Nachdem sie sich vollständig erholt hat, verzeichnete die globale Reisebranche im Jahr 2024 Reisebuchungen im Wert von 1,6 Billionen US-Dollar, die laut dem neuesten Global Travel Market Report 2025 von Phocuswright bis 2027 voraussichtlich 1,8 Billionen US-Dollar erreichen werden.
Angetrieben durch die Verbreitung digitaler Technologien und die stabile Nachfrage nach Freizeitreisen, ist diese neue Ära des Reisens von strukturellen Veränderungen auf mehreren Ebenen geprägt. Die Entwicklung verläuft jedoch nicht gleichmäßig: Während etablierte Märkte ihre Führungsposition behalten, wachsen aufstrebende Regionen wie der Nahe Osten und Lateinamerika rasant.
Insgesamt spiegeln diese Trends eine Branche wider, die sich hinsichtlich Märkten, Vertriebskanälen und Verbraucherverhalten diversifiziert, und sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Akteure weltweit schafft.
Die Lage
Die Reisebuchungen erreichten 2024 einen Wert von fast 1,6 Billionen US-Dollar und sollen bis 2027 über 1,8 Billionen US-Dollar steigen.
Online-Buchungen legten 2024 um 9 % zu, wodurch die weltweite digitale Durchdringung gestärkt wurde. Bis 2027 werden voraussichtlich zwei Drittel aller Reisen online gebucht.
Nordamerika belegte 2024 mit 539 Milliarden US-Dollar den ersten Platz bei Reisebuchungen, gefolgt von Asien-Pazifik (APAC). Europa ist der drittgrößte Markt, gestützt auf robuste innerregionale Reisen. Aufstrebende Regionen werden im Prognosezeitraum insgesamt schneller wachsen als die reifen Märkte.
Buchungen für Flüge und Hotels machen weltweit fast drei Viertel aller Reisebuchungen aus.
Im Jahr 2024 führten Anbieter die Online-Buchungen an, während Online-Reisebüros weiterhin einen Vorteil im Hotelbereich behalten, wo die Fragmentierung die Vermittler begünstigt.
Unter den Top-15-Märkten wird für Mexiko, Brasilien und Indien bis 2027 das größte Wachstum prognostiziert.
Stabile Reisedynamik
Inflation, Zölle und politische Veränderungen haben das Reisegefühl zwar gedämpft, doch kombinierte Reisen, Wertorientierung und Nachhaltigkeitsbedenken beeinflussen weiterhin Reiseentscheidungen.
Insgesamt deuten diese Faktoren auf ein stabiles, aber ungleichmäßiges Wachstum hin, mit einem erwarteten durchschnittlichen jährlichen Anstieg der weltweiten Buchungen von 5,2 % bis 2027. Selbst in unsicheren Zeiten werden Reisen fortgesetzt, wobei Reisende bewusster und überlegter entscheiden, wohin, wie und warum sie reisen.
Die Herausforderung – und Chance für die Branche liegt in der schnellen Anpassung, um diese neue Wachstumsphase optimal zu nutzen.

















