Ein positives Vorzeichen verzeichnete insgesamt der Beherbergungssektor im dritten Quartal 2025: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 3,2 % und erreichte 6,6 Mrd. Euro, wie aus den Daten der Griechischen Statistischen Behörde hervorgeht. Hinter dem Gesamtbild zeigt sich jedoch eine stark differenzierte touristische Landkarte – mit Regionen, die sich dynamisch entwickelten, und anderen, die einen Rückgang verzeichneten.
In den städtischen Gebieten stach die Regionalverwaltung von Thessaloniki hervor, mit einem Anstieg des Umsatzes der Beherbergungsbetriebe um 8,3 % im Vergleich zum dritten Quartal 2024. Diese Entwicklung bestätigt die stetige Stärkung der Stadt als Ziel für City-Breaks und Geschäftsreisen, mit einer Nachfrage, die nicht ausschließlich von den Hochsommermonaten abhängt. Auch die Unterkünfte in Attika verzeichneten positive Entwicklungen, mit einem Plus von 1,5 % in einem Umfeld erhöhter Besucherzahlen, aber auch starker Konkurrenz.
Starke Leistungen wurden auch in Nordgriechenland registriert. In Chalkidiki stieg der Umsatz um 4 %, während die Veränderung in Pieria geringer und negativ war. In Ostmakedonien und Thrakien stachen Kavala mit einem Plus von 9 % und Xanthi mit einem Anstieg von 10 % hervor, obwohl die Daten deutliche Unterschiede selbst zwischen benachbarten Regionen zeigen.
In Thessalien verzeichneten die Sporaden ein Wachstum von 6,6 %, während Magnesia mit 12,8 % deutlich zulegte – eine Entwicklung, die sowohl auf den Bade- als auch auf den Straßentourismus zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu gingen die Zahlen in Trikala um 6 % zurück. In Mittelgriechenland präsentierten sich besonders positiv Euböa mit einem Plus von 10 % und Evrytania mit 15,7 %, was die allmähliche Stärkung von Destinationen unterstreicht, die Naturerlebnisse mit kleinem Tourismusmaßstab kombinieren.
Auf den Ionischen Inseln verzeichnete Korfu einen Anstieg von 5,7 %, während Zakynthos und Lefkada um 6,6 % zulegten. Kefalonia hingegen zeigte lediglich ein marginales Plus von 1,3 %, was auf Sättigungstendenzen hinweist, trotz ihrer langfristig starken Position. Auf der Peloponnes entwickelten sich Arkadien und Messenien positiv, mit Zuwächsen von 7,5 % bzw. 5,3 %, während Argolis praktisch unverändert blieb.
Im Südlichen Ägäischen Meer war das Bild gemischt. Naxos, Kos, Rhodos und Milos verzeichneten Zuwächse von 3 % bis 5,4 % und zeigten damit Widerstandsfähigkeit in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Im Gegensatz dazu verzeichnete Santorin einen deutlichen Rückgang, mit einem Minus von 14,7 % beim Umsatz der Unterkünfte – eine Entwicklung, die sich stark von den meisten anderen Inselregionen unterscheidet und zeigt, dass selbst etablierte Destinationen nicht von Veränderungen der Nachfrage und des Besucherverhaltens unberührt bleiben.
Auf Kreta war das Gesamtbild positiv: Chania legte um 7,9 % zu, Heraklion um 5,1 %, Lasithi um 6,9 % und Rethymno um 3,9 %. Diese Zahlen bestätigen die stabile Position der Insel als zentralen Pfeiler des griechischen Tourismus, mit einer breit gefächerten geografischen Nachfrage.
Insgesamt zeigen die Zahlen des dritten Quartals, dass Unterkünfte, die entweder mit starken städtischen Zentren oder differenzierten touristischen Angeboten verbunden sind, bessere Leistungen erzielten, während in etablierten und stark beworbenen Destinationen die Entwicklung zurückhaltender war. Die regionalen Unterschiede zeichnen ein touristisches Bild, das sich kontinuierlich neu ordnet.



















