Samstag, Juni 6, 2026
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UMFRAGE: Deutsche bleiben auch im Sommer 2025 „urlaubshungrig“ | Urlaubsbudget auf hohem Niveau

Die Lust der Deutschen auf Urlaub ist trotz Inflation und steigender Lebenshaltungskosten ungebrochen. Wie eine neue Umfrage der Norisbank zeigt, bleibt das Urlaubsbudget auf hohem Niveau – wenn auch reduziert gegenüber dem Vorjahr.

Die Inflation macht sich im Alltag vieler Deutscher bemerkbar, vor allem in bestimmten Lebensbereichen. 68 % der Umfrageteilnehmer haben Preissteigerungen vor allem bei Dienstleistungen wie dem Friseurbesuch oder der Taxifahrt festgestellt – der höchste Wert der letzten Jahre (2024: 56 %, 2023: 38,6 %, 2022: 20 %).

Auch die steigenden Preise für Lebensmittel, Hygiene- und Haushaltsartikel bekommen immer mehr Deutsche zu spüren (plus 4 Prozentpunkte). 76 % sehen die Energiekosten, also Strom, Gas und Benzin, als einen der belastendsten Faktoren bei den Lebenshaltungskosten insgesamt an, verglichen mit 72 % im Jahr 2024.


Inflation verhindert Reisen nicht

Die Inflation wirkt sich jedoch weniger stark auf die Urlaubspläne aus als erwartet. Viele Menschen versuchen, im Alltag beim Einkauf von Lebensmitteln, beim Heizen oder durch energiesparendes Verhalten Geld zu sparen, um sich auch in diesem Jahr den Sommerurlaub leisten zu können.

Der Anteil der Haushalte, die bewusst Gegenmaßnahmen ergreifen, ist im Vergleich zum letzten Jahr um acht Prozentpunkte gestiegen. Dies gilt insbesondere für Bezieher niedriger Einkommen. Diejenigen, die es sich leisten können, halten jedoch wie in den Vorjahren an ihren Urlaubsplänen fest. 63,6 % der Befragten planen für das Jahr 2025 eine Sommerreise, was nahezu unverändert ist gegenüber dem Vorjahr (2024: 63,5 %).

Reisepläne bleiben stabil, insbesondere bei jüngeren Menschen

Fast die Hälfte der Befragten (48,3 %) gab an, in diesem Sommer gleich viel Geld für den Urlaub zur Verfügung zu haben, was einem geringfügigen Anstieg von 0,4 Prozentpunkten im Vergleich zu 2024 entspricht.

Ein Blick auf die Vorjahre zeigt, dass dieser Prozentsatz in den letzten fünf Jahren stabil geblieben ist (2024: 47,9%, 2023: 46,4%, 2022: 46,9%, 2021: 52,3%).

Jüngere Menschen sind eher bereit zu reisen

Vor allem die jüngeren Deutschen wollen in den Sommerurlaub fahren: 75,3 Prozent der 18- bis 34-Jährigen planen in diesem Jahr eine längere Sommerreise. Damit liegen sie über dem Durchschnitt von 63,6 Prozent.

Keine andere Altersgruppe ist so urlaubsfreudig: Lediglich 67,4 % der 35- bis 49-Jährigen und 53,2 % der 50- bis 69-Jährigen planen eine Sommerreise.

Das Urlaubsbudget bleibt hoch

Mit 1.432 Euro pro Person liegt das durchschnittliche Urlaubsbudget der Deutschen für diesen Sommer inklusive der Reise. Das sind zwar 3,7 % weniger als im letzten Jahr (2024: 1.487 €), aber das Ausgabenniveau ist immer noch deutlich höher als in der Zeit vor der Pandemie.

Im Jahr 2019 lag das durchschnittliche Reisebudget noch bei 1.105 Euro. Seitdem ist die Ausgabenbereitschaft gestiegen und erreichte im Jahr 2024 ihren Höhepunkt. Nun pendelt sich das Budget auf einem hohen Niveau ein.

Auch im Jahr 2025 werden die Ausgaben am Urlaubsort ein neues Rekordniveau erreichen. Im Durchschnitt wollen die Deutschen in diesem Jahr pro Person 412 Euro für Essen, Ausflüge, Unterhaltung und außergewöhnliche Ausgaben ausgeben. Das sind rund 5,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und mehr als 25 Prozent mehr als 2019.

Lebensmittel und Getränke machen den größten Anteil der Reiseausgaben aus

Trotz eines leichten Rückgangs von rund drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für Essen und Trinken mit rund 35 Prozent am Urlaubsort am höchsten. Es folgen Ausflüge mit 19,43 %. Sie verlieren zwar etwas an Bedeutung, sind aber nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Urlaubsbudgets. Der Anteil für geplante Kultur- und Freizeitaktivitäten wie Kino, Konzerte oder Museen stieg auf 8,71 % – der höchste Wert der letzten fünf Jahre (2024: 7,55 %, 2023: 6,81 %, 2022: 7,51 %, 2021: 7,97 %, 2020: 8,54 %, 2019: 8,71 %).

Einige werden keinen Urlaub machen

Auch wenn die Mehrheit der Deutschen in diesem Sommer eine Urlaubsreise unternimmt, werden sich 5,8 % aufgrund des Inflationsdrucks in diesem Jahr keinen Urlaub leisten können, davon 9,3 % in der Altersgruppe 50-69 Jahre. Auf der anderen Seite sparen 39 %, das sind 10,4 % mehr, frühzeitig für Reisen und Urlaub.

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