Palma, Mallorca ist in großer Sorge, da am Samstag vier Kreuzfahrtschiffe mit 15.000 Passagieren einlaufen sollen, während gemäß einer Entscheidung der CLIA aus dem Jahr 2022 die zulässige Passagierzahl pro Tag bei 8.000 liegt.
Zwei der Schiffe, die am Samstag Passagiere befördern werden, gehören laut Informationen der lokalen Zeitung Majorca Daily Bulletin zur Kategorie der „großen“ Schiffe. Die Vereinbarung der CLIA über die zulässige Passagierzahl scheint jedoch ungültig zu sein und der Verband der Kreuzfahrtschiffe reagiert offenbar nicht darauf.
Um die Vereinbarung von 2022 einzuhalten, müssen täglich mehr als drei Schiffe mit jeweils mindestens 500 Passagieren verkehren, wobei nur eines davon mehr als 5.000 Passagiere befördern darf. Von den für Samstag geplanten vier Schiffen ist die Seabourn Ovation mit 600 Passagieren das kleinste. Die Marella Voyager hat eine Kapazität von 1.900 Passagieren. Es gibt jedoch zwei Schiffe – die AIDAcosma und die MSC Virtuosa –, die mehr als 6.000 Passagiere befördern können.
Die Gesamtkapazität aller vier Schiffe beträgt 15.504 Passagiere.
Laut dem Tourismusministerium der Balearen handelt es sich um ein „Memorandum bewährter Praktiken” und ein Zeichen des Engagements für Maßnahmen zur Begrenzung des Tourismus auf Mallorca. Die Regierung der Balearen konnte keine gesetzliche Verpflichtung einführen, da sie nicht dazu befugt ist. Diese Befugnis liegt bei der spanischen Regierung über das Ministerium für Verkehr und staatliche Häfen. Die CLIA hat keine Erklärung abgegeben.
Die Vereinbarung läuft Ende 2026 aus. Bevor die Regierung eine endgültige Entscheidung über eine Verlängerung trifft, wartet sie die Ergebnisse einer Studie über die Auswirkungen der Beschränkungen für Kreuzfahrtschiffe ab.
Die Plattform gegen große Kreuzfahrtschiffe befürwortet maximal ein Schiff pro Tag mit nicht mehr als 4.000 Passagieren und fordert die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Entscheidungsfindung.
Margalida Ramis von der Umweltorganisation GOB Mallorca bezweifelt den Nutzen einer nicht verbindlichen Vereinbarung. Jaume Garau von der Interessengruppe Palma XXI sagt: „Es ist nicht das erste Mal, dass sie die Grenze überschritten haben. Das haben sie schon in der Vergangenheit getan.“



















