In der europäischen Hotelbranche herrscht große Besorgnis über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Geschäft in den kommenden Jahren. Die Ergebnisse einer kürzlich von Statista und Booking.com durchgeführten Umfrage zeigen, dass die Besorgnis auf dem griechischen Hotelmarkt noch größer ist.
Die Umfrage mit dem Titel „The Titans of Travel“, die sich auf Daten des Europäischen Beherbergungsbarometers stützt, ergab, dass 41 % der europäischen Hoteliers glauben, dass der Klimawandel in den nächsten drei Jahren große oder sehr große Auswirkungen auf ihr Geschäft haben wird.

Diese Sorge ist am ausgeprägtesten in den nordischen Ländern und den Niederlanden sowie in Südeuropa, das in den letzten Jahren stark von Dürren und Waldbränden betroffen war.
In Griechenland ist der Anteil der Hoteliers, die sich über die Auswirkungen des Klimawandels Sorgen machen, mit 44 % höher als der europäische Durchschnitt.
Den höchsten Grad an Besorgnis zeigten die portugiesischen Hoteliers: 59 % von ihnen rechnen in naher Zukunft mit starken Auswirkungen des Klimawandels. Es folgen Hoteliers aus Schweden (46 %), Spanien (45 %), Italien (44 %), den Niederlanden (43 %), dem Vereinigten Königreich (39 %), der Schweiz (38 %) und Frankreich (37 %). Die geringsten Bedenken wurden in Österreich (30 %) und Deutschland (24 %) geäußert.
Nur ein Viertel (24 %) der Hoteliers bezweifelt, dass sich der Klimawandel in den nächsten drei Jahren auf ihr Unternehmen auswirken wird. 41 % glauben, dass er große bis sehr große Auswirkungen haben wird. Deshalb planen 45 % der Unternehmen, etwa ein Viertel ihrer Investitionen in Nachhaltigkeitsinitiativen zu stecken.
Ein Zehntel der europäischen Hoteliers ist bereit, fast die Hälfte ihrer Investitionen in Nachhaltigkeitsinitiativen zu stecken. Ein Drittel wird hingegen überhaupt nicht oder nur einen sehr geringen Betrag in Nachhaltigkeit investieren.
Die Erlangung von Nachhaltigkeitszertifizierungen war für 48 % der europäischen Hoteliers ein Anreiz, in diesen Bereich zu investieren. 62 % ergreifen Maßnahmen, die darauf abzielen, die Wahrnehmung und den Ruf bei den Gästen zu verbessern.
Mehr als zwei Drittel der europäischen Hoteliers gaben jedoch langfristige Kosteneinsparungen als Hauptmotiv für Investitionen in die Nachhaltigkeit an. Dies ist angesichts des starken Anstiegs der Energiekosten nicht überraschend.

















