Telegraph Travel hat in einem Live-Q&A die häufigsten Fragen britischer Reisender zu Urlauben in Griechenland im Jahr 2026 gesammelt. Die Griechenland-Expertin Heidi Fuller-Love gab dabei praxisnahe Antworten zu Inseln, Athen, Fortbewegung und „Value for Money“-Optionen.
Im Mittelpunkt standen Fragen dazu, wann sich beliebte Reiseziele ohne großen Andrang lohnen. Für die Altstadt von Rhodos empfahl die Expertin die Wintermonate – sogar die Weihnachtszeit –, wenn die Sehenswürdigkeiten geöffnet bleiben (wenn auch teilweise mit verkürzten Öffnungszeiten) und die Atmosphäre authentischer ist, bei deutlich weniger Touristen.
Großes Interesse zeigten die Leser auch an Familienurlauben, die Aktivität und Entspannung verbinden, ohne die „Abgeschiedenheit“ einer isolierten Villa. Fuller-Love hob Inseln wie Korfu, Naxos und Rhodos als Ziele hervor, die Strände, Aktivitäten, Geschichte und unkomplizierte Tagesausflüge kombinieren.
Im Bereich der praktischen Reiseplanung ging sie zudem auf die Möglichkeit des Island Hopping ein. Als typisches Beispiel wurde die Kombination Naxos und Kreta genannt, mit dem Hinweis, dass Wetterbedingungen – etwa der Meltemi im September – die Fährverbindungen beeinflussen können. Entsprechend sei ein gewisses Maß an Flexibilität im Reiseplan erforderlich.
Für Athen lautete die Empfehlung, Stadtteile zu wählen, von denen aus die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichbar sind: Plaka, Syntagma und Monastiraki; als besonders elegante Option wurde Kolonaki genannt. Insgesamt gilt das Stadtzentrum als relativ kompakt und fußgängerfreundlich – ideal für Reisende, die in wenigen Tagen viel erleben möchten.
Ein weiteres zentrales Thema war die Frage, ob Griechenland für Familien, die an All-inclusive-Resorts mit Waterparks gewöhnt sind, eine Alternative zur Türkei sein kann. Die Expertin erklärte, dass Kreta dieses Profil gut abdeckt, da es über umfangreiche touristische Infrastrukturen und Angebote in der Nähe von Wasserparks verfügt. Als Alternative mit stärkerem „Villa-Style“-Charakter und zugleich organisierten Leistungen nannte sie Costa Navarino im Südwesten des Peloponnes.
Zur Sprache kamen auch Reisen außerhalb der Hochsaison, insbesondere vor den Schulferien, mit Fokus auf ruhigere Destinationen mit guten Stränden, Möglichkeiten zum Schnorcheln und interessanten Sehenswürdigkeiten. Das Gesamtbild: Griechenland bleibt ein vielseitiges Reiseziel, das von kurzen Citytrips und Kulturreisen bis hin zu Familienresorts und Inselrundreisen alles bieten kann – vorausgesetzt, die Planung erfolgt realistisch in Bezug auf Entfernungen, Saisonalität und Verkehrsanbindungen.
Quelle: The Telegraph



















