Dienstag, Juni 9, 2026
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JLL-Studie: 2026 startet ein neuer Investitionszyklus für Hotels mit gestärkter Liquidität, steigenden Transaktionen und starker Reisetätigkeit

Der globale Markt für Hotelinvestitionen tritt 2026 in eine neue Phase erhöhter Aktivität ein, mit verbesserten Liquiditätsbedingungen, wachsendem Investoreninteresse und weiterhin starker Reisetätigkeit, so der Bericht „2026 Global Hotel Investment Outlook“ von JLL.

Die Analyse zeigt, dass die Hoteltransaktionen 2025 im Vergleich zum Tiefpunkt 2023 um 22 % gestiegen sind, während der Anteil von Hotels an den globalen Immobilieninvestitionen etwa 8 % beträgt – auf historische Höchststände ausgerichtet.

In absoluten Zahlen belief sich das weltweite Transaktionsvolumen im Hotelbereich 2025 auf rund 65 Mrd. USD, gegenüber etwa 61 Mrd. USD 2024 und etwa 53 Mrd. USD 2023, was auf eine schrittweise Markterholung hinweist. Regional stiegen die Transaktionen 2025 um 27 % in Amerika, um 4 % in der EMEA-Region und sanken um 20 % im Asien-Pazifik-Raum; weltweit ergibt sich ein Anstieg von etwa 7 %.


Die internationale Reisetätigkeit hat wieder starke Niveaus erreicht. Die internationalen Ankünfte übertrafen 2025 die Werte vor der Pandemie, wobei Europa ein Plus von etwa 3,8 % verzeichnete. In Westeuropa lagen die Ankünfte rund 5 % über 2019, in Südeuropa etwa 3 % darüber. Im Nahen Osten und Afrika lagen die internationalen Ankünfte über 28 % über den Vorkrisenniveaus, mit einem Plus von etwa 7,8 % in Afrika und 3,3 % im Nahen Osten. Im Asien-Pazifik-Raum stiegen die Ankünfte um etwa 6,3 %, blieben jedoch rund 8,7 % unter 2019.

Der weltweite Luftverkehr wird 2026 voraussichtlich um etwa 4,9 % jährlich zunehmen, mit einem Anstieg von rund 7,3 % im Asien-Pazifik-Raum, etwa 3,8 % in Europa und ca. 1,5 % in Nordamerika, was auf eine Stabilisierung der Wachstumsraten hinweist.

Bei der Angebotsseite bleibt die Entwicklung neuer Hotels in reifen Märkten begrenzt. In großen US-Städten wie New York, Los Angeles und Chicago entsprechen die Projekte im Bau weniger als 2 % des bestehenden Angebots. In London liegt das Pipeline-Volumen unter etwa 4 %, in Dubai bei rund 5 %. Dagegen übersteigen in Märkten wie Bengaluru und Phuket die Baustandorte etwa 12 % bzw. 11 %.

Die RevPAR-Entwicklung (Revenue per Available Room) zeigt marktspezifische Unterschiede, wobei Städte mit verzögerter Erholung 2025 stärkere Zuwächse verzeichnen, während Märkte, die voraus waren, stabilere Wachstumsraten zeigen. Faktoren wie Wechselkurse, Wirtschaftswachstum und Reiserichtlinien beeinflussen die lokale Performance.

In den USA laufen bis 2027 Hotelkredite in Höhe von rund 88 Mrd. USD aus, was voraussichtlich zu steigenden Transaktionen durch Refinanzierungen und Asset-Verkäufe führen wird. 2025 verzeichnete der US-Hotelkreditmarkt Neuemissionen von rund 64 Mrd. USD, während in Europa etwa 80 % der Kreditgeber beabsichtigten, die Vergabe zu erhöhen.

Grenzüberschreitende Investitionen erholen sich nach Rückgängen in den Vorjahren, mit erhöhter Aktivität vor allem im Vereinigten Königreich und in Europa. Investoren aus dem Nahen Osten und Asien bleiben wichtige Marktteilnehmer, wobei die größten Transaktionen milliardenschwere Vereinbarungen für ikonische Hotelimmobilien umfassen.

In der EMEA-Region konzentriert sich das Investoreninteresse auf das Vereinigte Königreich, Südeuropa und die skandinavischen Länder, wobei Märkte in Spanien, Italien und Griechenland Kapital für Upgrades anziehen. Das globale Immobilienwachstum, mit einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von etwa 9,6 % zwischen 2015 und 2025, stärkt die Nachfrage nach Luxus- und historischen Objekten.

Die Nachfrage nach Luxushotels übersteigt das Angebot, während Indikatoren wie der S&P Global Luxury Index in den letzten zehn Jahren ein durchschnittliches Wachstum von etwa 7,7 % verzeichneten. Die Anzahl der Passagiere auf Luxus-Kreuzfahrten stieg von rund 310.000 im Jahr 2021 auf etwa 1,1 Mio. im Jahr 2024, was eine breitere Nachfrage nach hochwertigen Erlebnissen signalisiert.

Im Asien-Pazifik-Raum wird erwartet, dass Japan 2026 etwa 35–40 % der Hoteltransaktionen der Region ausmacht, während Märkte wie Singapur und Australien steigende Investitionstätigkeit verzeichnen. Indien entwickelt sich aufgrund starker Inlandsnachfrage und zunehmender Konnektivität zu einem wichtigen Wachstumsmarkt.

Der Bericht weist darauf hin, dass Transaktionen über 250 Mio. USD in den letzten zwei Jahren als Anteil am Markt zugenommen haben, während Deals über 500 Mio. USD weiterhin unter historischen Niveaus liegen, aber voraussichtlich zunehmen werden. In London wurden allein im vierten Quartal 2025 drei Transaktionen über je 300 Mio. USD abgeschlossen.

Die Zusammensetzung der Investoren verändert sich, wobei Private Equity, Eigentümer-Manager, institutionelle Investoren und Family Offices die Hauptkäufer darstellen, während Hotelgesellschaften von Renditeprämien und Cashflow-Möglichkeiten profitieren.

Insgesamt betont JLL, dass die Kombination aus starker Nachfrage, verbesserter Finanzierung, begrenztem Neubauangebot und gesteigertem Vertrauen die Voraussetzungen für eine weitere Intensivierung der Investitionstätigkeit im globalen Hotelsektor 2026 schafft.

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