Die neuesten Daten der griechischen Zentralbank zum Tourismusaufkommen zeigen ein besonderes Muster: Zwar wird die Zahl der französischen Touristen in Griechenland im Jahr 2025 zurückgehen, die Reiseeinnahmen aus diesem Markt werden jedoch einen spektakulären Anstieg verzeichnen.
Dieses Phänomen zeigt, dass der französische Markt nicht nur anhand seines Volumens, sondern vor allem anhand seiner hohen Kaufkraft und seines qualitativ hochwertigen Konsums beurteilt wird.
Im Juli 2025 besuchten 362.400 französische Reisende Griechenland, was einem Rückgang von 6,7 % gegenüber Juli 2024 entspricht. Trotz des Rückgangs der Ankünfte stiegen die Reiseeinnahmen um 43,1 % auf 313,1 Millionen Euro. Einfach ausgedrückt gaben die weniger zahlreichen französischen Reisenden in Griechenland deutlich mehr aus. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Besucher beliefen sich auf etwa 864 Euro und gehören zu den höchsten Werten, die in diesem Jahr verzeichnet wurden.
Das gleiche Bild zeigt sich auch in den ersten sieben Monaten des Jahres. Von Januar bis Juli gingen die Ankünfte aus Frankreich um 8,6 % zurück und erreichten 972 500 Reisende. Die Einnahmen aus dem französischen Markt stiegen jedoch um 15,6 % auf 769 Millionen Euro. Die durchschnittlichen Ausgaben beliefen sich in diesem Zeitraum auf etwa 790 Euro pro Person und bestätigen, dass Griechenland für die Franzosen nach wie vor ein hochwertiges Reiseziel ist.


Diese Daten verdeutlichen einen wichtigen Aspekt der Tourismusstrategie: Es reicht nicht aus, die Zahl der Ankünfte zu steigern – auch die Qualität der Besucher ist entscheidend. Die Franzosen investieren offenbar mehr in Unterkünfte der höheren Kategorie, gastronomische Erlebnisse und organisierte Aktivitäten, was die Einnahmen deutlich erhöht. Dies steht im Gegensatz zu anderen großen Märkten wie dem Vereinigten Königreich, wo sowohl die Ankünfte als auch die Ausgaben zurückgegangen sind.
Für den griechischen Tourismus ist dieses Bild ein ermutigendes Zeichen. Trotz des leichten Rückgangs des Volumens erweist sich Frankreich als stabiler und lukrativer Markt mit Aussichten auf weitere Stärkung – insbesondere, wenn die Bemühungen zur Verbesserung der Infrastruktur, zur Förderung thematischer Tourismusformen und zur Steigerung der Konnektivität kombiniert werden.
Diese Dynamik zeigt, dass Griechenland für französische Reisende zunehmend den Status eines Premium-Reiseziels erlangt, bei dem der Wert mehr zählt als das Volumen.


















