Ein in den sozialen Medien kursierendes Bild sorgt für Aufregung: Es zeigt einen Touristen im archäologischen Gebiet von Portara auf Naxos, der ein antikes Marmorstück hochhebt, ohne sich um die Bedeutung und Geschichte des Ortes zu kümmern.
Das Foto, das in den letzten Stunden viral gegangen ist, zeigt einen Besucher, der ein Stück Marmor aus dem antiken Apollontempel mit den Händen hochhält. Offenbar ist ihm nicht bewusst, dass es sich dabei um ein über 2.500 Jahre altes Kulturgut handelt.
In einem Beitrag des Unternehmers Alexandros Frantzeskos auf Facebook ist der Moment festgehalten, in dem ein Besucher ein Stück Marmor aus der archäologischen Stätte über seinen Kopf hebt und hält, während er unbekümmert inmitten einer Menschenmenge fotografiert wird.
Ein zweites Bild, das ein Facebook-Nutzer dem Beitrag hinzugefügt hat, zeigt eine Familie, die auf den antiken Marmorstücken sitzt und Souvlaki und Kartoffelchips isst. Dadurch wird das Denkmal zu einem Picknickplatz.
Der umstrittene Beitrag von Portara auf Naxos
„Tourismus mit Planung, Organisation, Ordnung und vor allem mit Regeln …” Das gibt es woanders. Hier gibt es Bananentourismus. Tourismus nach dem Motto ‚Was der Kunde will‘“, bemerkt Herr Frantzeskos.
Wie zu erwarten war, löste der Beitrag Dutzende empörter Kommentare von Bürgern aus. Diese fordern die sofortige Sicherung des Geländes, Zugangskontrollen mit Eintrittskarten und Respekt vor dem Denkmal, das täglich Tausende Besucher ohne jeglichen Schutz empfängt.
Laut parianostypos.gr hat diese Aktion heftige Reaktionen sowohl bei den Bewohnern der Insel als auch bei Internetnutzern ausgelöst. Sie sprechen von „beschämender Respektlosigkeit“ und „wiederholter Nachlässigkeit der zuständigen Behörden“. Die lokale Zeitung berichtet, dass die Portara, das Wahrzeichen von Naxos und eine der meistbesuchten archäologischen Stätten der griechischen Inseln, weiterhin ohne ständige Bewachung bleibt. Das führt dazu, dass viele Touristen dort tun und lassen, was sie wollen.
Die lokale Bevölkerung reagiert empört und fordert die sofortige Mobilisierung des Kulturministeriums, der Archäologischen Behörde der Kykladen, der Region Südliche Ägäis und der Gemeinde Naxos und Kleinen Kykladen.


















