Der Sommer 2026 entwickelt sich zu einer Phase flexiblerer, vorsichtigerer und stärker erfahrungsorientierter Reiseentscheidungen, laut einer Analyse von TravelPulse US, die die zentralen Trends der Saison erfasst.
Ein zentraler Trend ist das sogenannte „fluxury“, also die Entscheidung von Reisenden, Elemente von Luxus mit günstigeren Optionen zu kombinieren. Statt sich ausschließlich entweder für teure oder günstige Reiseerlebnisse zu entscheiden, zeigen sich Konsumenten flexibler bei ihren Ausgaben. So kann etwa ein teures Hotel für einen Teil der Reise gewählt werden, während für den Rest einfachere Unterkünfte genutzt werden, oder es wird in eine einzelne besondere Erfahrung investiert, während andere Kosten niedrig gehalten werden.
Der Anstieg der Treibstoff- und Flugticketkosten beeinflusst die Entscheidungen der Reisenden erheblich. Laut Bericht suchen Verbraucher nach Möglichkeiten zu reisen, ohne ihr Budget zu überschreiten, während kürzere Auszeiten, sogenannte „microcations“, zunehmend an Bedeutung gewinnen, die in der Regel 2 bis 5 Tage dauern.
Ein weiterer Trend sind „coolcations“, also die Verlagerung hin zu kühleren Reisezielen, da hohe Temperaturen zunehmend die Reiseentscheidungen in Europa beeinflussen. In diesem Zusammenhang gewinnen Länder wie Dänemark, Norwegen und Schweden an Bedeutung, während auch Kanada und der pazifische Nordwesten der USA ein steigendes Interesse verzeichnen.
TravelPulse dokumentiert außerdem eine Rückkehr zu einfacheren Reiseerfahrungen wie „analog camping“. Dabei handelt es sich um Urlaube, die sich von stark durchorganisierten Programmen entfernen und zu authentischeren Naturerlebnissen zurückkehren. Laut Daten von KOA geben die Hälfte der Camper an, wahrscheinlich eine Reise zu planen, die Kindheitserinnerungen ans Camping ähnelt, wobei der Anteil bei der Gen Z auf 72 % und bei Millennials auf 68 % steigt.
Gleichzeitig nimmt die Präferenz für Ziele zu, die innerhalb von 2 bis 4 Stunden Fahrzeit von großen urbanen Zentren erreichbar sind, da Reisende Einfachheit, geringere Komplexität und die Vermeidung von Flugreisen bevorzugen.
In der Karibik zeigt sich eine Verschiebung in Richtung des südöstlichen Teils der Region, wobei Ziele wie St. Vincent und die Grenadinen, St. Lucia und Grenada eine stärkere Nachfrage als 2025 verzeichnen, da sie als weniger stark vom Haupt-Hurrikan-Korridor betroffen gelten.
Ein weiterer wichtiger Trend ist die Wahl von Reisen basierend auf der Erfahrung statt primär auf dem Reiseziel. Reisende beginnen zunehmend mit der Frage, was sie erleben möchten – etwa Abschalten, etwas Neues oder ein authentisches Strand-Erlebnis – und wählen anschließend den passenden Ort.
Auch die Anmietung von Wohnmobilen (RV) gewinnt deutlich an Dynamik, insbesondere bei jüngeren Reisenden. Laut KOA geben 55 % der Gen Z an, wahrscheinlich 2026 ein RV für einen Roadtrip zu mieten, während fast die Hälfte der Camper und der Millennial-Glamping-Reisenden ebenfalls Interesse bekundet.
Abschließend stellt der Bericht fest, dass Kurzstreckenreisen nach Mexiko, Puerto Rico, Costa Rica, Jamaika und in die Dominikanische Republik aufgrund niedrigerer Flugkosten attraktiver werden, während der Zusammenbruch von Spirit Airlines in den USA bereits zu Preissteigerungen von 20 % bis 25 % auf Strecken geführt hat, auf denen die Airline zuvor stark vertreten war.



















