Griechenland gehört zu den fünf beliebtesten Reisezielen der Europäer in dieser Sommersaison (April – September) und hat einen Anteil von 5% am innereuropäischen Markt, so der jüngste Bericht „Monitoring Sentiment for Intra-European Travel“ der European Travel Commission (ETC).
Griechenland liegt mit einem Anteil von 4,9% an vierter Stelle. Gleichzeitig führt es zusammen mit Portugal die Liste der europäischen Destinationen an, die den höchsten Anteil (21%) an neuen Reisenden anziehen, und steht hinter Spanien an zweiter Stelle der beliebtesten „Sonne und Meer“-Destinationen.

Spanien bleibt mit einem Anteil von 6,5 % an erster Stelle der beliebtesten Reiseziele der europäischen Bürger, Italien folgt an zweiter Stelle mit einem Anteil von 6 % und Frankreich an dritter Stelle mit einem Anteil von 5,9 %, wobei die ersten vier Plätze wie im letztjährigen Bericht unverändert bleiben.

Für polnische Reisende ist Griechenland das beliebteste Reiseziel mit einem Marktanteil von 7 %, für italienische Reisende das drittbeliebteste mit einem Anteil von 6 % und für Reisende aus dem Vereinigten Königreich und Österreich das viertbeliebteste mit einem Anteil von 7 % bzw. 5 %.
Gleichzeitig rangiert es mit einem Anteil von 5 % bzw. 4 % an fünfter Stelle in der Gunst der französischen und deutschen Reisenden.

Obwohl die Reiseabsichten insgesamt niedriger sind als im Vorjahr (72 %, minus 3 %), planen die europäischen Reisenden längere Reisen und höhere Budgets. So planen 30 %, bis zu 2 500 EUR pro Reise auszugeben, während 17 % mehr als 2 500 EUR ausgeben wollen.
Zu den Ländern, in denen die Reiseabsicht am stärksten ausgeprägt ist, gehören Polen (80 %), das Vereinigte Königreich (79 %), die Niederlande (75 %), Spanien (75 %) und Italien (73 %). Die Franzosen (65 %), Belgier (68 %), Österreicher (69 %), Schweizer (69 %) und Deutschen (70 %) haben dagegen eine geringere Reiseabsicht.
Zunehmendes Interesse an Osteuropa
Die Reisegewohnheiten ändern sich: Die Europäer zeigen eine wachsende Vorliebe für erlebnisorientierte Reisen und wenden sich alternativen Reisezielen zu.
Traditionelle Mittelmeerziele verlieren leicht an Beliebtheit (-8%), während das Interesse an Osteuropa zunimmt (+3% im Vergleich zum Vorjahr).
Längere Urlaubsdauer und höhere Ausgaben
Trotz eines leichten Rückgangs der Reiseabsichten insgesamt beabsichtigen 27 % der Europäer, zwischen April und September 2025 drei oder mehr Reisen zu unternehmen – ein bemerkenswerter Anstieg von 6 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Sie beabsichtigen auch, ihren Aufenthalt zu verlängern: 42 % planen einen Urlaub mit 7 bis 12 Übernachtungen, was einem Anstieg von 11 % gegenüber 2024 entspricht.
Der Anstieg der Reisebudgets deutet darauf hin, dass die Europäer dem Reisen bei ihren persönlichen Ausgaben weiterhin Priorität einräumen. Fast ein Drittel der Europäer (30 %) plant, zwischen 1 501 € und 2 500 € pro Person und Reise auszugeben, was einem Anstieg von 7 % entspricht, und 17 % planen, mehr als 2 500 € auszugeben.
Reisende, die sich für weniger beliebte Reiseziele entscheiden, bleiben in der Regel länger (38 % planen Reisen von mehr als 10 Tagen, gegenüber 21 % bei den traditionellen Reisezielen) und geben mehr aus, wobei viele von ihnen planen, mehr als 2 500 EUR pro Reise auszugeben.
Bei den Ausgabeprioritäten steht in allen Altersgruppen die Unterkunft an erster Stelle (27 %), gefolgt von Essen und Trinken (20 %) und Aktivitäten am Reiseziel (16 %). Jüngere Reisende zwischen 18 und 24 Jahren sind eher bereit, Geld für Shopping (15 %) und Luxuserlebnisse (11 %) auszugeben, während Reisende ab 55 Jahren mehr Wert auf Komfort legen und mehr für Unterkunft (33 %) und Verpflegung (24 %) ausgeben.
Finanzielle Bedenken nehmen allmählich ab, sind aber immer noch das größte Reisehindernis. Die Sorge um steigende Reisekosten aufgrund der Inflation ist im Vergleich zum Vorjahr von 23 % auf 17 % zurückgegangen, während die Sorge um die persönlichen Finanzen um 3 % auf 14 % gesunken ist.
Alternative Reiseziele auf dem Vormarsch
Südeuropa und der Mittelmeerraum sind nach wie vor die beliebtesten Reiseziele und werden in diesem Frühjahr und Sommer voraussichtlich 41 % der europäischen Reisenden anziehen. Die Absicht, diese Region zu besuchen, ist jedoch geringer als im Vorjahr, da einige Reisende alternative Reiseziele erkunden möchten. Insbesondere Länder wie Österreich, Bosnien und Herzegowina, Albanien, Belgien und Bulgarien verzeichnen einen leichten Anstieg des Interesses um 1%.
Innerhalb des gewählten Landes sind etablierte Reiseziele – wie Großstädte, touristische Dörfer und Badeorte – weiterhin sehr beliebt und ziehen 53 % der Reisenden in diesem Frühjahr und Sommer an. Gleichzeitig entscheiden sich 35 % für weniger beliebte Regionen und 13 % planen Reisen abseits der ausgetretenen Pfade.
Umweltbewusstsein prägt Reiseentscheidungen
Das Klimabewusstsein beeinflusst zunehmend die Reiseentscheidungen: 81 % der Europäer geben an, dass der Klimawandel ihre Reisegewohnheiten beeinflusst, das sind 7 % mehr als im Vorjahr.
Die Reisenden passen ihre Gewohnheiten entsprechend an: 17 % verfolgen die Wettervorhersagen genauer, 15 % suchen Reiseziele mit milderem Klima und 14 % meiden Reiseziele mit extrem hohen Temperaturen. Dieses gestiegene Bewusstsein könnte einer der Faktoren sein, die das Interesse der Europäer an kühleren oder alternativen Reisezielen im Hochsommer fördern.



















