Mittwoch, Juni 10, 2026
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Fraport: Anstieg von Umsatz und EBITDA im 1. Quartal 2026 – 28,6 Millionen Passagiere im Konzern

Eine positive Entwicklung auf operativer Ebene verzeichnete Fraport im ersten Quartal 2026, wobei der Passagierverkehr in allen internationalen Märkten, in denen der Konzern tätig ist, zunahm und die wichtigsten Finanzkennzahlen eine Verbesserung zeigten, trotz des Drucks durch höhere Finanzierungskosten und geopolitische Entwicklungen.

Laut den von dem Unternehmen veröffentlichten Finanzdaten beliefen sich die Konzernumsätze auf 882,1 Mio. Euro gegenüber 868,5 Mio. Euro im entsprechenden Zeitraum 2025, was einem Anstieg von 1,6 % entspricht. Ohne die Auswirkungen von IFRIC 12 erreichten die bereinigten Umsätze 853,4 Mio. Euro, ein Plus von 5,2 %.

Das EBITDA stieg um 10,4 % auf 196 Mio. Euro, gegenüber 177,5 Mio. Euro im ersten Quartal 2025, während das EBIT um 8,1 % auf 56,3 Mio. Euro zunahm. Trotz der verbesserten operativen Leistung blieb das Konzernergebnis negativ, mit einem Verlust von 33,1 Mio. Euro nach einem Verlust von 26,4 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor allem auf höhere Finanzierungskosten und Abschreibungen nach dem Abschluss großer Investitionsprojekte an Flughäfen wie Lima und Antalya zurückzuführen.


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Der Vorstandsvorsitzende von Fraport, Stefan Schulte, erklärte, dass sich der Konzern „auf Wachstumskurs“ befinde, und betonte, dass selbst nach dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten (Iran–USA/Israel) ein Anstieg des Verkehrs in allen Märkten des Konzerns verzeichnet wurde. Wie er anmerkte, wurde der Rückgang des Passagieraufkommens in Richtung Naher Osten durch eine höhere Nachfrage in anderen Regionen, insbesondere in Fernost, ausgeglichen.

Am Flughafen Frankfurt stieg das Passagieraufkommen um 2,3 % auf 12,7 Millionen Passagiere im ersten Quartal. Das Wachstum wurde negativ beeinflusst durch den Krieg im Nahen Osten, Wetterbedingungen sowie Streikmaßnahmen im Februar und März. Trotz dieser Hindernisse berichtet das Unternehmen von einer weiterhin starken Nachfrage in anderen geografischen Märkten.

Auf Konzernebene stieg das gesamte Passagieraufkommen um 5,2 % auf 28,6 Millionen Passagiere. Besonders starke Leistungen verzeichneten mehrere internationale Flughäfen im Portfolio von Fraport mit zweistelligen Wachstumsraten. Hervorzuheben sind Porto Alegre mit +26 %, Ljubljana mit +18,2 %, die beiden Flughäfen an der bulgarischen Küste mit +15,8 % sowie Fortaleza in Brasilien mit +13,4 %.

Das Unternehmen hält seine Prognosen für das Gesamtjahr 2026 unverändert und erwartet, dass das Passagieraufkommen des Konzerns 188 bis 195 Millionen Passagiere erreichen wird. Gleichzeitig wird ein weiterer Anstieg des EBITDA auf rund 1,5 Mrd. Euro prognostiziert. Das Nettoergebnis dürfte jedoch weiterhin unter Druck bleiben, bedingt durch höhere Zinsaufwendungen und Abschreibungen im Zusammenhang mit großen Investitionsprogrammen.

Auch auf Bilanzebene wurden wesentliche Veränderungen verzeichnet. Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns stieg auf 8,55 Mrd. Euro gegenüber 8,19 Mrd. Euro Ende 2025, während die Liquidität um rund 225 Mio. Euro auf 3,65 Mrd. Euro sank. Die Verschuldungsquote erhöhte sich auf 164,4 % nach 158,1 % zum Jahresende des Vorjahres.

Fraport betont, dass die Sicherstellung der Treibstoffversorgung für Flugzeuge eine zentrale Voraussetzung für das weitere Wachstum im Jahr 2026 darstellt, und weist darauf hin, dass die jüngsten Zusicherungen der deutschen Regierung zur Versorgungssicherheit die Prognosen des Konzerns stützen.

Quelle: Fraport AG – Quartalsergebnisse Q1 2026

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