Samstag, Juni 6, 2026
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Der Massentourismus schlägt erneut zu: Die 8 Orte der Fodor’s „No List 2026“ und die weltweite Botschaft zu Nachhaltigkeit, Umwelt und lokalen Gemeinschaften

Der Sommer 2025 verzeichnete weltweit Rekordzahlen bei den Touristenankünften, wobei zahlreiche Regionen, die mit Massentourismus zu kämpfen haben, zunehmend Unzufriedenheit in den lokalen Gemeinschaften aufweisen. Fodor’s stellte die „No List 2026“ vor und machte auf Reiseziele aufmerksam, in denen Massentourismus, empfindliche Ökosysteme und Gemeinden, die unter dem Druck leiden, besonders ausgeprägt sind.

In der Ausgabe von 2025 enthielt die Liste fünf europäische Reiseziele: Barcelona, Mallorca, Kanarische Inseln, Venedig und Lissabon. Von diesen verbleiben im Jahr 2026 nur die Kanarischen Inseln auf der Liste. Das Archipel verzeichnete im August 2025 1,23 Millionen Besucher, 6 % mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Zehn Millionen ausländische Gäste besuchten die Inseln in der ersten Jahreshälfte, mit einem bedeutenden Anteil aus dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Die Regierung kündigte Maßnahmen an, darunter eine neue Gebühr für Wanderungen im Nationalpark Teide-Pico Viejo ab 2026.

Drei weitere europäische Regionen sind 2026 auf der Liste: Isola Sacra in Italien, die Jungfrau-Region in der Schweiz und Montmartre in Paris. In Isola Sacra drohen Pläne für den Empfang großer Kreuzfahrtschiffe, die umfangreiche Sandaufschüttungen erfordern, was die marine Biodiversität und die Küsten-Erosion gefährdet. In Montmartre protestieren Anwohner gegen die „Disneyfizierung“, da Lebensmittelgeschäfte zunehmend durch touristische Läden ersetzt werden. In der Jungfrau-Region belastet die steigende Besucherzahl bereits rückläufige Gletscher sowie die natürlichen Ressourcen der Region.


Der Artikel erwähnt auch zwei Reiseziele, die 2025 auf der Liste standen, in diesem Jahr jedoch nicht mehr: Agrigent in Sizilien, das mit einer Wasserkrise kämpft, und die North Coast 500 in Schottland, wo fehlende Infrastruktur zu unkontrolliertem Campingtourismus und Sauberkeitsproblemen führte.

Für 2026 wurden vier neue Reiseziele hinzugefügt: Antarktis, Glacier National Park (USA), Mexiko-Stadt und Mombasa (Kenia). In Mexiko-Stadt gab es starke Proteste aufgrund steigender Mieten, fehlender Regulierung für Kurzzeitvermietungen und Veränderungen im Alltag der Bewohner. In der Antarktis stieg die Besucherzahl von 36.000 vor zehn Jahren auf 118.000 in der Saison 2024–2025. Die Anthropologin Jessica O’Reilly betont, dass die Umwelt extrem empfindlich sei und hohe Touristenzahlen nicht verkraften könne.

Im Glacier National Park sind von den 150 Gletschern des 20. Jahrhunderts nur noch 27 übrig, mit Schätzungen, dass sie bis 2030 verschwinden werden. Die Region erwärmt sich fast doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. In Kenia wurde Mombasa auf die Liste gesetzt, aufgrund eines Anstiegs der internationalen Ankünfte um 14,6 % und eines Zuwachses des Kreuzfahrttourismus um 164 %.

Die vollständige „No List 2026“ umfasst acht Reiseziele: Antarktis, Kanarische Inseln, Glacier National Park, Isola Sacra, Jungfrau-Region, Mexiko-Stadt, Mombasa und Montmartre.

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