Freitag, Juni 5, 2026
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TUI passt EBIT-Prognose für 2026 an – starke Q2-Entwicklung trotz geopolitischer Belastungen durch Iran-Konflikt

Die TUI AG erwartet für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 eine weiterhin starke operative Entwicklung und einen Anstieg des bereinigten EBIT (zu konstanten Wechselkursen) zwischen +5 Mio. € und +25 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (Q2 GJ 2025: -207 Mio. €). Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf die Transformation im Segment Märkte + Airline zurückzuführen, enthält jedoch Belastungen in Höhe von rund 40 Mio. € im März infolge des Konflikts im Nahen Osten. Diese umfassen insbesondere Rückführungsmaßnahmen sowie operative Beeinträchtigungen.

Während im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 eine deutliche operative Verbesserung erzielt wurde, begrenzen die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die Unsicherheit über deren Dauer weiterhin die kurzfristige Visibilität und führen zu einer erhöhten Zurückhaltung der Kunden.

Vor diesem Hintergrund strebt der Konzern weiterhin ein bereinigtes EBIT (zu konstanten Wechselkursen) in etwa auf Vorjahresniveau von 1,4 Mrd. € an, gestützt durch Transformationseffekte sowie Wachstum im Kreuzfahrtgeschäft. Vorbehaltlich der Markterholung passt TUI ihre Prognose an und erwartet nun ein bereinigtes EBIT für das Geschäftsjahr 2026 zwischen 1,1 Mrd. € und 1,4 Mrd. € (bisherige Prognose: +7 bis +10 %; GJ 2025: 1.413 Mio. €). Gleichzeitig wird die Umsatzprognose bis zur Stabilisierung der Rahmenbedingungen vorübergehend ausgesetzt (bisher: +2 bis +4 %; GJ 2025: 24,2 Mrd. €).


Nach Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten Ende Februar brachte TUI im März rund 10.000 Gäste erfolgreich zurück, darunter etwa 5.000 Passagiere der Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 sowie rund 5.000 Gäste aus europäischen Quellmärkten. Zusätzlich wurden rund 1.500 Crewmitglieder ausgeflogen.

Infolge der Kampfhandlungen mussten Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 in den Häfen von Abu Dhabi bzw. Doha verbleiben; sämtliche Reisen dieser Schiffe wurden bis Mitte Mai 2026 abgesagt. Am 19. April 2026 konnten beide Schiffe während einer Unterbrechung der Kampfhandlungen nach entsprechender Koordination und Genehmigung durch die zuständigen Behörden den Persischen Golf sicher verlassen. Beide Schiffe nehmen ab Mitte Mai ihre Routen der Sommersaison im Mittelmeer wieder auf. Die Buchungsentwicklung für die übrige Flotte von TUI Cruises sowie Marella Cruises bleibt nach einer starken „Wave Season“ weiterhin von einem robusten Nachfrageumfeld geprägt.

In den Segmenten Märkte + Airline sowie Hotels & Resorts hat die geopolitische Lage zu einer teilweisen Verschiebung der Nachfrage vom östlichen in den westlichen Mittelmeerraum geführt. Gleichzeitig zeigen Kunden eine höhere Zurückhaltung und buchen kurzfristiger. In der Folge liegt der gebuchte Umsatz im Segment Märkte + Airline für den Sommer 2026 derzeit um -7 % gegenüber dem Vorjahr, während sich die gebuchte Hotelauslastung für das zweite Halbjahr auf -7 % gegenüber dem Vorjahr reduziert hat. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf seit Beginn des Konflikts rückläufige Buchungen für die Türkei, Zypern und Ägypten sowie auf Nachwirkungen eines Hurrikans in der Karibik zurückzuführen.

Zum 15. April 2026 hat TUI 83 % des Kerosinbedarfs für den Sommer 2026 sowie 62 % für den Winter 2026/27 abgesichert. Für das Kreuzfahrtgeschäft sind zudem über 80 % der Energiekosten für das Geschäftsjahr 2026 abgesichert.

Trotz des volatilen geopolitischen Umfelds sieht sich TUI weiterhin gut positioniert. Die solide Finanzstruktur und starke Bilanz bieten die notwendige Flexibilität, um auf das Marktumfeld zu reagieren und die strategische Transformation fortzuführen. Die Prognoseanpassung basiert auf dem aktuellen Buchungsstand und unter der Annahme stabiler geopolitischer Rahmenbedingungen sowie gesicherter Treibstoffversorgung. Der Vorstand beobachtet die Entwicklungen weiterhin aufmerksam.

TUI wird ein weiteres Update im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse für Q2/H1 am 13. Mai 2026 vorlegen.

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