieren – verwischt die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum. Schließlich vermittelt das „Beach“, das dem Meer zugewandt ist, den Eindruck einer schwimmenden Konstruktion. Mit dem Schwerpunkt auf Minimalismus und geometrischer Schlichtheit ist jedes der 65 Zimmer in den Gebäuden geräumig und zeichnet sich durch Elemente wie dezente Möbel und raumhohe Fenster aus, die bewusst den Blick auf Meer, Gärten und die fernen Shikoku-Berge einrahmen.

Villa Nai 3.3, Kroatien

Auf der Adria-Insel Dugi Otok wurden die ökologisch-luxuriösen Unterkünfte der Villa Nai 3.3 direkt in den Hang hineingemeißelt. Der dabei gewonnene Stein wurde als eines der Hauptbaumaterialien wiederverwendet – eine innovative Designentscheidung zur Verringerung von Emissionen. Eingebettet in einen 40.000 Quadratmeter großen Olivenhain, aus dem ein preisgekröntes Olivenöl stammt, ist die wellenförmige Gestaltung des Hotels von den traditionellen dalmatinischen Bautechniken inspiriert, insbesondere der Trockenmauertechnik, bei der Steine sorgfältig ohne Mörtel aufgeschichtet werden, um organisch geformte Terrassen und Mauern zu schaffen. Das Ergebnis ist eine fast unsichtbare Verschmelzung des Bauwerks mit der Umgebung, kaum wahrnehmbar in der rauen Topografie der Insel – und eine Einladung an die Gäste, sich im natürlichen Umfeld zu verlieren.

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