Donnerstag, Juni 4, 2026
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Accor Hotels: Umsatzsteigerung von 2,3 % im ersten Quartal 2026 trotz schwierigen Umfelds

Einen Umsatzanstieg von 2,3 % zu konstanten Wechselkursen auf 1,313 Mrd. Euro verzeichnete Accor im ersten Quartal 2026 und bestätigte damit die stabile Dynamik des Konzerns trotz geopolitischer Herausforderungen.

Die Erlöse aus dem Bereich Management & Franchise stiegen um 8,3 % zu konstanten Wechselkursen auf 332 Mio. Euro, während der RevPAR im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 5,1 % zulegte. Gleichzeitig betrug das Netto-Wachstum des Netzwerks 3,8 % auf Jahresbasis.

Der Vorstandsvorsitzende und CEO von Accor, Sébastien Bazin, erklärte, dass der Konzern ein stabiles Wachstum aufrechterhalten habe und die Dynamik zu Jahresbeginn die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten ausgeglichen habe. Er betonte, dass geografische Diversifizierung und ein starkes Markenportfolio es dem Unternehmen ermöglichen, sich anzupassen und optimistisch auf eine verbesserte Entwicklung im Jahr 2026 zu blicken.


Im ersten Quartal eröffnete Accor 48 neue Hotels mit mehr als 6.700 Zimmern und erhöhte damit das Gesamtportfolio auf 5.815 Einheiten und 879.676 Zimmer. Die Pipeline umfasst 260.000 Zimmer in 1.545 Hotels.

Im Segment Premium, Midscale und Economy stieg der RevPAR um 4,5 %, vor allem getrieben durch Preissteigerungen. In Europa und Nordafrika lag das Wachstum bei 2,7 %, wobei Frankreich eine starke Performance zeigte und das Vereinigte Königreich die Erholung seit 2025 bestätigte. Deutschland verzeichnete hingegen einen leichten Rückgang des RevPAR.

In der Region Naher Osten, Afrika und Asien-Pazifik stieg der RevPAR um 5,5 %, mit Südostasien als stärkstem Wachstumsmarkt. Im Nahen Osten wurde die Aktivität durch den Konflikt beeinflusst; die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichneten ein Minus von 9 %, während Saudi-Arabien und Ägypten zulegten.

In Amerika, wo Brasilien dominiert, stieg der RevPAR um 9,1 %, getragen von einem zweistelligen Wachstum des Landes.

Das Segment Luxury & Lifestyle verzeichnete einen RevPAR-Anstieg von 6 %, ebenfalls hauptsächlich preisgetrieben. Die Umsätze dieses Bereichs beliefen sich auf 341 Mio. Euro und gingen aufgrund von Desinvestitionen leicht um 0,7 % zurück.

Insgesamt gliederten sich die Konzernumsätze wie folgt: 663 Mio. Euro aus Premium, Midscale & Economy (+4,6 %), 341 Mio. Euro aus Luxury & Lifestyle (-0,7 %) sowie 328 Mio. Euro aus erstatteten Kosten (+0,5 %).

Zu den jüngsten Entwicklungen zählt der Verkauf eines Anteils an Silenseas mit Erlösen von 66 Mio. Euro sowie die Vereinbarung über den Verkauf von 30,56 % an Essendi (ehemals AccorInvest) an Blackstone.

Zudem kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 450 Mio. Euro für 2026 an, wobei die erste Tranche von 225 Mio. Euro bereits gestartet wurde.

Accor beobachtet weiterhin die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, einer Region, die 2025 8 % des Zimmerportfolios und 12 % der Zimmerumsätze ausmachte.

Abschließend wies der Konzern Vorwürfe zu Menschenrechtsverletzungen entschieden zurück und kündigte eine interne Untersuchung sowie die Beauftragung einer externen Prüfung an.

Quelle: Accor Finance

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