Mit den USA, die das Embargo gegen Kuba verschärfen und versuchen, Havanna energie- und wirtschaftspolitisch zu „erdrosseln“, und da sich die Lage kontinuierlich verschlechtert, stornieren oder schränken führende deutsche Reiseveranstalter wie TUI und Dertour ihre Reisen in das Land ein.
Während das deutsche Auswärtige Amt deutschen Reisenden empfiehlt, vorerst von nicht notwendigen Reisen nach Kuba abzusehen, da die vollständige Sicherstellung von Verpflegung und Transport nicht mehr gewährleistet werden kann, ergreifen die in Kuba tätigen deutschen Reiseveranstalter entsprechende Maßnahmen.
„Kuba steht vor einer akuten Energiekrise, die durch den weitreichenden Verfall der inländischen Energieinfrastruktur verschärft wird“, teilte das deutsche Auswärtige Amt in einer Mitteilung mit.
„Das Land leidet unter einem erheblichen Mangel an Energie und Kraftstoffen, der alle Lebensbereiche beeinträchtigt. Der öffentliche Verkehr, die Straßenbeleuchtung, Ampeln, Geldautomaten sowie Kommunikations- und Sicherheitssysteme sind bereits erheblich eingeschränkt oder könnten ausfallen“, heißt es in der Mitteilung weiter.
TUI, Branchenführer, storniert alle Reisen nach Kuba bis einschließlich 30. April 2026, da man, wie es heißt, die „Erbringung touristischer Leistungen“ nicht mehr garantieren könne. Es wird daran erinnert, dass TUI Kuba bereits aus seinem Sommerprogramm gestrichen hat.
Parallel dazu bietet Dertour allen Kunden, die eine Reise nach Kuba gebucht haben, die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung für Reisen bis einschließlich dieses Sommers an. Zudem ist für Abreisen bis zum 31. März 2026 eine kostenlose Stornierung möglich. Dertour fordert seine Kunden, die Kuba als Reiseziel gewählt haben, zudem auf, ihre Reisepläne unter Berücksichtigung der aktuellen Lage sorgfältig zu überprüfen.
Wie der Reiseveranstalter anmerkt, hat er in den vergangenen Wochen sein Kuba-Angebot bereits deutlich reduziert und verkauft nur noch Hotels, die über ausreichende Notstrom- oder Kraftstoffreserven verfügen.
Nach Air Canada, die bereits seit Montag die „Notbremse gezogen“ und die Bedienung der Insel wegen fehlender garantierter Treibstoffversorgung eingestellt hat, kündigten zwei weitere kanadische Fluggesellschaften, Air Transat und WestJet, die Aussetzung der Flüge nach Kuba an.
Air France und Air Europa führen vorerst weiterhin Flüge nach Havanna durch, legen auf dem Rückflug jedoch einen Tankstopp in der Dominikanischen Republik ein.


















