Mit steigenden Preisen für sämtliche Konsumgüter, Waren und Dienstleistungen, die die Haushaltsbudgets erheblich belasten, sind die finanziell unter Druck geratenen Amerikaner zwar nicht bereit, auf Sommerreisen zu verzichten, entscheiden sich jedoch zunehmend für kürzere und kostengünstigere Ausflüge, wie eine neue Studie zeigt.
Fast die Hälfte der Amerikaner (47 %), die in diesem Sommer reisen möchten, plant kürzere Reisen im Vergleich zum Vorjahr, so eine Umfrage von Global Insights im Auftrag von Enterprise Mobility.
Die Kosten sind laut der Studie der Hauptfaktor hinter dieser Veränderung der Reisedauer: 69 % der Amerikaner wählen Wochenendtrips, und von diesen geben fast die Hälfte (46 %) an, dass dies auf die bessere Erschwinglichkeit zurückzuführen ist.
Weitere Informationen zu den Reiseplänen der Amerikaner im Sommer 2026 umfassen:
- Kurzreisen gelten in diesem Sommer für 81 % der amerikanischen Reisenden als wichtig für mentale Gesundheit und Wohlbefinden.
- 83 % sind der Meinung, dass Kurztrips spontaner sind, und 74 % sagen, dass sie sich leichter in Zeitpläne und Budgets einfügen lassen.
- Fast zwei Drittel (63 %) derjenigen, die 1–3-tägige Reisen unternehmen, verbringen diese Zeit mit Freunden und Familie, während 33 % Kurzreisen rund um besondere Ereignisse oder Anlässe planen.
- Mehr als die Hälfte (58 %) plant, das nächste Reiseziel mit dem Auto zu erreichen.
- 56 % empfinden mehrere Kurzreisen als weniger stressig als die Planung längerer Urlaube.
Eine weitere aktuelle Analyse der Reisebranche von Points Path zeigt, dass der Sommer 2026 einer der teuersten seit Langem für US-Verbraucher sein wird. Laut der Analyse sind die Preise für inländische Flugtickets, die bar bezahlt werden, im Zeitraum vom 1. Juni bis 20. September um rund 15 % gestiegen, während Tickets, die mit Punkten bezahlt werden, um 18 % zulegten. Bei internationalen Flügen stiegen die Barpreise um 12 %, die Prämientickets um 14 %.
Seit Amtsantritt von Präsident Trump und infolge des Iran-Kriegs sind die Lebenshaltungskosten für den durchschnittlichen Amerikaner stark gestiegen. Im April verzeichnete der jährliche US-Verbraucherpreisindex den stärksten Anstieg seit drei Jahren.
Im April stiegen die Energiepreise um 3,8 %, nach einem Anstieg von 10,9 % im Vormonat. Gleichzeitig kletterten die Benzinpreise um 5,4 %, nach einem Rekordanstieg von 21,2 % im März. Auch Lebensmittelpreise legten deutlich zu, insbesondere in den letzten Monaten. Die Inflation bei Nahrungsmitteln stieg im April um 0,7 % – der höchste Monatsanstieg seit August 2022.
Die steigenden Preise beeinflussen auch die Reisepläne von Millennials und der Gen Z
Die kontinuierlich steigenden Lebenshaltungskosten in den USA wirken sich auch auf die Reisepläne jüngerer Reisender aus.
Fast drei Viertel (73 %) der Millennials und der Gen Z planen in diesem Sommer einen Urlaub, jedoch entscheidet sich eine überwältigende Mehrheit – 90 % der Millennials und 77 % der Gen Z – für Reisen innerhalb der Vereinigten Staaten, wobei Städte besonders beliebte Ziele sind. Konkret planen 70 % der Gen Z und 44 % der Millennials Städtereisen.
Für Millennials, die diesen Sommer nicht reisen, sind Benzinpreise (38 %), Inflationssorgen (39 %) und Flugkosten (30 %) die wichtigsten Hürden.


















