Sonntag, Juni 7, 2026
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In den USA suchen Europäer Natur und Outdoor-Aktivitäten | Welche Regionen besonders attraktiv sind

Die Wahrnehmung der USA durch Europäer spielt inzwischen eine wichtige Rolle bei ihrer Entscheidung, dorthin zu reisen, da europäische Reisende transatlantische Reisen zunehmend selektiver, mit kürzeren Planungszeiträumen und einer stärkeren Bereitschaft zu vielfältigen, authentischen Erlebnissen angehen, die über die ikonischen urbanen Zentren hinausgehen, laut Daten zur gesamten Reiseerfahrung der Urlauber.

Vor diesem Hintergrund zielt die Studie „The Evolution of European Demand to the U.S.: Understanding Shifting Travel Patterns“, die von The Data Appeal Company / Almaviva Group in Zusammenarbeit mit Phocuswright erstellt wurde, auf den Dialog und die Analyse im Vorfeld der Veranstaltung Phocuswright Europe 2026 ab, die vom 15. bis 17. Juni in Barcelona stattfinden wird. Der Bericht kombiniert Daten zu Flugbuchungen, beliebten und aufkommenden Reisezielen, Ankunftsflughäfen, Besucherprofilen, Unterkunftspräferenzen, Faktoren, die die Nachfrage beeinflussen, Reiseerlebnissen sowie Wahrnehmungsindikatoren von Reisenden aus den EU-28-Ländern. Ziel ist es, die Entwicklung des Reiseverhaltens europäischer Reisender in Richtung USA von 2023 bis heute zu erfassen.

Konkret wird für Nordamerika bis 2026 ein Volumen von 567 Milliarden US-Dollar an Bruttobuchungen erwartet, was einem jährlichen Anstieg von +3,1 % entspricht und die Region als größten globalen Reisemarkt bestätigt. Unter den untersuchten Märkten zeigt das Vereinigte Königreich die stärkste Verbindung zu Nordamerika, da 15 % der britischen Reisenden die Region bereits besucht haben. Es folgen Frankreich mit 11 %, während Deutschland – trotz der größten Reisendenbasis – bei 9 % liegt, Spanien bei 8 % und Italien bei 6 %.


Angesichts der zentralen Rolle Europas als wichtigste Quellregion für transatlantischen Outbound-Tourismus in die USA zielt die Analyse darauf ab, Verhaltensweisen, Präferenzen und aufkommende Trends hervorzuheben, damit US-Tourismusakteure wettbewerbsfähig bleiben.

Wahrnehmung als Schlüsselfaktor der Nachfrage

Im Vergleich zu 2023 haben sich die Wahrnehmungsindikatoren europäischer Reisender im Jahr 2025 verbessert, insbesondere der Sicherheitswahrnehmungsindex, der um +12,5 Punkte auf 81,4/100 gestiegen ist, sowie der Klima-Wahrnehmungsindex mit 80,6/100 (+2,4 Punkte).

Trotz einer Verbesserung um 9 Punkte und eines Anstiegs auf 59,3/100 bleibt der allgemeine Tourismus-Wahrnehmungsindex jedoch niedrig im Vergleich zu anderen internationalen Destinationen, was die Notwendigkeit weiterer Analyse der Einflussfaktoren unterstreicht.

Tatsächlich zeigen die Daten für 2026 einen leichten Rückgang gegenüber 2025, insbesondere aufgrund eines niedrigeren Gesamt-Wahrnehmungsindex (-1,5 Punkte auf 56,6/100) und eines geringeren Sicherheitsindex (-0,7 Punkte auf 81,1/100) sowie schwächerer Werte in wichtigen Märkten wie Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Italien.

„Die Wahrnehmungsindikatoren zur Gesamterfahrung und zu touristischen Produkten zeigen, dass europäische Reisende ein anspruchsvolles Publikum sind, dessen hohe Erwartungen an ein Weltklasse-Reiseziel wie die USA nicht immer vollständig erfüllt werden“, so Maria Pradissitto, North America Market Manager bei The Data Appeal Company.

Gleichzeitig dürften attraktivere Reiserouten und erweiterte Reiseerlebnisse, die stärker auf die Interessen europäischer Reisender zugeschnitten sind, eine entscheidende Rolle bei der Imagebildung der USA spielen. Dieser Trend zeigt sich auch in den Nachfragefaktoren, wo der Aktivtourismus seit 2023 den stärksten kontinuierlichen Anstieg verzeichnet und 17,2 % der Reisegründe erreicht (+1,5 Prozentpunkte).

Obwohl Kulturtourismus mit 31,9 % weiterhin das dominierende Motiv bleibt, spielt Natur ebenfalls eine starke Rolle mit 17 %, und gemeinsam mit Aktivtourismus bilden sie die Basis für stärker diversifizierte Reiseangebote, zusammen mit wachsenden Interessen wie Gastronomie und Sonnenurlaub.

Buchungstrends und Verhalten europäischer Reisender

Die Daten zeigen, dass große urbane und küstennahe Regionen weiterhin zentrale Anziehungspunkte bleiben. Reisende aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland steuern hauptsächlich große Städte und Küstenziele an, mit Anteilen zwischen 46 % und 55 % für Städte und 49 % bis 56 % für Stranddestinationen.

Laut Analyse von Phocuswright bleiben beliebte Ziele wie New York, Las Vegas, Los Angeles, Miami Beach und San Francisco ganz oben auf der Liste europäischer Reisender. Seit 2023 wird jedoch ein Rückgang der Nachfrage nach etablierten Einreiseknoten um -15,9 % im Jahr 2025 verzeichnet, was auf eine Abschwächung der Dynamik klassischer Hotspots hindeutet.

Dieser Trend zeigt sich auch in den Buchungsdaten. GDS-Buchungen aus EU-Ländern in Richtung USA stiegen 2026 um +11 %, nach einem Rückgang von -4 % im Jahr 2025, was eine Erholung, aber auch kürzere Planungszeiträume signalisiert.

Insgesamt zeigt sich, dass Europäer weiterhin starkes Interesse an den USA haben, ihre Reisen jedoch zunehmend bewusster hinsichtlich Art, Zeitpunkt und Ziel auswählen.

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