Sonntag, Juni 7, 2026
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Zwei Welten treffen aufeinander: Der Pilot von TUI fly und der Kapitän der Mein Schiff zeigen sich gegenseitig ihr „Zuhause“

Ein ungewöhnliches Treffen fand in Palma de Mallorca statt, bei dem sich zwei Fachleute begegneten, die zwar denselben Titel tragen, aber in unterschiedlichen Arbeitswelten tätig sind, um die Welt des jeweils anderen kennenzulernen. Der TUI fly-Pilot Sasa Jaumann und der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs Mein Schiff Relax, Jan Gustav Rautavaara, tauschten Erfahrungen über ihre täglichen Herausforderungen aus – ein Treffen, das zugleich die großen Unterschiede, aber auch die überraschenden Gemeinsamkeiten zwischen dem Cockpit eines Flugzeugs und der Brücke eines Schiffes aufzeigte.

Das Treffen begann am Flughafen von Palma, wo Kapitän Rautavaara einen Blick auf den Arbeitsplatz des Piloten werfen konnte, das Cockpit betrat und sich über die technischen Merkmale moderner Flugzeuge austauschte. Sasa Jaumann erklärte unter anderem das Luftverhältnis in den Triebwerken – neun Teile Außenluft zu einem Teil Brennstoff –, das den Verbrauch und den Geräuschpegel reduziert. Das Gespräch nahm schnell einen persönlicheren Ton an, als Jaumann enthüllte, dass er ein Foto seines Vaters auf dem Triebwerk einer DC10 habe, und bat darum, ein entsprechendes Foto auch von dem heutigen Flugzeug zu machen – als Hommage.

Die beiden Männer sprachen auch darüber, wie sie mit dem Gefühl des Fliegens aufgewachsen sind. Der Pilot erinnerte sich an Zeiten, in denen Kinder während des Fluges ins Cockpit gehen durften, während der Kapitän erwähnte, dass auch sein Vater Pilot war, wodurch sie ihre persönlichen Geschichten mit der Entwicklung der Luftfahrt in den letzten 120 Jahren verknüpften.



Die zweite Phase des Treffens fand an Bord der Mein Schiff Relax statt. Dort führte Kapitän Rautavaara Jaumann auf der Brücke herum und erklärte die Funktionsweise der elektronischen Karten, der Stabilitätssysteme und der elektronischen Logbücher, die handschriftliche Einträge vollständig ersetzt haben. Im Gespräch entstand ein eindrucksvoller Vergleich: Das Schiff befördert 4.900 Passagiere und 1.400 Besatzungsmitglieder aus 58 verschiedenen Nationen, während der Pilot zwar eine viel kleinere Anzahl von Passagieren betreut, aber ebenso verantwortungsvoll die Flugführung managen muss.

Jaumann wies darauf hin, dass Rautavaaras Arbeit ein breiteres Aufgabenfeld umfasst, da sie nicht nur die Fortbewegung, sondern auch den Alltag von tausenden Passagieren und einer großen multinationalen Besatzung betrifft. Dennoch kamen beide zu dem Schluss, dass das entscheidende Element dasselbe ist: eine starke, erfahrene und koordinierte Crew.

Das Gespräch weitete sich auf ihre persönliche Leidenschaft für Luft und Meer aus. Jaumann berichtete von seinen Reisen mit kleinen einmotorigen Flugzeugen, während Rautavaara verriet, dass er in seiner Freizeit segelt – sogar mit einem historischen Dreimastschiff, 112 Jahre alt.

Abschließend einigten sich die beiden auf etwas Einfaches, aber Wesentliches: Sie fühlen sich „glücklich“, Berufe auszuüben, die sie als Lebenstraum betrachten. Und dass trotz der Distanz zwischen 38 Metern Länge eines Segelschiffs und 950 Kilometern Geschwindigkeit eines Flugzeugs das verbindet, was Kapitäne von Meer und Luft eint: dieselbe grundlegende Leidenschaft für ihr Handwerk und Teamgeist.

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