Fünf zentrale Trends, die voraussichtlich die Art und Weise prägen werden, wie Reisende im Jahr 2026 unterwegs sind, sowie 30 weltweit aufstrebende Reiseziele erfasst der jährliche Bericht 2026 Travel Trends Forecast von HomeToGo.
Die Analyse basiert auf Such- und Preisdaten der Plattform in Kombination mit einer Untersuchung des Reiseverhaltens in den Vereinigten Staaten.
Den Studienergebnissen zufolge geben 76 % der US-Amerikaner an, im Jahr 2026 reisen zu wollen, während mehr als jeder Vierte (26 %) längere und „umfangreichere“ Urlaubsreisen plant. Gleichzeitig erklären 57 %, dass sie im Vergleich zu 2025 mehr Geld für Reisen ausgeben werden. Zugleich bleibt der Preis für 52 % der Reisenden ein entscheidender Faktor, während 68 % bereit sind, außerhalb der Hochsaison zu reisen, um Kosten zu sparen und Menschenmengen zu vermeiden. Bezeichnend ist, dass 27 % aktiv nach „versteckten“ Reisezielen suchen.
Auf Grundlage dieser Daten identifiziert HomeToGo fünf Trends, die den Wandel der Reisepräferenzen verdeutlichen, und stellt für jeden Trend jeweils sechs Reiseziele vor, die steigendes Interesse mit erschwinglichen Preisen verbinden. Alle 30 Regionen verzeichnen im Jahresvergleich einen Anstieg der Suchanfragen um mehr als 100 % für Aufenthalte im Jahr 2026, ohne jedoch zu den 1.000 beliebtesten Reisezielen weltweit zu gehören. Gleichzeitig liegt der Medianpreis pro Übernachtung bei allen unter 100 US-Dollar pro Person.
Wilde und abgelegene Landschaften
Der erste Trend betrifft Reiseziele mit ausgeprägtem Naturcharakter und dramatischen Landschaften. 40 % der Befragten geben an, 2026 Nationalparks und Wildnisgebiete besuchen zu wollen, ein Anteil, der bei der Generation Z auf 44 % steigt, während 28 % ländliche Regionen und kleine Dörfer bevorzugen. Der Einfluss der Popkultur bleibt stark: Filme und Bücher dienen für 34 % beziehungsweise 18 % der Reisenden als Inspirationsquelle. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der starke Anstieg der Suchanfragen für Nordengland im Vorfeld einer neuen Verfilmung von Wuthering Heights.
Kleine Städte mit kulinarischem Profil
Deutlich an Beliebtheit gewinnen kleine, malerische Städte, die Ästhetik mit lokaler Küche verbinden. Reiseziele wie Orvieto in Italien oder Durbuy in Belgien gelten als aufstrebende „Stars“ für 2026. Das Interesse wird dadurch verstärkt, dass 53 % der Reisenden angeben, Reiseziele gezielt wegen neuer kulinarischer Erlebnisse auszuwählen.
Die Wiederbelebung des „Neuen Westens“
Wüstenlandschaften und kleine Städte im Westen der USA ziehen zunehmend Aufmerksamkeit auf sich, beeinflusst von zeitgenössischen kulturellen Strömungen und der Dynamik sozialer Medien. Instagram und TikTok fungieren insbesondere für jüngere Altersgruppen als zentrale Inspirationsquellen und lenken Reisende zu authentischen Destinationen abseits großer Tourismuszentren.
Entschleunigung an den Küsten
Mehr als die Hälfte der Reisenden (54 %) plant, 2026 einen Strandurlaub zu wählen, wobei mentale Erholung das Hauptmotiv darstellt. 23 % nennen psychisches Wohlbefinden als wichtigsten Faktor bei der Wahl des Reiseziels. Zu den aufstrebenden Destinationen zählen abgelegene Küsten in Asien, Afrika und im Mittelmeerraum, was mit dem wachsenden Interesse der Millennials und der Generation Z an Fernreisen zusammenhängt.
Zweitstädte im Fokus
Schließlich stellt HomeToGo fest, dass sogenannte „Zweitstädte“ gegenüber Hauptstädten an Bedeutung gewinnen. 45 % der Reisenden beabsichtigen, 2026 Städte zu besuchen, wobei Erlebnisse, Live-Events und kulturelle Aktivitäten die wichtigsten Kriterien darstellen. Städte wie Toulouse, Liverpool und Medellín entwickeln sich zu dynamischen urbanen Reisezielen mit starkem lokalem Charakter.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass das Reisejahr 2026 von einer steigenden Reiselust geprägt sein wird, zugleich jedoch von bewussteren Entscheidungen – mit Fokus auf Preis-Leistungs-Verhältnis, Authentizität und der Vermeidung von Massentourismus.



















