Der griechische Markt für Kurzzeitvermietungen zeigt weiterhin eine starke Performance, auch in den sogenannten „Shoulder Months“, also den Monaten vor und nach der Hochsaison. Dabei sind Athen und Rhodos die klaren Favoriten, wie die neuesten Zahlen von AirDNA zeigen.
Laut den von AirDNA veröffentlichten Daten für Kurzzeitvermietungen im September stieg die Nachfrage nach Unterkünften in Griechenland im Jahresvergleich um 4,3 %, während das Angebot um 3,9 % zunahm, was den Markt ausgeglichen hält.

Da die Hochsaison in Griechenland dem Ende zugeht, zeigen die Septemberzahlen einen Rückgang von 4 % beim durchschnittlichen Tagespreis (ADR) auf 169 Euro im Jahresvergleich und einen Rückgang von 2 % bei den Einnahmen pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) auf 100 Euro.
Die Auslastung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf 59 %, fiel jedoch deutlich vom Augustwert von 76 % ab, „ein Hinweis auf die starke Abhängigkeit des griechischen Marktes vom Tourismus während der Hochsaison im Sommer“, so die Plattform.
Verlängerung der Saison in Athen und Rhodos
Auf Basis der verfügbaren AirDNA-Daten haben es Athen und Rhodos geschafft, ihre Touristensaison zu verlängern. Der Anteil der Kurzzeitvermietungen in den Monaten September und Oktober stieg von 39 % im Jahr 2019 auf 41 % im Jahr 2024, während der Anteil des Sommers von 32 % auf 30 % sank. Die Nachfrage in der Wintersaison blieb mit rund 29 % stabil, was die Dynamik der Städte als ganzjährige Reiseziele stärkt.
Ein ähnliches Muster zeigt Rhodos, einer der beliebtesten touristischen Hotspots des Landes. Die Nachfrage in der Zwischensaison stieg von 39 % im Jahr 2019 auf 41 % im Jahr 2024, während der Sommeranteil von 51 % auf 50 % sank. Obwohl der Winter weiterhin nur 9–11 % des Marktes ausmacht, deutet der Trend darauf hin, dass Besucher ihre Reisen über die Spitzenmonate hinaus verlängern.
Veränderung im Reiseverhalten
Laut AirDNA hat sich in den letzten Jahren das Verhalten der Besucher geändert, wobei mehr Reisende Griechenland außerhalb der Hochsaison besuchen, also von März bis Mai und im Zeitraum September–Oktober.
Zu den Faktoren, die diesen Trend verstärken, gehören die steigenden Temperaturen und häufigen Hitzewellen im Sommer, die Reisende dazu ermutigen, kühlere Monate für ihre Ferien zu wählen, sowie die niedrigeren Preise außerhalb der Spitzenzeiten.
Auch die zunehmenden Bedenken hinsichtlich Overtourism treiben viele Reisende dazu, die stark frequentierte Sommerzeit zugunsten eines entspannteren Erlebnisses zu vermeiden.
Der europäische Markt
In Europa setzte der Markt für Kurzzeitvermietungen nach den Rekorden des Sommers auch im September das stabile Wachstum fort, wobei die verfügbaren Angebote im Jahresvergleich um 2,3 % auf 4 Millionen Unterkünfte stiegen.
Die Nachfragesteigerung blieb für den zweiten Monat in Folge bei 3,6 %, was die Gesamtnächtigungen auf fast 46 Millionen erhöhte.
Da das Angebotswachstum sich verlangsamt und der regulatorische Druck steigt, treiben Eintrittsbarrieren in mehreren europäischen Märkten die Auslastung auf höhere Werte. Spanien und Italien stechen als Beispiele hervor, wo das reduzierte Angebot zu höheren Auslastungen führte und damit einige der höchsten jährlichen RevPAR-Wachstumsraten in Europa erzielte: +4 % bzw. +2 %.



















