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Forbes Travel Guide: Die Einführung privater Flughafenterminals verändert das Reisen

Jahrelang war es nur mit einem Privatjet möglich, den Andrang und das Chaos großer Flughäfen zu vermeiden. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Eine neue Generation privater Einrichtungen für Passagiere von kommerziellen Flügen verspricht ein neues Reiseerlebnis mit exklusiven Eingängen, luxuriösen Lounges, speziellen Sicherheitskontrollen und einem direkten Transfer zum Flugzeug mit Chauffeur.

In Europa verfügen Flughäfen wie Heathrow in London und Charles de Gaulle in Paris bereits seit Jahren über private Einrichtungen. In den USA nahm das Unternehmen PS (Private Suite) 2017 zunächst in Los Angeles den Betrieb auf, 2023 folgte Atlanta. Dort wurden unabhängige Luxusterminals eingerichtet, die wie private Clubs funktionieren.

Die neueste Entwicklung stammt aus Lateinamerika: das BTG Pactual Terminal am Flughafen Guarulhos in São Paulo, das Ende 2024 eröffnet wurde und in diesem Jahr erweitert werden soll. Der CEO des Unternehmens, Fabio Camargo, erklärt, dass Brasilien „eine große Lücke bei hochwertigen Dienstleistungen“ habe, die das neue Terminal schließen werde. Schließlich verzeichnet das Land mehr als 40 Millionen Passagiere pro Jahr, während der Markt für Luxusreisen rasant wächst.


Für den Reisenden ähnelt das Erlebnis eher dem eines privaten Flughafens: separater Eingang, Übergabe von Reisepass und Gepäck an das Personal, Sicherheitskontrolle in einer eigenen Spur und Warten in Suiten oder Lounges, wo Premium-Köstlichkeiten von Chefkoch Ivan Ralston serviert werden. Anschließend erfolgt der Einstieg in luxuriöse Volvo-Fahrzeuge, die direkt zum Flugzeug fahren. Zu den zusätzlichen Leistungen gehören Hubschraubertransfers vom und zum Zentrum von São Paulo. Die Kosten beginnen bei 590 Dollar, wobei bereits 16 % der Nutzer aus dem Ausland kommen.

Der Trend breitet sich rasant aus. PS hat bereits mit den Arbeiten für ein neues Terminal in Dallas-Fort Worth begonnen und in Miami wird das historische Pan-Am-Gebäude in eine luxuriöse Anlage umgebaut, die 2026 in Betrieb genommen werden soll. Gleichzeitig wurde der Service PS Direct vorgestellt, der Reisende mit einem privaten Fahrzeug direkt vom Flugzeug zu ihrem endgültigen Zielort bringt.

Wie die CEO von PS, Amina Belouizdad Porter, bemerkt, bewegen sie sich in einem Bereich, den es bisher nicht gab: Dieser bislang unbesetzte Zwischenbereich zwischen Geschäfts- und Privatreisen entwickelt sich rasant zu einem neuen Wachstumsmarkt.

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