Der neue Quartalsbericht des Haushaltsamtes des Parlaments bestätigt, dass der Tourismus der wichtigste Wachstumsmotor für 2025 ist.
Im Vergleich zu 2024 stiegen die Reiseeinnahmen um 1,352 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 12,5 % entspricht. Verantwortlich für dieses positive Bild sind der Anstieg des eingehenden Reiseverkehrs um 2,6 % sowie die deutliche Steigerung der durchschnittlichen Ausgaben pro Reise um 9,1 %.
Im Juli 2025 stieg der Überschuss um 728,5 Mio. Euro, resultierend aus der Reduzierung der Zahlungen für Primär- und Sekundäreinkommen um 21 %, der Senkung der Einfuhren von Waren und Dienstleistungen um 3,2 % sowie dem Anstieg der Tourismuseinnahmen.
Wachstumsraten
Die griechische Wirtschaft setzte ihren positiven Kurs fort. Das BIP stieg im 2. Quartal um 1,4 % im Jahresvergleich und 0,6 % im Quartalsvergleich, getragen vor allem von Dienstleistungsexporten und privatem Konsum. Der Beitrag des Tourismus war entscheidend und stärkte das Bild der Stabilität.
Inflation und Preise
Die Inflation bleibt herausfordernd. Im August lag sie bei 2,7 %, wobei Lebensmittel und Dienstleistungen steigen. Die Kerninflation, konstant über 3 %, zeigt, dass der Druck auf die Lebenshaltungskosten weiterhin besteht.
Arbeitsmarkt
Die Beschäftigung nahm zu, die Arbeitslosigkeit sank auf einstellige Werte. Gleichzeitig stiegen die gemeldeten Überstunden stark an: im Tourismussektor um 681 %, im Gastgewerbe um 180 %. Dies spiegelt sowohl die starke Nachfrage als auch den Druck auf die Beschäftigten in Spitzenbranchen wider.
Haushaltsdaten
Von Januar bis Juli 2025 war das primäre Ergebnis der Gesamtregierung positiv. Die gute Entwicklung der Steuereinnahmen, der Anstieg der Tourismuseinnahmen und die Stärkung der Beschäftigung unterstützten die öffentlichen Finanzen. Gleichzeitig wurden die Ausgaben unter Kontrolle gehalten, abgesehen von den erhöhten Bedürfnissen bei sozialen Leistungen und Energiezuschüssen.
Leistungsbilanz
Die Leistungsbilanz verbesserte sich dank des Tourismus, doch die Handelsbilanz bleibt aufgrund hoher Importe defizitär. Die Verbesserung im Sommer war signifikant, beseitigt jedoch nicht die strukturellen Schwächen.
Internationales Umfeld
Die Lage in der Eurozone bleibt schwach, das BIP wächst nur langsam, etwa 0,7 % für 2025. Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten rund um die EZB-Zinspolitik schaffen ein Umfeld begrenzter Vorhersehbarkeit.
Fazit
Die griechische Wirtschaft zeigt Resilienz und stützt sich stark auf den Tourismus, der als wichtiges Wachstumsfundament fungiert. Trotz positiver Entwicklungen bei BIP und Haushaltskennzahlen bleiben die Inflations- und Warenbilanzdrucke bestehen. Ziel für die kommende Zeit ist die Erhaltung der Wachstumsdynamik bei einer ausgewogeneren Verteilung jenseits der touristischen Saison.


















