Griechische Reisende, die in diesem Sommer über große US-Drehkreuze fliegen, sehen sich einem erhöhten Risiko verpasster Anschlussflüge ausgesetzt, das weniger vom Abflughafen als vom Ankunftsflughafen abhängt. Der Flughafen mit dem höchsten Risiko für verpasste Verbindungen ist laut Analyse von AirAdvisor der Flughafen in Miami.
Die Analyse zeigt, dass mehrere internationale Flughäfen, die häufig von griechischen Passagieren für Umstiege genutzt werden, zu den weltweit risikoreichsten Drehkreuzen hinsichtlich Verspätungen und verpasster Flüge zählen. Der Dallas/Fort Worth International Airport belegt im Summer Connection Risk Index 2026 von AirAdvisor den letzten Platz weltweit, gefolgt vom O’Hare International Airport, dem John F. Kennedy International Airport und dem Miami International Airport – alle in der Kategorie „hohes Risiko“ für verpasste Anschlussverbindungen während der Sommer-Hochsaison.
Diese Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der internationale Flughafen Athen „Eleftherios Venizelos“ sein starkes Wachstum fortsetzt, im Vorfeld eines erwarteten Anstiegs des Reiseverkehrs aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Athener Flughafen fertigte 2025 insgesamt 33,9 Millionen Passagiere ab, wobei der internationale Verkehr im Jahresvergleich um 8,6 % stieg. Er unterstützt inzwischen ein kontinuierlich wachsendes Netzwerk von Transatlantikflügen nach Nordamerika, darunter Direktverbindungen nach New York, Chicago, Atlanta, Boston, Washington, Philadelphia, Toronto und Montreal.
Für griechische Passagiere verlagert sich die Sorge zunehmend auf das, was nach der Ankunft an überlasteten internationalen Drehkreuzen geschieht, die bereits während der Sommer-Hochsaison unter starkem Druck stehen.
Diese Erkenntnisse erscheinen vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach internationalen Reisen im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft, wobei griechische Passagiere voraussichtlich große US-Drehkreuze nutzen werden, um die Austragungsstädte zu erreichen.
| Flughafen | Rang | Score | Risikostufe |
| Miami Int’l (MIA) | #17 | 6.85 | Hohes Risiko |
| New York JFK (JFK) | #18 | 6.75 | Hohes Risiko |
| Chicago O’Hare (ORD) | #19 | 6.60 | Hohes Risiko |
| Dallas/Fort Worth (DFW) | #20 | 6.15 | Hohes Risiko |
Für griechische Reisende mit Zielstädten der Fußball-Weltmeisterschaft liegt das größte Risiko offenbar im Streckenteil über große US-Drehkreuze. Während der Sommersaison 2025 wurden auf der Strecke ATH–JFK insgesamt 64 Flüge mit Verspätungen von über 60 Minuten bei 1.034 Flügen registriert (6,19 %), wobei die durchschnittliche Verspätungsdauer bei Störungen 193,44 Minuten betrug.
Obwohl die Abflüge aus Athen insgesamt relativ stabil blieben, steigt das Risiko von Störungen bei der Ankunft an stark frequentierten Flughäfen wie dem John F. Kennedy International Airport, wo lange Verspätungen und enge Umsteigezeiten schnell zu verpassten Anschlussflügen, Umbuchungen auf den nächsten Tag und Kettenreaktionen im Reiseplan führen können.
Ein sekundärer Risikofaktor liegt innerhalb Europas. Griechische Passagiere, die von Insel-Flughäfen nach Athen und anschließend zu großen europäischen Hubs wie dem Frankfurt Airport (Score 7,95) oder dem Amsterdam Airport Schiphol (7,90) reisen, bewegen sich auf mehrteiligen Routen, bei denen sich Verspätungen summieren können.
In der Praxis können selbst moderate Störungen an großen Umsteigeflughäfen die ohnehin knappen Zeitfenster zwischen Flügen weiter verkürzen, zu Übernacht-Umbuchungen führen oder weitere Verbindungen innerhalb Europas beeinflussen, sowohl zu kontinentalen als auch zu Inselzielen. Im Sommer 2025 wurden auf der Strecke ATH–FRA insgesamt 86 Flüge mit Verspätungen von über 60 Minuten bei 1.579 Flügen registriert (5,45 %), also etwa 1 von 18 Flügen mit erheblichen Verzögerungen. Bei Verspätungen betrug die durchschnittliche Dauer 110,1 Minuten.
Diese Flughäfen werden in die Kategorie „mittleres Risiko“ eingestuft, was bedeutet, dass Störungen weniger ausgeprägt sind als an den Hochrisiko-Drehkreuzen in den USA, jedoch weiterhin ausreichend relevant, um enge Umsteigezeiten zu beeinträchtigen.
Was griechische Passagiere über ihre Rechte wissen sollten
EU-Passagiere, die aus Griechenland abfliegen, haben gemäß der EU-Verordnung 261 Anspruch auf Entschädigung, Betreuung und Umbuchung bei erheblichen Verspätungen oder Flugausfällen, abhängig von den Umständen.
Die Anwendung der Regeln in Griechenland erfolgt durch die Zivilluftfahrtbehörde, die die Einhaltung der Passagierrechte durch Fluggesellschaften überwacht.
Für Reisende mit mehrteiligen Reisen in diesem Sommer bleibt Dokumentation entscheidend:
- Bereitstellung von Bordkarten
- Speicherung von Verspätungsbenachrichtigungen
- Aufbewahrung von Belegen für selbst getragene Ausgaben


















