Eine neue Auseinandersetzung zwischen Ryanair und Fraport Greece wird durch die Pläne für eine erhebliche Erhöhung der Flughafenentgelte in Kalamata ausgelöst. Die irische Fluggesellschaft warnt vor negativen Folgen für das Passagieraufkommen und den Tourismus der Region.
In einer Mitteilung erklärt Ryanair, dass die Übernahme des Flughafenmanagements durch Fraport Greece mit einer Erhöhung der Gebühren um 390 % einhergehen werde. Diese Entwicklung drohe nach Angaben des Unternehmens, die Wettbewerbsfähigkeit der Destination zu verringern und die Luftverkehrsanbindung Messeniens zu beeinträchtigen.
Das Unternehmen schätzt, dass die Erhöhung der Betriebskosten für die Fluggesellschaften zu einer Verringerung von Flugverbindungen und verfügbaren Sitzplätzen führen könnte – mit unmittelbaren Auswirkungen sowohl auf die Reisenden als auch auf die lokalen Unternehmen, die vom Tourismus abhängig sind.
Gleichzeitig verknüpft Ryanair den Fall Kalamata mit der allgemeinen Gebührenpolitik, die an den von Fraport Greece betriebenen griechischen Flughäfen angewendet wird. Nach Angaben der Fluggesellschaft sind die Entgelte seit der Zeit nach der Pandemie um 66 % gestiegen, was nach ihrer Auffassung ihre Investitionsentscheidungen auf dem griechischen Markt beeinflusst hat.
Die Fluggesellschaft greift zudem erneut das Thema der Flughafenentwicklungsgebühr (TAA) auf und argumentiert, dass die von der griechischen Regierung beschlossene Senkung um 75 % nicht in Form niedrigerer Gebühren an die Passagiere weitergegeben worden sei. Ihrer Ansicht nach hat diese Entwicklung die Vorteile begrenzt, die sich für das Wachstum des Luftverkehrs hätten ergeben können.
Ryanair erklärt außerdem, dass die Kostensteigerungen zu ihrer Entscheidung beigetragen hätten, ihre Basis in Thessaloniki, an der drei Flugzeuge stationiert waren, zu schließen. Ebenso habe das Unternehmen beschlossen, seine Winteraktivitäten an den Flughäfen Chania und Heraklion für die Saison 2026 auszusetzen.
Im Rahmen der Mitteilung richtet die Fluggesellschaft einen Appell an die griechische Regierung, den Rahmen der Konzessionsverträge sowie die Art und Weise der Festlegung der Entgelte an den Regionalflughäfen zu überprüfen. Nach Ansicht des Unternehmens stellt die Aufrechterhaltung wettbewerbsfähiger Gebühren eine wesentliche Voraussetzung für die Stärkung der Luftverkehrsanbindung und die Gewinnung zusätzlicher Touristenströme dar.
Der Chief Commercial Officer von Ryanair, Jason McGuinness, bezeichnete die vorgeschlagene Gebührenerhöhung in Kalamata als „ungerechtfertigt“ und erklärte, dass eine solche Entscheidung sowohl die Fluggesellschaften als auch die Passagiere negativ treffen werde. Die höheren Kosten könnten seiner Einschätzung nach zu einem Rückgang des Passagieraufkommens führen, insbesondere in den Monaten mit geringer Nachfrage und während der Wintersaison.
Er betonte zudem, dass Kalamata ebenso wie andere Regionalflughäfen des Landes über erhebliche Wachstumsperspektiven während des gesamten Jahres verfüge, vorausgesetzt, dass ein wettbewerbsfähiges Gebührenumfeld erhalten bleibt, das es den Fluggesellschaften ermöglicht, ihre Aktivitäten auszuweiten und neue Flugverbindungen aufzunehmen.


















