Mittwoch, Juni 10, 2026
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EXKLUSIV – Europäische Reisende 2026: Rekord bei Reiseabsichten, Trend hin zum Mittelmeer und niedrigere Ausgaben | Die neueste ETC-Studie | TABELLEN

– Die neue Studie der European Travel Commission (ETC) zeigt eine starke Reisebereitschaft, mit einer klaren Verschiebung hin zu Sicherheit, Value for money und Reisezielen in Südeuropa

– Business as usual, begrenzte Sorgenlage

– Rückgang der Ausgaben infolge der Sorgen über die wirtschaftliche Lage, 11% planen bis zu 2.500 € auszugeben!

– Der Mittelmeerraum profitiert (+17%), ebenso Griechenland. Sicherheit und Kosten sind die zentralen Themen

Der europäische Reisemarkt geht mit einer besonders starken Dynamik in das Jahr 2026, da die Reiseabsicht laut der neuesten Studie der European Travel Commission (ETC) historische Höchstwerte erreicht. Die Daten zeigen, dass die Europäer trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Belastungen ihre Reisepläne nicht nur nicht aufgeben, sondern vielmehr ausbauen, jedoch ihr Verhalten anpassen.

Die Reiseabsicht beträgt 82% und liegt damit 10 Prozentpunkte über dem Niveau von 2025, was die anhaltend starke Nachfrage nach Tourismus in Europa bestätigt. Der Fokus liegt vor allem auf den Sommermonaten, wobei der Zeitraum Mai–Juli das wichtigste Reisefenster darstellt, während die Sommersaison insgesamt mehr als die Hälfte der Nachfrage auf sich vereint.

Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Verschiebung in der geografischen Verteilung der Reiseziele. Südeuropa und der Mittelmeerraum verzeichnen einen starken Zuwachs und ziehen 59% der Reisenden an, ein Plus von 17 Prozentpunkten. Im Gegensatz dazu zeigen andere Regionen Europas eine Stabilisierung oder einen Rückgang, was die Verschiebung hin zu Zielen bestätigt, die Sicherheit, gutes Wetter und eine hohe touristische Bereitschaft kombinieren.


Parallel dazu verändert sich auch das Reiseprofil. Europäer zeigen eine zunehmende Präferenz für Reisen innerhalb eines Landes mit mehreren Zielen, während die Absicht für Reisen in mehr als ein Land deutlich zurückgeht. Dieses Element spiegelt ein vorsichtigeres und stärker „kontrolliertes“ Reiseverhalten wider, vermutlich aufgrund von Kosten und Unsicherheit.

Freizeit bleibt der dominierende Reisezweck und legt zudem um 10 Prozentpunkte zu, auf 77%. Im Gegensatz dazu gehen Geschäftsreisen und Eventreisen zurück, was zeigt, dass die Erholung des Leisure Travel weiterhin die übrigen Kategorien übertrifft.

Auf Ebene der Urlaubsformen bleiben klassische Sommerurlaube „Sonne und Strand“ an der Spitze, während City Breaks, Kulturreisen und Aktivitäten in der Natur eine starke Präsenz behalten. Gastronomie und Luxusreisen weisen hingegen niedrigere Anteile auf, ein Faktor, der mit der gestiegenen Kostensensibilität zusammenhängt.

Die wirtschaftliche Dimension ist inzwischen ein entscheidender Faktor. Reisende zeigen sich vorsichtiger bei ihren Ausgaben, mit einer Verschiebung hin zu niedrigeren Budgets und einem Rückgang bei hochpreisigen Reisen. Gleichzeitig zeigt sich ein Trend zu mehr, aber kürzeren Reisen, da der Anteil derjenigen steigt, die ein oder zwei Reisen pro Jahr wählen, statt mehrerer Trips.

Auch die Aufenthaltsdauer zeigt Anpassungen, mit einem Rückgang bei Reisen von 7–12 Übernachtungen und einer Zunahme kürzerer Aufenthalte, insbesondere von 4–6 Nächten. Dieses Element bestätigt die allgemeine Verschiebung hin zu flexibleren und kosteneffizienteren Reiseformen.

Laut ETC ist auch die Veränderung bei den Kriterien für die Wahl des Reiseziels von Bedeutung. Sicherheit entwickelt sich zum wichtigsten Faktor und verzeichnet einen Anstieg, während Wetter, Value for money und das allgemeine Reiseerlebnis weiterhin hoch bleiben. Geopolitische Instabilität, insbesondere die Lage im Nahen Osten, zählt zu den größten Sorgen der Reisenden und hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen.

