Mittwoch, Juni 10, 2026
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Matteo Sarzana (Airbnb): Griechenland auf Platz fünf als Reiseziel in Europa mit 52 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025

Die Bedeutung der Nutzung von Daten im Tourismus als mittlerweile zentrales Instrument sowie die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Aktualisierung des regulatorischen Rahmens, der diesen Bereich regelt, mit dem Ziel, sowohl für Bürger als auch für Unternehmen größtmöglichen Nutzen zu erzielen, wurde von Vertretern der Unternehmen Airbnb, Uber und Mastercard im Rahmen einer Diskussion beim 11. Delphi Economic Forum hervorgehoben, das vom 22. bis 25. April in Delphi stattfindet.

Matteo Sarzana, Country Manager von Airbnb für Italien und Südeuropa, erklärte: „Eine erfolgreiche Tourismusstrategie und eine wirksame Regulierung müssen auf Daten basieren. Politik, die sich auf evidenzbasierte Daten stützt, stellt sicher, dass Maßnahmen verhältnismäßig, zielgerichtet und an den tatsächlichen Marktdynamiken ausgerichtet sind, anstatt horizontale, einheitliche Ansätze zu verfolgen. Ebenso wichtig ist eine kontinuierliche Überwachung. Der Tourismus entwickelt sich sehr schnell, und nur durch fortlaufende Datenanalysen können die zuständigen Behörden dort eingreifen, wo es erforderlich ist, und eine Überregulierung in Fällen vermeiden, in denen Beschränkungen nicht gerechtfertigt sind.“

Sarzana verwies auf Daten von Eurostat zu Kurzzeitvermietungen, denen zufolge Griechenland als Reiseziel den fünften Platz in Europa einnimmt, mit 52 Millionen Übernachtungen im Land im Jahr 2025 – ein Element, das die Dynamik des griechischen Tourismusprodukts unterstreicht.


Elina Konstantinidou, Government Engagement Director bei Mastercard, erklärte ihrerseits, dass Daten mittlerweile als treibende Kraft für ein erfolgreiches Tourismuserlebnis gelten, da sie sowohl in der Planung von Maßnahmen als auch in der Entwicklung neuer Erlebnisse für Besucher genutzt werden. Ihr Fehlen hingegen, so sagte sie, schränke einen modernen Ansatz sowohl für Unternehmen als auch für Bürger ein.

Nach Ansicht von Konstantinidou ist die Bedeutung von Daten besonders groß in einem Sektor wie dem Tourismus, der von Faktoren wie dem Klimawandel und geopolitischen Entwicklungen beeinflusst wird. Sie verwies zudem auf die Rolle der künstlichen Intelligenz als Gamechanger in den kommenden Jahren bei der Entwicklung von Strategien. Entscheidend bleibe jedoch der effektive Übergang von der Information in die Praxis, wobei digitale Plattformen alle notwendigen Werkzeuge dafür bereitstellen könnten.

Roland Werner, Senior Director, Head of Government Affairs & Policy DACH, Southern & Central Europe bei Uber, Deutschland, betonte, dass es nun darum gehe, mehr Mobilitätsmöglichkeiten auch über Taxis zu schaffen – selbst zu abgelegenen Orten innerhalb eines Landes, die für Besucher interessant sein könnten. Die durch Taxis gebotene Mobilität könne ergänzend zu bestehenden Netzen wie U-Bahn und Bussen wirken, sodass Besucher ein umfassendes Mobilitätserlebnis in der Stadt erhalten.

Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit einer Aktualisierung des regulatorischen Rahmens für Tourismus und städtische Mobilität und wies darauf hin, dass sich im Vergleich zur Vergangenheit vieles verändert habe und sich auch die Bedürfnisse der Besucher gewandelt hätten. Mit Blick auf die Zukunft müsse der Fokus auf den unterschiedlichen Erfahrungen liegen, die Städte ihren Besuchern bieten können. Als Beispiel nannte er Uber, das Funktionen wie Heißluftballons, Wassertaxis, Zugnutzung sowie Dienstleistungen für Nutzer mit eigenem Auto eingeführt habe.

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