Um die Auswirkungen des Massentourismus auszugleichen, die Infrastruktur zu unterstützen und die natürliche und kulturelle Umwelt zu schützen, fordert die Gemeinde Symi die Einführung einer Sondergebühr von 3 Euro pro Person für Tagesbesucher, die direkt von der Gemeinde eingezogen wird. Sie unterbreitet den zuständigen Ministerien einen entsprechenden Vorschlag.
Die Gemeinde Symi hat am Dienstag, dem 15. Juli, einen entsprechenden Beschluss gefasst, um dem besonderen Druck, den der tägliche Massentourismus ohne Übernachtung auf der Insel ausübt, Rechnung zu tragen. Ziel ist es, die Einnahmen und die Nachhaltigkeit der kommunalen Infrastruktur zu stärken. Laut dem Bürgermeister von Symi, Eleftherios Papakalodoukas, empfängt die Insel täglich etwa 1.000 bis 5.000 Besucher, wobei die Nachfrage ständig steigt.
Die Gebühr wird der Gemeinde zugerechnet und ausschließlich für ökologische, kulturelle sowie betriebliche Zwecke verwendet.
Nach Angaben der Gemeinde zieht Symi vor allem in den Sommermonaten hohe Touristenströme an und empfängt täglich eine große Zahl von Besuchern, hauptsächlich aus Rhodos. Trotz der offensichtlichen Vorteile für die lokale Wirtschaft trägt der tägliche Massentourismus nicht zu den Einnahmen der Gemeinde bei, während gleichzeitig:
– eine Überlastung der Infrastruktur (Wasserversorgung, Kanalisation, Abfallentsorgung, Verkehrsstaus) verursacht wird,
– das kulturelle Erbe und der öffentliche Raum belastet werden und der Gemeinde keine nennenswerten Einnahmen verbleiben, da diese Besucher nicht übernachten und somit keine Beherbergungssteuer gezahlt wird.
Vorteile für die Gemeinde durch die neue Gebühr
Die Einführung der Gebühr bringt folgende Vorteile für die Gemeinde:
- feste Einnahmen
- Stärkung der lokalen Autonomie und der Fähigkeit der Gemeinde, den gestiegenen Bedarf zu decken.
- Gerechte Umverteilung: Wer Gebühren erhebt, trägt bei.
- Außerdem wird eine nachhaltige Tourismusentwicklung gefördert und der Übertourismus eingedämmt.
Einnahmen: Verwaltung und Umverteilung
Die neue Besuchergebühr wird von jedem Besucher erhoben, der ohne über eine tägliche Fährverbindung nach Symi einreist, zwingend entrichtet werden.
Der Einzug erfolgt über die Fährgesellschaften (Ticket + Gebühr) sowie über Agenturen, die Ausflüge organisieren.
Die Einnahmen werden von der Gemeinde Symi über einen Einnahmencode im Haushalt direkt eingezogen und ausschließlich für Folgendes verwendet:
- Unterstützung für Reinigung, Infrastruktur, Recycling
- Schutz von Kulturdenkmälern
- den Schutz des kulturellen Erbes und die Verwaltung des Tourismus.
Die Maßnahme kann je nach Gemeinde entweder als Pilotprojekt durch einen Ministerialbeschluss (z. B. für Inseln mit Sonderstatus) oder durch eine gesetzliche Regelung einer Sonderabgabe zugunsten der Gemeinden eingeführt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Einführung als lokaler Regelungsbeschluss in Zusammenarbeit mit den Ministerien für Inneres und Schifffahrt, soweit dies die Hafeneinfahrt betrifft.
Darüber hinaus kann sie durch das Modell der „Nachhaltigen Tourismussteuer“ gefördert werden, das bereits auf Mittelmeerinseln (z. B. Mallorca, Venedig) umgesetzt wird.
HIER die Entscheidung.

















