Griechenland gilt als Bezugspunkt für bewusste europäische Reisende, die nachhaltige und verantwortungsvolle Reiseziele suchen, wie ein neuer Bericht der Europäischen Reisekommission (ETC) zeigt, der das Land in vier von fünf zentralen Kategorien bewusster Reisender unter den Top-Optionen einordnet, mit besonderer Dynamik bei einkommensstärkeren Reisenden, die Küstenziele bevorzugen, bei Reisenden, die Reisen mit Arbeit oder Studium kombinieren, sowie bei Reisenden, die Reisen außerhalb der Hochsaison wählen.
Insbesondere laut der ETC-Studie wird Griechenland vor allem von den „hassle-free holidaymakers“ bevorzugt, da das Land auf Platz drei liegt und 11 % erreicht, während es gleichzeitig in derselben Kategorie auch bei den „Gen Z remote adventurers“ mit einem Anteil von 9 % zu finden ist.
Dagegen liegt es in der Kategorie der „impact-aware travellers“ und der „eco-responsible explorers“ deutlich weiter unten und belegt jeweils Platz sieben mit einem Anteil von 7 %, während es in der Kategorie der „off-beat destination seekers“ nur Platz acht mit einem Anteil von 6 % erreicht.

Griechenland weist eine besondere Dynamik bei den „hassle-free holidaymakers“ auf, also einkommensstärkeren Reisenden mittleren Alters, die Komfort suchen und Familienreisen in 84 % der Fälle bevorzugen, hauptsächlich in etablierten Küsten- und Stranddestinationen, aber häufig in der Nebensaison reisen und in der Regel länger als der Durchschnitt bleiben (7 und mehr Übernachtungen), wodurch sie zur Ausbalancierung der Nachfrage beitragen, ohne Vertrautheit und Komfort zu beeinträchtigen.
Gleichzeitig ist das Land besonders relevant für die „Gen Z remote adventurers“, jüngere Reisende (18–24 Jahre), die Reisen mit Arbeit oder Studium verbinden, abgelegene und weniger bekannte Küstenziele bevorzugen, überwiegend in der Nebensaison reisen, länger am Reiseziel bleiben und den intensiven Austausch mit lokalen Gemeinschaften schätzen.
Griechenland wird zudem, wenn auch in geringerem Umfang, von zwei weiteren anspruchsvolleren Reisekategorien bevorzugt:
– die „impact-aware travellers“, junge Europäer (18–34 Jahre), die in der Nebensaison reisen, öffentliche Verkehrsmittel bewusst nutzen und von Sorgen über Überfüllung und Umweltbelastung motiviert sind. Sie unternehmen überwiegend kürzere Reisen und bevorzugen City Breaks sowie kulturelle Erlebnisse.
– die „eco-responsible explorers“, die stärker von Nachhaltigkeit geprägt sind, ökologisch verantwortungsbewusste Entdecker, die abgelegene, wenig überlaufene Ziele priorisieren und längere Naturreisen wählen. Ihre ökologische Ausrichtung zeigt sich in der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie in ihrem konstant hohen Interesse an den ökologischen und sozialen Auswirkungen des Tourismus.

Ein geringeres Profil zeigt sich bei den „off-beat destination seekers“, eher reiferen Reisenden (45+), die besonders empfindlich auf Überfüllung reagieren, Hochsaisons aktiv vermeiden und sich auf weniger bekannte europäische Ziele konzentrieren, wobei sie Reisen im eigenen Land und Outdoor-Aktivitäten bevorzugen, mit besonderem Fokus auf erschwingliche Preise und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
64 % der fast 24.000 Europäer, die an der ETC-Studie teilnahmen, erfüllten mindestens einen der oben genannten Verhaltensindikatoren verantwortungsbewusster Reisender und wurden somit als bewusste Reisende (conscious travellers) eingestuft.
Diese Reisenden erweisen sich als ein hochwertiges und widerstandsfähiges Marktsegment, das eine starke Reiseabsicht mit bewussteren und verantwortungsvolleren Entscheidungen kombiniert.
Ihre Präferenzen deuten auf Chancen für eine ausgewogenere Nachfrage hin, durch Reisen in näher gelegene Destinationen, längere Aufenthalte, flexiblere Reisezeitplanung und ein erhöhtes Interesse an weniger stark frequentierten Zielen.


















