Italien hat vor Beginn der diesjährigen Skisaison und in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele im Februar ein verpflichtendes Gesetz zur Helmpflicht für alle Skifahrer und Snowboarder erlassen.
Das neue Gesetz, das am 1. November in Kraft trat, verlangt von allen Besuchern der italienischen Skipisten das Tragen eines CE-zertifizierten Helms (Conformité Européenne), der den EU-Gesundheits- und Sicherheitsstandards entspricht. Ziel ist die Verringerung schwerer Kopfverletzungen angesichts wachsender Sicherheitsbedenken im Wintersport.
Wer sich nicht an die Vorschrift hält, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 200 Euro und der Sperrung des Liftpasses rechnen.
Mit dieser neuen Regelung wird Italien zum ersten europäischen Land, das eine derartige Pflicht einführt; einzig Nordkorea soll eine vergleichbare Vorschrift anwenden.
„Wir glauben, dass bereits 95 % der Menschen Helme tragen“, erklärte Diego Clara von Dolomiti Superski in einer Mitteilung.
„Wir kommunizieren das breit“, fügte Clara hinzu.
CE-zertifizierte Helme werden in zwei Schutzkategorien angeboten: Kategorie A und Kategorie B.
Helme der Kategorie A bieten auch Schutz für die Ohren und gelten allgemein als sicherer, während Helme der Kategorie B Schutz bieten, aber die Ohren nicht abdecken. Beide Kategorien sind laut dem neuen Gesetz zulässig.
Neben der neuen Sicherheitsvorschrift müssen Skifahrer und Snowboarder in italienischen Skigebieten über eine gültige Haftpflichtversicherung verfügen.
Außerdem gilt für Skifahrer und Snowboarder ein Blutalkoholgrenzwert von 0,5 Promille, und das Fahren unter Einfluss von Drogen ist verboten.
Die Bekanntgabe erfolgt kurz vor den Olympischen Winterspielen im Februar, deren Eröffnungszeremonie in Mailand stattfindet. Die Wettkämpfe auf Schnee und Eis werden in den Bergen und den umliegenden Regionen ausgetragen, mit dem Zentrum in Cortina d’Ampezzo.


















