Unter dem Motto „Optimierter Tourismus“ präsentierte WienTourismus die nächste Phase der Besuchswirtschaftsstrategie, die einen klaren Weg zu einem nachhaltigen und ausgewogenen Tourismus aufzeigt.
Zu den Schwerpunkten der Strategie gehören ein stärkerer Fokus auf die Zufriedenheit der Bewohner, eine gezielte Entwicklung im Kultur- und MICE-Segment, eine neue Partnerschaft mit dem UN Tourism INSTO Netzwerk und Schritte zur Einführung von Verkehrsbeschränkungen in der Wiener Innenstadt, um den öffentlichen Raum besser zu verwalten und die Lebensqualität zu erhalten.
Diese Strategie umfasst die folgenden Punkte:
Strategie für die Fremdenverkehrswirtschaft: Wien stellt die Weichen für eine positive Tourismusentwicklung
Im Mittelpunkt dieser neuen Phase stehen eine gute Entwicklung und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Bedürfnissen von Einheimischen und Besuchern. Zu den wichtigsten Punkten gehören:
- Drei Ziele für eine effektive Entwicklung des Tourismus.
- Unterstützung durch Einwohner und Besucher als wichtige Grundlage.
- Starke Konzentration auf den Kulturtourismus, die Tagungsindustrie und Luxusbesucher.
- Destinationsmanagement: gemeinsame Ziele und gemeinsame Verantwortung.
- Globale Standards und Transparenz durch Zusammenarbeit mit UN Tourism.
- Aktionsprogramme: flexibles Handeln und strengere Regeln für den öffentlichen Raum.
Optimierter Tourismus – Streben nach einem guten Wachstum
Um den Erfolg des Wiener Tourismus auch in Zukunft zu sichern und eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, wurden folgende Ziele formuliert:
- Aufrechterhaltung des „Sweet Spot“ zwischen Einwohner- und Besucherzufriedenheit.
- Zwei Drittel der Besucher Wiens sollen dem Profil des „Wunschbesuchers“ entsprechen.
- Langfristig soll ein Zehntel der Nächtigungen aus dem Tagungsbereich kommen.
Schlüsselindikatoren: Verbindlichkeit und Transparenz durch internationale Standards
Der Tourismus soll Wirtschaftsmotor bleiben, Arbeitsplätze schaffen, der Bevölkerung dienen, die Mobilität fördern und die Erreichbarkeit sichern, wobei Klimaschutz und Ressourcenschonung im Vordergrund stehen.
Wien tritt dem UN Tourism INSTO Netzwerk bei
Wien ist nun Teil des Internationalen Netzwerks der Beobachtungsstellen für nachhaltigen Tourismus (INSTO) von UN Tourism, einem Netzwerk von Organisationen, die touristische Entwicklungen anhand von Daten und Messungen beobachten, ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen analysieren, einen transparenten Informationsaustausch fördern und den Weg zu mehr Nachhaltigkeit ebnen.
Die Wiener Strategie: Ein globales Vorbild
„INSTO sorgt für Transparenz und Verantwortlichkeit. Mit seiner Strategie für die Besucherwirtschaft, deren Kernstück nun die Integration von INSTO ist, liefert Wien ein Beispiel für internationale Best Practice, das zeigt, wie wichtig es ist, eine ähnliche Strategie zu entwickeln und gleichzeitig regelmäßige und transparente Analysen durchzuführen, um die Fortschritte bei der Umsetzung zu überwachen“, sagte Dirk Glaesser, Direktor für nachhaltige Entwicklung bei UN Tourism.
Ein Kompass für die Wirtschaft: Die Wiener Zielgebietsbeobachtungsstelle
Zu den Kennzahlen der Zielgebietsbeobachtungsstelle, die sich an den UN-Tourismusleitlinien orientieren, gehören:
- Zufriedenheit der Einheimischen
- Klimaschutz
- Wirtschaftliche Vorteile
- Beschäftigung
- Verwaltung
- Mobilität
- Saisonalität
- Erreichbarkeit
- Energiemanagement
- Abfallwirtschaft
- Wasserwirtschaft (Abwasser)
Verwaltungsbereich: Öffentlicher Raum – eine gemeinsame Verantwortung
Zu den wichtigsten Errungenschaften zählen die Einschränkung des Straßenverkaufs im Rahmen der Bauleitplanung, das weitgehende Verbot von Kurzzeitvermietungen in Wohngebieten, die Förderung der Vielfalt lokaler Anbieter und die Verhinderung der Ausbreitung von Souvenirständen. Auf Bundesebene werden derzeit die rechtlichen Grundlagen für die Verkehrsberuhigung in Städten und Gemeinden geschaffen.
Die Strategie als Flaggschiff, das Aktionsprogramm als kurzfristige Antwort
Die erste Runde der Aktionsprogramme ist den folgenden Themen gewidmet:
- Quantifizierung der täglichen Besucher
- Landschaftsgestaltung
- Nachhaltige Wirtschaft
- Nachhaltige Ankünfte
- Zugänglichkeit
- Kulturerbe
Aktionsprogramm für die Förderung des Ortes: Die Wiener Erfahrung für Städte weltweit
Die Ausarbeitung eines Handbuchs zur Landschaftsgestaltung als Teil des Aktionsplans zur Ortsgestaltung, um zu untersuchen, wie städtische Räume geschaffen werden können, die die Lebensqualität für Einwohner und Besucher verbessern.
Laut Norbert Kettner, Geschäftsführer von WienTourismus, wird Wien einen Destination Stewardship-Ansatz verfolgen, der Stadtverwaltung, Hotels, Restaurants, Kultur- und Freizeitanbieter, die Tagungsindustrie und andere Akteure der Besucherwirtschaft zusammenbringt, um die Herausforderungen auf ihren jeweiligen Entscheidungsebenen anzugehen.
Er sagte: „Mit einem Gefühl der gemeinsamen Verantwortung, mit Transparenz und Engagement, mit regelmäßigen Treffen und Informationsveranstaltungen ist der Kooperationsgedanke ein wichtiger Mittelpunkt unserer Strategie“.

















