Angesichts von Finanzierungsproblemen bei Renovierungsarbeiten und der Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen führt der Louvre ab, Mittwoch, dem 14. Januar, eine neue Preispolitik ein. Demnach steigt der Eintrittspreis für die meisten Besucher aus Ländern außerhalb der Europäischen Union auf 32 Euro.
Dabei handelt es sich um eine erhebliche Erhöhung um 45 Prozent „über Nacht“ gegenüber den bisherigen 22 Euro, die das Eintrittsticket zuvor kostete – ein Schritt, der eine wahre „Sturmflut“ von Reaktionen ausgelöst hat.
Diese Änderung betrifft in erster Linie Besucher aus Ländern außerhalb der Europäischen Union, darunter auch die Vereinigten Staaten, deren Staatsangehörige in der Regel den größten Anteil der ausländischen Besucher des Museums ausmachen.
Der Louvre verzeichnete im vergangenen Jahr fast 9 Millionen Besucher, wobei die Mehrheit aus dem Ausland stammte. Mehr als ein Zehntel der Besucher kam aus den USA, rund 6 Prozent aus China.
Französische Gewerkschaften verurteilten die Entscheidung umgehend und argumentierten, sie untergrabe grundlegend den globalen Auftrag des Museums. Nach dem überarbeiteten System müssen Besucher, die weder Staatsangehörige noch Einwohner von Ländern der Europäischen Union, Islands, Liechtensteins oder Norwegens sind, den höheren Preis zahlen.
Das Museum steht seit Langem unter Druck aufgrund der enormen Besucherzahlen, der alternden Infrastruktur, wiederholter Streiks sowie steigender Sicherheits- und Instandhaltungskosten – Herausforderungen, die allen großen kulturellen Institutionen Frankreichs gemein sind.
Die Gewerkschaft CGT Culture kritisiert die Preisstaffelung scharf und argumentiert, sie verwandle den Zugang zur Kultur in ein „kommerzielles Produkt“ und fördere einen ungleichen Zugang zum nationalen Kulturerbe. Während der Louvre betont, dass bestimmte Gruppen – etwa Besucher unter 18 Jahren sowie einige jüngere Einwohner europäischer Länder – weiterhin Anspruch auf freien Eintritt haben, erfolgte die letzte Preiserhöhung erst im Januar 2024, als der reguläre Eintrittspreis von 17 auf 22 Euro angehoben wurde.
Diskussionen über eine Erhöhung der Eintrittspreise für Besucher aus Ländern außerhalb der Europäischen Union hatten bereits vor dem Diebstahl vom 19. Oktober 2025 begonnen, der Sicherheitslücken und strukturelle Schwächen offenlegte und die Glaubwürdigkeit des meistbesuchten Museums der Welt als Hüter der unzähligen Kunstwerke, die es beherbergt, infrage stellte. Die Maßnahme wurde am 27. November genehmigt.
Neben dem Louvre müssen Besucher ab heute auch in anderen kulturellen Einrichtungen Frankreichs höhere Eintrittspreise zahlen – darunter im Schloss Chambord, in der Opéra Garnier, in der Conciergerie sowie in der Sainte-Chapelle.



















