In einer Erklärung der Gemeinde Patmos heißt es, dass es keine Probleme mit dem Wasserversorgungsnetz von Patmos gebe. Zuvor hatten Medien über Probleme mit Abwässern und deren Vermischung mit dem Wasserversorgungsnetz berichtet. Laut journalistischen Informationen funktioniert die biologische Kläranlage der Insel jedoch nicht ordnungsgemäß, sodass unbehandeltes Abwasser ins Meer gelangt.
Detaillierte Mitteilung der Gemeinde Patmos:
„In dem am 22.08.2025 (17:57) veröffentlichten Artikel der griechischen Sonntagszeitung Πρώτο Θέμα auf der Website protothema.gr mit einem Titel, der die Formulierung „Abwässer gelangen in die Wasserhähne von Häusern“ enthält, sowie dem dazugehörigen Bildmaterial, wird die Behauptung des unbekannten Autors als Tatsache dargestellt, dass Abwässer in die Wasserhähne und Höfe von Häusern auf Patmos gelangen. Das veröffentlichte Material, Videos und Fotos, zeigt Wasser, das aus einem Wasserhahn und einem Gartenschlauch fließt, ohne dass aus irgendeiner Quelle hervorgeht, dass es sich um Abwässer handelt. Wie den Einwohnern und Besuchern der Insel bekannt ist, ist das Abwassernetz nicht mit dem Trinkwassernetz verbunden. Das verwendete Bildmaterial stammt von einem privaten Grundstück (Wohnhaus) und steht in keinerlei Zusammenhang mit Abwasserpumpen oder Abwässern aus einem Wasserhahn, wie auch die Eigentümerin des Grundstücks bestätigt.
Die Gemeinde Patmos verurteilt entschieden die Quellen, die eigenmächtig zur Veröffentlichung solcher unbegründeten und falschen Informationen übergegangen sind, welche dem Ruf unserer Insel schaden. Die Gemeinde behält sich zudem das Recht vor, alle gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen zu ergreifen, um die Interessen der Insel zu schützen.“
Dennoch berichtet patmostimes, dass aufgrund von Problemen beim Betrieb der Kläranlage ungeklärte Abwässer ins Meer gelangen oder sogar über die Wasserversorgungsleitungen in Häuser eindringen könnten.
Das Problem liege sowohl an einer Verstopfung der Unterwasserleitung als auch an mechanischen Defekten der Anlage selbst, die derzeit nicht in Betrieb ist.
Der Artikel berichtet auch, dass die Hafenbehörde am 8. August nach Beschwerden über Verschmutzungen im Meeresgebiet der Bucht von Chochlaka eine Untersuchung durchgeführt habe.

Wie berichtet wird, fahren nachts Tankwagen mit Fäkalien zum Gelände der Kläranlage und entleeren ihren Inhalt in die Becken, die jedoch außer Betrieb sind. Da die Abwässer dort über Nacht stehen bleiben, breitet sich ein starker Geruch in der Umgebung aus. Am darauffolgenden Tag, so wurde berichtet, werden die Ventile geöffnet und die ungeklärten Abwässer fließen direkt ins Meer – mit allen damit verbundenen Folgen, da in die Becken sowohl die neuen Abwässer aus dem Kanalnetz als auch die Inhalte der Fäkalientankwagen gelangen.
Zudem wird berichtet, dass die Küstenwache nach mehreren Beschwerden eine Inspektion durchgeführt und offizielle Verstöße dokumentiert hat. Die Ergebnisse wurden an die zuständige Staatsanwaltschaft von Kos, an das griechische Umweltministerium sowie an alle beteiligten Behörden weitergeleitet.
Zur Erinnerung: Frau Ioanna Memou, Vorsitzende des Umweltschutzvereins Patmos „Hippocampus“, hatte bereits seit 2023 mehrfach auf die Nichtfunktionstüchtigkeit der Kläranlage hingewiesen.


















