Samstag, Juni 6, 2026
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Kurzzeitmieten im August: Rekordangebot in Europa, Preisdruck in Griechenland

Der europäische Markt für Kurzzeitmieten verzeichnete im August 2025 einen neuen historischen Rekord. Das Bild ist insgesamt positiv, gleichzeitig werden aber auch die Herausforderungen für die Mittelmeermärkte, darunter Griechenland, deutlicher.

Mit 4,16 Millionen aktiven Buchungen auf dem gesamten Kontinent wurde ein Anstieg von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Gleichzeitig stieg die Nachfrage mit 66,2 Millionen Übernachtungen um 3,6 Prozent auf einen neuen Höchststand. Allerdings verzeichnete die Zahl der Buchungen einen leichten Rückgang von 0,4 %, was darauf hindeutet, dass sich die Dynamik nach Jahren starken Wachstums zu stabilisieren beginnt.

Die Auslastung stieg leicht auf 73,5 % und verzeichnete damit einen Anstieg von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittlichen Übernachtungspreise sanken leicht, wobei der ADR bei 171,12 Euro lag, was einem Rückgang von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der RevPAR blieb mit 125,85 Euro stabil und spiegelt den Druck wider, den das Überangebot an Unterkünften ausübt. Laut AirDNA sind Reisende weiterhin preisbewusst, was Gastgeber dazu zwingt, ihre Preise insbesondere bei Last-Minute-Buchungen anzupassen.


Die Trends sind auf dem gesamten Kontinent nicht einheitlich. In den nördlichen und zentralen Ländern ist das Wachstum hingegen beeindruckend. So verzeichnete Norwegen einen Anstieg der Nachfrage um 18,6 %, Polen um 14,6 % und die Tschechische Republik um 14,3 %. Auch die Schweiz (+10 %) und Schweden (+9,1 %) erzielten starke Ergebnisse. Diese Länder kombinierten das Wachstum des Angebots mit einer starken Nachfrage und hielten die Auslastung stabil oder sogar erhöht.

Im Süden hingegen sieht das Bild anders aus. So verzeichnete Italien einen Rückgang der Nachfrage um 1,6 %, Österreich um 4,6 % und Kroatien um 5,4 %. Spanien blieb unverändert, während Frankreich einen leichten Anstieg von 4 % verzeichnete. Die Mittelmeerländer zeigen eine Sättigung, wobei die große Anzahl von Angeboten Druck auf die Preise ausübt – insbesondere in Küstenorten. Dort sind die Eigentümer gezwungen, die Preise zu senken, um die Auslastung aufrechtzuerhalten.

Die Analyse der Auslastung zeigt, dass preisgünstige Unterkünfte mit durchschnittlich 72 % weiterhin am attraktivsten sind. Luxusunterkünfte liegen mit 65 % zwar niedriger, verzeichneten jedoch die größten Zuwächse von +3,4 %. Offensichtlich wenden sich einige Reisende qualitativ hochwertigeren Erlebnissen zu, ohne jedoch die Dominanz der Budget-Optionen zu beeinträchtigen.

Für Griechenland enthält der Bericht keine separaten Zahlenangaben, sondern ordnet das Land den südlichen Ländern zu. Das Bild ist bekannt: Das Angebot wächst weiter, insbesondere auf den Inseln und in Großstädten wie Athen und Thessaloniki, wo kulturelle Veranstaltungen und Festivals die Nachfrage ankurbeln. Die Auslastung blieb im August aufgrund der Hochsaison auf einem hohen Niveau, allerdings wurden die Durchschnittspreise gedrückt, da Reisende die große Verfügbarkeit nutzten. In vielen Fällen wurden Last-Minute-Buchungen mit Rabatten abgeschlossen, um die Kalender voll zu halten.

AirDNA kommt zu dem Schluss, dass der Markt eine Reifephase erreicht hat. Es reicht nicht mehr aus, eine Immobilie einfach zu veröffentlichen, um hohe Renditen zu erzielen. In Griechenland wie auch in anderen Mittelmeerländern wird die Nachhaltigkeit der Einnahmen von einem professionelleren Management abhängen, das eine korrekte Preisgestaltung, Diversifizierung der Erlebnisse und Anpassung an die neuen Bedingungen sicherstellt. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs sowohl zwischen den Eigentümern als auch mit den Hotels besteht die Herausforderung für die kommenden Monate darin, das Gleichgewicht zwischen Auslastung und Einnahmen aufrechtzuerhalten.

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