Der Markt für Luxusreisen nach Japan hat die Werte vor der Pandemie bei Weitem übertroffen. China, die USA und Taiwan führten 2023 die Rangliste an und waren für mehr als die Hälfte der Ausgaben im Luxustourismus in Japan verantwortlich. „Luxus“ macht mittlerweile 19 % der internationalen Tourismusausgaben aus, obwohl die Gesamtzahl der internationalen Ankünfte im Vergleich zu 2019 um 21 % zurückgegangen ist.
Laut neuen Daten der Japanischen Fremdenverkehrszentrale (JNTO) stiegen die Ausgaben für Luxusreisen nach Japan von 2019 bis 2023 um 50,6 % und übertrafen damit die weltweite Wachstumsrate von 17,6 %. Noch beeindruckender ist, dass die Zahl der Luxusreisenden im gleichen Zeitraum um 83,2 % zulegte, obwohl die Gesamtbesucherzahlen des Landes weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie liegen.
Diese Entwicklung macht Japan für Reisende mit hohem Einkommen, insbesondere aus den USA, Australien und dem Nahen Osten, besonders attraktiv. Auch die Strategie der JNTO hat sich angepasst: Die Organisation richtet sich nicht nur mit Marketingmaßnahmen, sondern auch durch die Entwicklung maßgeschneiderter Produkte an wohlhabende Reisende. Dabei arbeitet sie eng mit ausländischen Agenturen zusammen, die auf Luxusreisen spezialisiert sind. Gleichzeitig wird das regionale Angebot erweitert, um die Nachfrage über die Hauptreiseziele Tokio und Kyoto hinaus zu bedienen.
Erlebnisse mit lokalem Bezug – wie der Zugang zu privaten Schreinen in Nara, exklusive Abendessen in Toyama oder die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst in Naoshima – sind nach der Pandemie bei Luxusreisenden besonders gefragt. Sie schätzen Exklusivität, Authentizität und Freiraum.
Auch Länder wie Thailand und Südkorea verzeichneten einen Anstieg der Besucher mit hohen Ausgaben, was auf eine breitere Verschiebung des Reiseverhaltens in der gesamten asiatisch-pazifischen Region hinweist.
Bemerkenswert ist, dass der Luxussektor mittlerweile 19,1 % aller internationalen Tourismusausgaben in Japan ausmacht, gegenüber 14 % im Jahr 2019 – ein deutliches Zeichen dafür, dass der Sektor an Bedeutung gewinnt, auch wenn die Gesamtzahl der internationalen Ankünfte 2023 noch unter dem Niveau von 2019 lag. Mit anderen Worten: Der Luxussektor führt die Erholung des Tourismus in Japan an.
Angesichts der steigenden Nachfrage, insbesondere zu den Höhepunkten im Frühjahr und Herbst, werden frühzeitige Planung und enge Beziehungen zu Lieferanten entscheidend sein, um Kunden einzigartige Erlebnisse zu bieten. Dabei ist es wichtig, Regionen außerhalb der bekannten Städte in Betracht zu ziehen, denn neue Daten zeigen, dass Kunden zunehmend bereit sind, Top-Reiseziele zugunsten sorgfältig ausgewählter, unvergesslicher Erlebnisse an anderen Orten zu tauschen.



















