Samstag, Juni 6, 2026
StartFIRMENLufthansa: Streik des Kabinenpersonals legt Flüge in Frankfurt und München lahm

Lufthansa: Streik des Kabinenpersonals legt Flüge in Frankfurt und München lahm

Die Arbeitskonflikte bei Lufthansa treten in eine neue Eskalationsstufe ein, nachdem die Flugbegleitergewerkschaft UFO für Freitag einen 24-stündigen Streik angekündigt hat, der zentrale Verbindungen der deutschen Fluggesellschaft beeinträchtigen dürfte.

Die Arbeitsniederlegung betrifft die Kernmarke Lufthansa sowie die Tochtergesellschaft CityLine; der Streik soll um Mitternacht beginnen und bis 22:00 Uhr Ortszeit andauern. Nach Angaben der Gewerkschaft werden sämtliche Abflüge von den beiden größten deutschen Flughäfen Frankfurt und München betroffen sein, zudem wird eine Beteiligung von Crews der CityLine an neun weiteren deutschen Flughäfen erwartet.

Die Entscheidung zum Streik fiel nach einer Abstimmung Ende März, bei der sich die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten für eine Eskalation aussprach, nachdem die Verhandlungen mit der Unternehmensführung ins Stocken geraten waren. Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsbedingungen von rund 19.000 Beschäftigten sowie ein Abfindungspaket für etwa 800 Mitarbeitende der CityLine, die sich in einem schrittweisen Abwicklungsprozess befindet.


Der UFO-Vorsitzende Joachim Vázquez Bürger warf Lufthansa mangelnde Kompromissbereitschaft vor und erklärte, es liege kein Vorschlag vor, der als Verhandlungsgrundlage dienen könne. Zu den zentralen Forderungen gehören mehr Planbarkeit der Arbeitszeiten sowie eine frühzeitige Dienstplanankündigung für die Crews.

Lufthansa rief ihrerseits die Gewerkschaft dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, und bat die Passagiere um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Gleichzeitig bezeichnete das Unternehmen den Streik als unverhältnismäßig und zu kurzfristig angekündigt.

Die aktuelle Arbeitsniederlegung ist bereits die dritte innerhalb von zwei Monaten nach Streiks im Februar und März, die zu massiven Flugausfällen geführt hatten. Der Konflikt bleibt ungelöst, während das Risiko weiterer Störungen im Luftverkehr bestehen bleibt.

Quelle: Reuters

BWH

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