In einem Brief, den sie am Montag, dem 1. September, an den Athener Bürgermeister Charis Doukas sandte, forderte die Tourismusministerin Olga Kefalogianni die sofortige Entfernung der beleidigenden und bedrohlichen Graffitis gegen Israelis aus den Straßen der Hauptstadt.
Die Ministerin äußerte ihre Besorgnis darüber, dass derartige Parolen das internationale Ansehen Athens beschädigen und ein Bild erzeugen, das nicht dem Charakter einer Stadt entspricht, die Millionen von Besuchern empfängt. In ihrem Schreiben betont sie, dass die Hauptstadt die Botschaft einer sicheren, offenen und gastfreundlichen Metropole vermitteln müsse – und nicht die einer Stadt, in der Hassparolen Platz finden.
„Das Bild Athens muss synonym sein mit Respekt und Gastfreundschaft, ohne jegliche Toleranz gegenüber Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz“, unterstrich die Ministerin und erklärte gleichzeitig ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung.
Die Antwort des Bürgermeisters von Athen erfolgte umgehend und war in einem besonders scharfen Ton gehalten. Charis Doukas warf Olga Kefalogianni „verzögerte Reflexe“ vor und argumentierte, dass sie „mit großer Verspätung an die Graffiti und Israel gedacht habe und sich vollständig mit den Ansichten des israelischen Botschafters identifiziere“. Er sprach von einem „Regierungsfront“ gegenüber der Stadt Athen, die – wie er sagte – versuche, seine politische Arbeit zu schwächen.
Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass die städtischen Reinigungsdienste täglich daran arbeiten, Graffiti aus dem Zentrum und den Stadtvierteln zu entfernen. Er veröffentlichte sogar Fotos von Arbeitsteams, um zu zeigen, dass die Einsätze kontinuierlich und systematisch erfolgen.
Es wird darauf hingewiesen, dass das Schreiben von Olga Kefalogianni nach einer entsprechenden Äußerung von Aris Portosalte gestern in seiner Morgensendung verschickt wurde. Darin kritisierte er die Gleichgültigkeit des Tourismusministeriums gegenüber Vorfällen gegen israelische Touristen.
Neue Antwort von Kefalogianni
In einer neuen Mitteilung von Olga Kefalogianni heißt es:
„Die Reaktion des Bürgermeisters von Athen, Herrn Charis Doukas, in den sozialen Medien ist äußerst überraschend. Nicht nur wegen des beispiellosen institutionellen Fehltons und der unangebrachten Ausdrucksweise, sondern vor allem, weil er sich nicht traut, auf die eigentliche Problematik einzugehen.
Unser Schreiben betraf ein ernstes Thema, das das Image der Hauptstadt beschädigt. Es schloss mit zwei klaren Positionen: der Notwendigkeit zur Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Ziel einer sicheren, demokratischen und gastfreundlichen Stadt. Leider hat Herr Doukas beides abgelehnt. Offensichtlich liegt ihm weder das Problem noch dessen Lösung am Herzen.
Stattdessen begnügt er sich mit fortwährenden Konflikten, weit entfernt von seinen eigentlichen Aufgaben. Anstatt die ihm zustehenden Verantwortlichkeiten wahrzunehmen, entschied er sich für billige Propaganda, die der Ernsthaftigkeit seines institutionellen Amtes nicht gerecht wird.
Ich möchte ganz klarstellen: Athen darf keine Stadt der Angst und beleidigender Parolen werden. Sie darf nicht mit Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz gleichgesetzt werden.
Athen muss und soll eine offene, sichere und demokratische Stadt bleiben, die ihre Besucher respektiert und die Werte unseres Landes wahrt.
Lasst uns alle unsere Verantwortung übernehmen.“


















