Kythnos erhält wieder eine Direktverbindung nach Piräus, ein Jahr nach der Einstellung der Linie, nachdem der griechische Minister für Schifffahrt und Inselpolitik, Vassilis Kikilias, die Wiederaufnahme der Fahrten angekündigt hat.
In einem Interview mit dem Fernsehsender Open erklärte der Minister, dass die Verbindung der Insel zwar nicht zu den sogenannten „unrentablen Linien“ gehört und ausschließlich nach Marktbedingungen betrieben wird, er jedoch intervenierte, um eine Lösung zu finden. Nach Absprache mit einer bestimmten Reederei konnte eine neue Schiffsverbindung eingerichtet werden, die ab dem kommenden Freitag den Betrieb aufnehmen wird.
Die neuen Fahrten werden zweimal wöchentlich, jeweils freitags und sonntags, angeboten und stärken damit die Verbindung der Insel mit Attika erheblich. Sie ergänzen die bereits fünf wöchentlichen Verbindungen ab Lavrio und schaffen so ein breiteres Zugangsnetz für Bewohner und Besucher von Kythnos. Diese Maßnahme erfüllt eine langjährige Forderung sowohl der lokalen Verwaltung als auch der Inselgemeinschaft, die in den vergangenen Jahren wiederholt auf die eingeschränkte Fährverbindung hingewiesen hatte.
Minister Kikilias betonte, dass die Wiederaufnahme der Linie den Alltag der ständigen Bewohner erleichtert, die eine verlässliche Verbindung zum größten Hafen des Landes benötigen, und gleichzeitig öffentlichen Bediensteten, Unternehmern und Reisenden zugutekommt. Laut dem Minister zielt diese politische Entscheidung nicht nur auf die stark frequentierte Sommerperiode ab, sondern auf die Notwendigkeit, das ganze Jahr über eine würdige und regelmäßige Mobilität zu gewährleisten.
Gleichzeitig sprach der Minister auch den großen Wettbewerb über 668 Millionen Euro für die unrentablen Linien an, der derzeit läuft und die vierjährige Versorgung zahlreicher kleiner und abgelegener Inseln des Landes betrifft. Der Wettbewerb sei eine der wichtigsten Maßnahmen dieser Legislaturperiode, da er sicherstellt, dass Inselregionen, die nicht durch die Nachfrage des Marktes bedient werden können, weiterhin stabile Schiffsverbindungen mit ausreichender Frequenz und modernen Schiffen erhalten.
Die Wiederaufnahme der Linie Piräus–Kythnos erfolgt in einer Phase, in der das Ministerium die Fährverbindungen insgesamt neu organisiert, die Vernetzung verbessert und den Transport zu Inseln stärkt, die auf die Schifffahrt für ihre wirtschaftliche und soziale Kohärenz angewiesen sind. Für Kythnos gilt diese Entwicklung als besonders bedeutsam, da sie ein zusätzliches Tor nach Attika öffnet und sowohl den Tourismus als auch den Alltag der ständigen Bewohner stärkt.



