Diese Sorgen spiegeln sich auch im gesamten Reiseverhalten wider: steigende Kosten, Sicherheitsfragen und wirtschaftliche Unsicherheit beeinflussen die Entscheidungen, führen jedoch nicht zu Stornierungen. Im Gegenteil, die Mehrheit der Reisenden gibt an, dass sie im Falle von Störungen ihre Reise anpassen, sie jedoch nicht absagen wird.

Schließlich bleibt im Bereich der Verkehrsmittel das Flugzeug führend, während die Nutzung des Autos zunimmt, was auf eine Verschiebung hin zu flexibleren und stärker kostenkontrollierten Reiseformen hinweist.

Wesentliche Ergebnisse der Studie:

  • 82% Reiseabsicht (+10% im Jahresvergleich)
  • 59% wählen Südeuropa und den Mittelmeerraum (+17%)
  • 77% reisen aus Freizeitgründen (+10%)
  • Rückgang bei hochpreisigen und längeren Reisen
  • Sicherheit und Kosten als zentrale Entscheidungsfaktoren
  • Trend zu kleineren, flexibleren Reisen
  • Gestiegene Sorge über geopolitische Entwicklungen (+9%)

Das Gesamtbild, das sich aus den ETC-Daten ergibt, zeigt einen Markt mit starker Nachfrage, aber auch mit klaren Anpassungen im Verhalten der Reisenden, die eine Balance zwischen Erlebnis, Kosten und Sicherheit suchen.

Der „mediterrane Shift“ rückt Griechenland in den Mittelpunkt der Nachfrage

Auch wenn die Studie der European Travel Commission keine detaillierte Länderanalyse liefert, zeigen die Ergebnisse eindeutig eine starke Verschiebung der europäischen Nachfrage in Richtung Südeuropa und Mittelmeerraum, der um 17 Prozentpunkte wächst. Diese Entwicklung positioniert Griechenland indirekt, aber klar erkennbar, unter den Hauptprofiteuren der diesjährigen touristischen Dynamik.

Die stärkere Nachfrage nach mediterranen Zielen hängt eng mit den zentralen Auswahlkriterien der Studie zusammen: Sicherheit, Stabilität, gute Wetterbedingungen und ein wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese Faktoren entsprechen weitgehend dem touristischen Profil Griechenlands, das traditionell eine starke Sommernachfrage verzeichnet.

Gleichzeitig verstärkt die wachsende Präferenz der Europäer für Freizeitreisen in Kombination mit der anhaltenden Dominanz des „Sonne-und-Strand“-Modells die Position griechischer Destinationen weiter. Insbesondere Inselregionen und Küstenziele passen sich diesem Reisemuster natürlich an, das für 2026 einen Aufwärtstrend zeigt.

Zudem schafft laut ETC die Verschiebung hin zu kürzeren und flexibleren Reisen sowie die zunehmende Präferenz für Ziele innerhalb eines Landes die Voraussetzungen für eine breitere Streuung der Nachfrage. In diesem Kontext haben Destinationen wie Kreta – die Größe, Vielfalt an Erlebnissen und gut ausgebaute Infrastruktur kombinieren – die Möglichkeit, einen bedeutenden Teil dieses Trends aufzunehmen, auch wenn dies in der Studie nicht quantitativ ausgewiesen wird.

Besondere Bedeutung kommt auch der zunehmenden Gewichtung von Sicherheit zu, die sich als wichtigster Faktor bei der Wahl des Reiseziels herauskristallisiert. In einem Umfeld geopolitischer Unsicherheit profitieren der Mittelmeerraum und insbesondere Länder wie Griechenland von der wahrgenommenen Stabilität in den wichtigsten europäischen Märkten.

Insgesamt liefern die ETC-Daten keine direkte Darstellung der Entwicklung Griechenlands, schaffen jedoch einen klaren Rahmen, innerhalb dessen sich das Land positiv bewegt. Die Stärkung des Mittelmeerraums, die Dominanz von Freizeitreisen, die Präferenz für sichere Destinationen sowie die Suche nach einer Balance zwischen Erlebnis und Kosten sind Trends, die eng mit den Merkmalen des griechischen Tourismusprodukts übereinstimmen.

