Sonntag, Juni 7, 2026
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Kurzzeitvermietungen in Griechenland unter Druck: Rückgang des Angebots und Auswirkungen durch den Nahost-Konflikt

Der europäische Markt für Kurzzeitvermietungen tritt Anfang 2026 in eine Phase der Stabilisierung ein. Griechenland – insbesondere Athen – bewegt sich in einem Umfeld veränderlicher Bedingungen: Das Angebot nimmt ab, die Nachfrage zeigt einen Rückgang, und die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten beeinflussen zunehmend das Verhalten der Reisenden.

Laut Daten von AirDNA für Februar 2026 stieg das gesamte Unterkunftsangebot in Europa im Jahresvergleich um 3,3 % auf 3,3 Millionen verfügbare Objekte, was die allmähliche Erholung des Marktes nach der Verlangsamung 2025 bestätigt. Gleichzeitig sank die Nachfrage um 4,5 %, sodass die durchschnittliche Auslastung 57 % erreichte – ein Rückgang von 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage zeigten die Preise Stabilität. Der durchschnittliche Tagespreis (ADR) stieg leicht um 0,4 % auf 119,7 Euro, während die Einnahmen pro verfügbarer Übernachtung (RevPAR) um 3,1 % auf 68 Euro sanken, wodurch die Verluste dank der Beibehaltung der Preisdynamik begrenzt wurden.


In diesem Kontext zeigt Griechenland einen entgegengesetzten Trend zum europäischen Durchschnitt, da das Unterkunftsangebot abnimmt. Nach einem Rückgang von -6,9 % im Januar sank die Verfügbarkeit im Februar um -6,1 % im Jahresvergleich, was die Differenzierung des griechischen Marktes gegenüber anderen europäischen Destinationen verdeutlicht, in denen das Angebot steigt.

Dieses Bild betrifft auch große Städte wie Athen, das sich in den umfassenderen Rahmen der Umstrukturierung des Kurzzeitvermietungsmarktes einfügt: begrenztes Angebot und gleichzeitige Anpassung der Anbieter an neue Marktbedingungen.

Gleichzeitig beginnen die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten, sich auf den europäischen Tourismussektor auszuwirken. Die Daten zeigen einen Anstieg von Stornierungen, vor allem in Ländern des östlichen Mittelmeerraums und Südeuropas, mit typischen Beispielen wie Zypern und der Türkei, wo sich das Verhalten der Reisenden spürbar verändert.

Dieser Effekt hängt auch mit der Funktion großer Drehkreuze in der Region zusammen, da Flugstörungen und erhöhte Unsicherheit nicht nur Ziele im Nahen Osten, sondern auch Märkte betreffen, die als Zwischenstationen für Reisen nach Europa dienen.

Auf Buchungsebene bleibt die Gesamtnachfrage niedriger, doch zeigen zukünftige Reservierungen Tendenzen zur Stabilisierung. Das Verhältnis von neuen Buchungen zu durchgeführten Übernachtungen liegt bei 1,09: Für 100 durchgeführte Übernachtungen erfolgen 109 neue Buchungen, was das anhaltende Interesse an kommenden Reisezeiträumen widerspiegelt.

Darüber hinaus stieg der Repeat Rent Index (RRI), der die Preise bereits aktiver Unterkünfte erfasst, im Jahresvergleich um 10,2 % und erreichte das höchste Niveau der letzten Monate. Dies zeigt, dass etablierte Anbieter trotz Nachfragerückgangs eine starke Preisposition beibehalten.

Auf makroökonomischer Ebene wird erwartet, dass der Anstieg der Energiepreise durch den Konflikt die Inflation in Europa bis Jahresende um 0,5–0,6 % erhöht. Trotz dieser Belastung wird die Europäische Zentralbank voraussichtlich keine Zinserhöhung vornehmen und den Leitzins nahe 2,15 % halten.

Das Gesamtbild zeigt einen Markt, der in eine Phase der Stabilisierung übergeht, wobei sich die Nachfrage in die Hochsaisonmonate von Mai bis September verlagert und die Reiseaktivität im Sommer stärker konzentriert ist.

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