Sonntag, Juni 7, 2026
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Kürzung um fast 29 Mio. Euro beim Projekt „Destinationsmanagement“ des Aufbau- und Resilienzfonds | Weitere Mittelkürzung bei einem Projekt des Ministerium für Tourismus im RRF

Das Ministerium für Nationale Wirtschaft und Finanzen treibt eine wesentliche Umstrukturierung des Projekts „SUB1: Destinationsmanagement“ voran. Mit der 4. Änderung des Bewilligungsbeschlusses im Aufbau- und Resilienzfonds wird das Gesamtbudget des Projekts drastisch reduziert, während gleichzeitig mehrere Teilprojekte gestrichen werden, die im ursprünglichen Plan enthalten waren.

Der neue Beschluss, unterzeichnet vom stellvertretenden Minister für Nationale Wirtschaft und Finanzen, Nikos Papathanasis, und am 12. Mai 2026 veröffentlicht, betrifft das Projekt „SUB1: Destinationsmanagement“ mit dem OPS-TA-Code 5150755 im Rahmen der Maßnahme 16931 „Touristische Entwicklung“ des Aufbau- und Resilienzfonds.

Laut Beschluss sinkt das Gesamtbudget des Projekts von 41.354.936,20 Euro auf 12.706.136,20 Euro, was einer Kürzung von rund 28,65 Mio. Euro entspricht.

Gleichzeitig wird die Laufzeit des Projekts vom 31. Mai 2026 bis zum 30. Juni 2026 verlängert, um die Umsetzung und Auszahlung bestimmter Teilprojekte abzuschließen.

Die Änderung sieht außerdem die Streichung mehrerer Teilprojekte aus dem Gesamtprojekt vor. Dazu gehört das Teilprojekt „Touristische Förderung und Vermarktung Griechenlands – Rebranding“, das aus diesem Projekt herausgenommen wird, da seine baldige Aufnahme als eigenständiges Projekt in Maßnahme 16931 vorgesehen ist.


Neben dem Rebranding werden vier weitere Teilprojekte gestrichen, die zentrale Aspekte des Gesamtkonzepts für das Destinationsmanagement betrafen. Dabei handelt es sich um:

  • die „Studie und Analyse zur Wirksamkeit der Identität des Landes als touristische Destination“,
  • die „Pilotentwicklung modellhafter Tourismusdestinationen“,
  • die „Rechts- und Gesetzesstudie zur Reform des institutionellen Rahmens für Destinationsmanagement- und Vermarktungsorganisationen sowie modellhafte Tourismusdestinationen mit integriertem Management“,
  • sowie die „Entwicklung eines Mechanismus zur Anwerbung digitaler Nomaden“.

Das Projekt wurde ursprünglich am 8. Dezember 2021 in den Aufbau- und Resilienzfonds aufgenommen und betrifft die Entwicklung eines integrierten Systems für das Management touristischer Destinationen in Griechenland, durch die Einrichtung und den Betrieb lokaler und regionaler Destinationsmanagement- und Vermarktungsorganisationen (DMMOs) sowie Beobachtungsstellen für nachhaltige Tourismusentwicklung.

Zum Projektumfang gehören die Verbesserung der Governance touristischer Destinationen, die Zusammenarbeit zwischen lokalen und regionalen Akteuren sowie die Gestaltung eines wettbewerbsfähigeren und nachhaltigeren touristischen Angebots.

Der Beschluss beschreibt, dass das Projekt abzielt auf:

  • die Einrichtung und den Betrieb von DMMOs,
  • die Gründung nationaler und regionaler Beobachtungsstellen für nachhaltige Tourismusentwicklung,
  • die Entwicklung einer elektronischen Plattform und Website des Nationalen Observatoriums,
  • sowie die Erstellung eines „Weißbuchs für touristische Transformation und Entwicklung des griechischen Tourismus 2030–2035“.

Im Einzelnen umfasst das Projekt Studien zur Einrichtung und Funktionsweise von DMMOs mit dem Ziel eines effizienten Destinationsmanagements, der Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen Behörden und Institutionen sowie der Schaffung eines differenzierten und nachhaltigen touristischen Angebots.

Parallel dazu ist die Entwicklung einer digitalen Plattform des Nationalen Observatoriums für nachhaltige Tourismusentwicklung vorgesehen, mit Interoperabilität zu regionalen Observatorien und bestehenden Datenplattformen sowie Schulungen für Fachkräfte und die Erstellung entsprechender Handbücher.

Das Projekt ist dem Pfeiler „Private Investitionen und Transformation der Wirtschaft“ sowie der Achse „Modernisierung und Verbesserung der Resilienz zentraler Wirtschaftszweige des Landes“ zugeordnet.

Als durchführende Stelle fungiert das Ministerium für Tourismus, mit der Technische Kammer Griechenlands (TEE) als Partner.

Die nun vorgeschlagene öffentliche Ausgabe für die Aufnahme in das Programm für öffentliche Investitionen beläuft sich auf 12.706.136,20 Euro einschließlich Mehrwertsteuer.

Im Finanzierungsmodell des Projekts beträgt der Beitrag des Aufbau- und Resilienzfonds 10.246.884,03 Euro, während die nationale Beteiligung für die Mehrwertsteuer bei 2.459.252,17 Euro liegt.

Im Beschluss wird hervorgehoben, dass diese Investition mit den Grundsätzen der grünen und blauen Wirtschaft im Einklang steht und darauf abzielt, die Tourismussaison über die Sommermonate hinaus auszuweiten sowie alternative Tourismusformen unter dem Leitprinzip nachhaltiger Entwicklung und wirtschaftlicher Resilienz zu fördern.

BWH

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