Samstag, Juni 6, 2026
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Delta Air Lines gibt einen starken Ausblick für Ende 2025 mit steigenden Flugpreisen und einer Erholung der Nachfrage

Delta Air Lines gab am Donnerstag bekannt, dass das vierte Quartal 2025 besser als von Analysten prognostiziert ausfallen dürfte. Grund dafür sind höhere Flugpreise und eine starke Erholung der Nachfrage, insbesondere im Bereich der Geschäftsreisen. Diese optimistische Prognose weckt das Interesse der Anleger.

Die in Atlanta ansässige Fluggesellschaft verzeichnete im dritten Quartal Gewinne, die über den Erwartungen lagen, wobei die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als 5 % zulegte. Die positive Stimmung übertrug sich auch auf die Konkurrenten United, American, JetBlue und Alaska Air, deren Aktien um 3 %–5 % stiegen.

Ein entscheidender Faktor für die Erholung ist die Reduzierung des Sitzplatzangebots auf dem Inlandsmarkt, was zu höheren Preisen und einer Stärkung der Umsatzkennziffer pro Einheit, einem wichtigen Indikator für die Preissetzungsmacht, führte. Mit Spirit Airlines im Rückgang und anderen Gesellschaften, die ihr Wachstum bremsen, erwartet Delta, dass sie auch im vierten Quartal in diesem Bereich positiv abschneiden wird.


Das Unternehmen prognostiziert bereinigte Gewinne von 1,60–1,90 US-Dollar je Aktie für den Zeitraum bis Dezember, mit einem Durchschnitt von 1,75 US-Dollar, verglichen mit 1,66 US-Dollar, die Analysten laut LSEG erwartet hatten. Gleichzeitig sollen die Umsätze jährlich um 2 %–4 % steigen. Im dritten Quartal belief sich der bereinigte Gewinn auf 1,71 US-Dollar je Aktie und übertraf damit die Schätzungen.

CEO Ed Bastian erklärte, das Unternehmen sei „gut positioniert“, um Umsatz und Margen bis 2026 weiter zu steigern. Analysten erwarten, dass Delta ebenso wie United von ihrer Premium-Strategie profitieren wird. Das Premium-Segment wuchs bereits um 9 % und macht 43 % der Passagiererträge aus, im Gegensatz zu einem Rückgang von 4 % in der Economy-Klasse.

Über den Flugbetrieb hinaus zeigt sich die Erlösdiversifizierung robust: 2 Mrd. US-Dollar stammen aus der Partnerschaft mit American Express, dazu kommen steigende Einnahmen aus Fracht, Wartungsdiensten und dem Treueprogramm. Diese alternativen Einnahmequellen schützen die Finanzen des Unternehmens vor Nachfrageschwankungen.

Allerdings hat die verzögerte Gehaltszahlung an Fluglotsen infolge des anhaltenden Regierungsstillstands in den USA bereits zu Flugausfällen und Verspätungen geführt. Delta berücksichtigt in seinen Prognosen nicht die möglichen Folgen eines länger andauernden Shutdowns, der sowohl den Reiseverkehr als auch den gesamten Konsum beeinträchtigen könnte.

Quelle: Reuters

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