Ein neues Kapitel wird der intensiven Auseinandersetzung zwischen den zwei größten europäischen Billigfluggesellschaften hinzugefügt, nachdem der Vorstandsvorsitzende von Wizz Air, József Váradi, eine öffentliche Warnung an den Ryanair-Chef Michael O’Leary gerichtet hat. Er forderte ihn auf, „zweimal nachzudenken“, bevor er seine aggressiven Äußerungen gegen Wizz Air fortsetzt.
Wie Skift berichtet, ist Váradis Intervention eine Reaktion auf wiederholte Kommentare O’Learys, der die Strategie und die Perspektiven von Wizz Air öffentlich infrage gestellt und dabei sogar Zweifel an deren finanzieller Widerstandsfähigkeit geäußert hat.
Der CEO von Wizz Air stellte klar, dass derartige Aussagen keineswegs harmlos seien, und deutete an, dass ihre Fortsetzung auch institutionelle oder rechtliche Schritte nach sich ziehen könnte.
Der Schlagabtausch spiegelt den harten Wettbewerb wider, der sich am europäischen Himmel abzeichnet: Beide Unternehmen kämpfen aggressiv um Marktanteile in identischen oder angrenzenden Märkten – in einem Umfeld steigender Kosten, Drucks auf die Ticketpreise und intensiven Wettbewerbs.
Ryanair als größter Low-Cost-Fluggesellschaft Europas und Wizz Air mit starker Präsenz in Mittel- und Osteuropa geraten damit nicht nur auf Netzwerk- und Preisebene aneinander, sondern zunehmend auch im öffentlichen Diskurs.
Wie Skift anmerkt, unterstreicht die Eskalation der Rhetorik, dass der Wettbewerb im europäischen Billigflugsektor in eine härtere Phase eintritt, in der die Unternehmensführungen die Medien immer häufiger als Austragungsort ihrer Auseinandersetzungen nutzen – über rein kommerzielle und operative Entscheidungen hinaus.
Quelle: Skift



