DIE VOLLSTÄNDIGE ERFASSUNG DER REISETRENDS – ETC (2026)

1. Reiseabsicht (Travel Intent)

  • März 2026:

    – 82% geben an, dass sie wahrscheinlich/sehr wahrscheinlich reisen werden

    – 9% neutral

    – 9% unwahrscheinlich/sehr unwahrscheinlich

  • Vergleich:

    – März 2025: 72%

    – Mai 2025: 77%

    – September 2025: 73%

Veränderung: +10 Prozentpunkte gegenüber März 2025

2. Zeitliche Reiseplanung

  • Frühling (April–Juni): 34%
  • Sommer (Juli–September): 52%
  • Frühherbst: 11%

Pro Monat:

  • April: 16%
  • Mai: 18%
  • Juni: 20%
  • Juli: 19%
  • August: 13%
  • September: 11%

3. Reiseziele (geografisch)

  • 65% planen Reisen innerhalb Europas (+4%)
  • 24% im eigenen Land
  • 34% in ein Nachbarland
  • 32% in ein nicht benachbartes europäisches Land
  • 9% außerhalb Europas
  • 2% unentschieden

4. Regionale Verteilung der Präferenzen

  • Südeuropa & Mittelmeerraum: 59% (+17%)
  • Westeuropa: 17%
  • Nordeuropa: 15%
  • Mitteleuropa: 6%
  • Osteuropa: 3% (-6%)

5. Reisetypen

  • Große/beliebte Reiseziele: 49% (-4%)
  • Weniger bekannte Ziele: 41% (+6%)
  • Abgelegene/„off the beaten path“: 10% (-3%)

Insgesamt: 51% wählen weniger bekannte oder alternative Reiseziele

6. Reiseform (Itinerary)

  • Aufenthalt in einer Stadt:

    – 53% (2026)

    – 52% (2025)

  • Mehrere Reiseziele innerhalb eines Landes:

    – 42% (2026)

    – 37% (2025)

    – ➝ +5%

  • Mehrere Länder:

    – 5% (2026)

    – 9% (2025)

    – ➝ -4%

7. Reisezweck

März 2026:

  • Freizeit: 77% (+10%)
  • Besuch von Freunden/Verwandten: 12%
  • Geschäftsreisen: 4% (-4%)
  • Veranstaltungen: 4% (-5%)
  • Sonstiges: 5%

8. Urlaubsarten (Leisure)

  • Sun & Beach: 28% (+5%)
  • Kultur & Erbe: 16%
  • City Break: 16%
  • Natur & Outdoor: 14%
  • Wellness: 11%
  • Road Trips: 5%
  • Gastronomie: 4%

9. Anzahl der Reisen 2026:

  • 1 Reise: 39% (+7%)
  • 2 Reisen: 39% (+5%)
  • 3+ Reisen: 18% (-9%)
  • Sonstiges: 4%

10. Aufenthaltsdauer

  • 1–3 Nächte: 15% (von 13%)
  • 4–6 Nächte: 38% (von 35%)
  • 7–12 Nächte: 37% (von 42%) ➝ -5%
  • 12+ Nächte: 10%

11. Budget pro Person

  • Bis €500: 12% (von 10%)
  • €501–€1.000: 26% (+4%)
  • €1.001–€1.500: 23%
  • €1.501–€2.500: 27% (von 30%)
  • €2.500+: 11% (-5%)

12. Ausgabenverteilung

  • Unterkunft: 31% (+4%)
  • Essen & Getränke: 23% (+3%)
  • Aktivitäten: 17%
  • Transport: 11%
  • Einkäufe: 8%
  • Wellness: 5%
  • Luxus-Erlebnisse: 4% (-3%)

13. Verkehrsmittel

  • Flugzeug: 55%
  • Auto: 28% (+4%)
  • Zug: 11%
  • Bus: 5%
  • Schiff: 2–3% (-3%)

14. Kriterien bei der Reisezielwahl

  • Sicherheit: 22% (+4%)
  • Wetter: 15%
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 14%
  • Freundliche Einwohner: 11%
  • Nicht überlaufenes Reiseziel: 10%
  • Gute Erreichbarkeit: 10%
  • Niedrige Lebenshaltungskosten: 10%
  • Infrastruktur: 9%

15. Reisebedenken

  • Steigende Reisekosten: 20% (+3%)
  • Naher Osten / Sicherheit: 18% (+9%)
  • Wirtschaftliche Lage: 16%
  • Krieg Russland–Ukraine: 12%
  • Transport / Streiks: 9%
  • Übertourismus: 9%
  • Extreme Wetterereignisse: 7%
  • Stornobedingungen: 5%
  • Ökologischer Fußabdruck: 4%

16. Reaktion auf Krisen (Climate Disruptions)

  • Reiseänderung: 66%–68%
  • Keine Änderung: 14%–24%
  • Stornierung: 10%–18%

Stichprobe:

  • ~4.900 Befragte (allgemeine Daten)
  • bis zu 5.991 in bestimmten Abschnitten

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